Der Elektronikkonzern Sharp steigt in den Markt für Hardware zur Unterstützung künstlicher Intelligenz ein. Wie aus Berichten vom 15. September 2026 hervorgeht, hat das Unternehmen mit der Annahme von Inlandsbestellungen für spezialisierte KI-Server in Japan begonnen.
Mit Unterstützung des Mutterkonzerns Foxconn und Technologie des US-Herstellers Nvidia positioniert sich Sharp damit für die wachsende Nachfrage nach lokaler Infrastruktur für rechenintensive Anwendungen.
Erstes Modell für Unternehmenseinsätze
Das erste Produkt dieser neuen Sparte trägt die Bezeichnung AI-B43100 und wird als „AI Server for Enterprise Workloads“ vermarktet. Die Hardware basiert auf der Architektur des NVIDIA RTX Pro Servers und kann mit bis zu acht NVIDIA RTX PRO 6000 Blackwell Server Edition GPUs konfiguriert werden.
Während die Annahme von Bestellungen bereits angelaufen ist, ist der offizielle kommerzielle Verkaufsstart für das Fiskaljahr 2027 geplant, das im April des kommenden Jahres beginnt. Zu den konkreten Preisen für das System machte das Unternehmen bislang keine Angaben.
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Für den weiteren Verlauf des Fiskaljahres 2027 plant Sharp zudem die Einführung einer leistungsstärkeren Lösung auf Basis des NVIDIA HGX Rubin NVL8. Dieses System ist primär für das Training großskaliger KI-Modelle sowie für komplexe Inferenz-Prozesse vorgesehen. Als Zielgruppe für das Hardware-Portfolio nennt Sharp neben privaten Unternehmen auch Kommunen, Forschungseinrichtungen und professionelle Betreiber von Rechenzentren.
Kooperation mit Foxconn und Vertriebsstruktur
Ein wesentlicher Faktor der Markteintrittsstrategie ist die enge Verflechtung mit dem taiwanesischen Mutterkonzern Foxconn (Hon Hai Precision Industry). Dieser übernimmt sowohl die Beschaffung der Komponenten als auch die Fertigung der Server. Sharp prüft darüber hinaus derzeit die Möglichkeit einer Gemeinschaftsproduktion mit Foxconn direkt in Japan. Hierbei könnte unter anderem das Sharp-Werk in Kameyama in der Präfektur Mie genutzt werden.
Für den Vertrieb der Systeme setzt Sharp auf spezialisierte Partner wie Daiwabo Information System und Ryoyo Ryosan. Der technische Betrieb sowie die Wartungsleistungen für die Kunden sollen durch das Unternehmen TOMORROW NET sichergestellt werden.
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Umsatzziele und Marktprognose
Sharp verfolgt mit dem neuen Geschäftsbereich ambitionierte Ziele. Das Unternehmen strebt im Bereich der KI-Server in Japan bis zum Fiskaljahr 2030, das im März 2031 endet, einen Jahresumsatz von rund 250 Mrd. Yen an, was etwa 1,6 Mrd. USD entspricht.
Diese Zielvorgabe stützt sich auf eine unternehmensinterne Prognose zur Entwicklung des japanischen Gesamtmarktes für KI-Server. Sharp erwartet für das Fiskaljahr 2025 ein Marktvolumen von 900 Mrd. Yen, das bis zum Fiskaljahr 2030 auf rund 4 Bio. Yen anwachsen soll. Bis zum Fiskaljahr 2035 wird mit einem weiteren Anstieg auf etwa 7 Bio. Yen gerechnet.
In einer Pressekonferenz betonte Sharp-Präsident Tetsuji Kawamura die strategische Ausrichtung des Vorhabens. Er erklärte, dass das Unternehmen mit dem neuen Angebot maßgeblich zur Entwicklung der notwendigen Infrastruktur für künstliche Intelligenz beitragen wolle.

