Sharp und BrightSign vereinen Displays und Steuerung in einem Modul

Sharp integriert BrightSign-Technologie direkt in Displays und schafft so eine aufrüstbare Lösung für digitale Werbung, die auf dem Intel-SDM-Standard basiert.

Sharp setzt mit BrightSign auf ein modulares System für digitale Werbetafeln. Die Lösung kombiniert professionelle Displays mit einer leistungsstarken Steuerungstechnik auf einer kompakten Karte – ganz ohne externe Player.

Die Visual Solutions-Divisionen von Sharp in Amerika und Europa gehen eine strategische Partnerschaft mit dem Digital-Signage-Spezialisten BrightSign ein. Gemeinsam stellen sie den Sharp SDM Player vor. Dabei handelt es sich um ein modulares Computermodul, das die BrightSign-Technologie direkt in kompatible Sharp-Displays integriert. Die Lösung basiert auf dem Intel® Smart Display Module (SDM)-Standard und soll ab dem zweiten Quartal 2026 verfügbar sein.

Die Zukunft ist modular: Intel SDM als neuer Standard

Herzstück der Innovation ist die modulare Intel-SDM-Architektur. Sie ermöglicht es, Rechenleistung direkt in das Display-Gehäuse zu integrieren, ohne dessen schlankes Design zu beeinträchtigen. Der große Vorteil: Das Rechenmodul ist vom Displaypanel getrennt. Unternehmen können so ihre Investition in die teure Großbildanzeige schützen. Steigen die Leistungsanforderungen, lässt sich nur das Computermodul austauschen oder aufrüsten – nicht das gesamte Display.

Diese Strategie der Zukunftssicherung verfolgt Sharp bereits mit seiner MultiSync Message Series, die sowohl Intel-SDM- als auch Raspberry-Pi-Module unterstützt. Die Partnerschaft mit BrightSign erweitert dieses Portfolio nun um eine hochspezialisierte Lösung.

Hardware trifft auf perfekte Software

Die Kooperation verbindet Sharps Display-Hardware mit der bewährten BrightSign-Plattform. Das eingebettete BrightSignOS™ sorgt für zuverlässige Wiedergabe von professionellen Inhalten. Ein entscheidender Vorteil für Systemintegratoren ist die offene Kompatibilität. Die Lösung bietet direkten Zugang zu einer Vielzahl führender Content-Management-Systeme (CMS). Anwender sind nicht an eine bestimmte Software gebunden und können die Lösung leicht in bestehende IT-Infrastrukturen einbinden.

Strategischer Schachzug im Wettbewerb

Die Einführung des BrightSign-Moduls ist ein klarer strategischer Schritt. Es bietet eine Alternative zu fest verbauten System-on-a-Chip (SoC)-Lösungen, die zwar einfach, aber nicht aufrüstbar sind. Sharp vereint damit die Vorteile beider Welten: die saubere, integrierte Optik eines SoC mit der Service- und Upgrade-Fähigkeit eines Moduls.

Interessant ist der Zeitpunkt der Ankündigung. Erst einen Tag zuvor hatte Sharp eine Partnerschaft mit Raspberry Pi für ein SDM-Modul auf Basis des Compute Module 5 bekannt gegeben. Sharp bedient mit den beiden Partnerschaften gezielt unterschiedliche Kundensegmente: von Anwendern, die auf die robuste BrightSign-Umgebung setzen, bis zu denen, die die offene Flexibilität des Raspberry Pi bevorzugen.

Ein neues Maß an Langlebigkeit

Für Branchen, bei denen Zuverlässigkeit und langfristiger Wert im Vordergrund stehen – wie Einzelhandel, Corporate Communications oder Verkehrsknotenpunkte –, bietet der modulare Ansatz erhebliche Vorteile. Er vereinfacht den gesamten Lebenszyklus einer Anzeige, von der sauberen Installation bis zum späteren Performance-Upgrade.

Mit immer schlankeren Displays wächst der Bedarf an leistungsstarker und unauffälliger Rechentechnik. Die Partnerschaft von Sharp und BrightSign adressiert diesen Trend direkt. Sie könnte die branchenweite Einführung des Intel-SDM-Standards als bevorzugte Lösung für intelligente und langlebige Profi-Displays weiter beschleunigen.