Singapur – Der humanoide Roboter North des Unternehmens Sharpa hat einen Meilenstein in der Robotik erreicht: Er führt erstmals eine komplexe, 30-stufige Montageaufgabe völlig selbstständig aus. Diese Demonstration auf der CES 2026 markiert den Sprung von einfachen, repetitiven Bewegungen zu langfristiger, autonomer Aufgabenbewältigung.
Durchbruch bei feinmotorischer Präzision
Im Mittelpunkt der Vorführung stand der autonome Zusammenbau eines Papierwindrads. Diese Aufgabe erfordert ein Maß an Feinmotorik und sequenzieller Planung, das bei Allzweck-Humanoiden bisher undenkbar war. Der Roboter absolvierte über 30 aufeinanderfolgende Schritte und handhabte dabei empfindliche Materialien, die unter herkömmlichen Roboter-Greifern zerquetscht würden.
Anders als bei vielen Industrie-Demos, die auf Fernsteuerung oder vorprogrammierte Routinen setzen, betonte Sharpa die vollständige Autonomie von North. Die KI-Systeme an Bord ermöglichten es dem Roboter, die Aufgabe in Echtzeit wahrzunehmen, zu planen und auszuführen – und sich dabei auf leichte Variationen der Materialposition einzustellen. Während der viertägigen Messe baute North über 300 Windräder zusammen und bewies in täglich achtstündigen Sessions eine konstante Leistung. Analysten sehen darin einen Beleg für die Einsatzreife des Systems.
Seit August 2024 gelten neue Regeln für KI-Systeme — und Entwickler wie Anbieter stehen vor konkreten Kennzeichnungs-, Dokumentations- und Risikobewertungspflichten. Wenn Ihr Unternehmen KI-Modelle entwickelt oder in Produkten einsetzt, drohen bei Fehlern Bußgelder und Marktzugangs-Einschränkungen. Dieser kostenlose Umsetzungsleitfaden erklärt kompakt, wie Sie Ihre Systeme richtig klassifizieren, notwendige Dokumentation aufbauen und Übergangsfristen einhalten. Ideal für Robotikhersteller, KI-Teams und Rechtsverantwortliche. Jetzt kostenlosen KI-Verordnungs-Leitfaden sichern
Die Schlüsseltechnologien: SharpaWave und CraftNet
Den Erfolg ermöglichen zwei proprietäre Technologien. Die SharpaWave-Roboterhand verfügt über 22 aktive Freiheitsgrade und imitiert so die Beweglichkeit einer menschlichen Hand. Integriert ist ein dynamisches Tastfeld mit über 1.000 „Tastpixeln“ pro Fingerspitze, das Druck und Textur mit Submillimeter-Genauigkeit erfassen kann.
Angetrieben wird diese Hardware durch die neue CraftNet-KI-Architektur. Dieses „Vision-Tactile-Language-Action“-Modell überbrückt die Lücke zwischen abstrakter Planung und konkreter Motorik. „Roboter können bereits Saltos“, so Alicia Veneziani, Global VP of Go-to-Market bei Sharpa, „aber die feinmotorische Interaktion war der kritische Engpass.“ Das Unternehmen konzentriert sich auf diese „Last-Millimeter“-Steuerung, die den Großteil der Herausforderung für den Einsatz in unstrukturierten Umgebungen ausmacht.
Mehr als nur Montage: Schnelligkeit und Vielseitigkeit
Neben der Präzision demonstrierte North auch Geschwindigkeit und Anpassungsfähigkeit. Der Roboter spielte Tischtennis gegen menschliche Gegner – mit einer Reaktionszeit von nur 0,02 Sekunden. Zudem zeigte er, wie er Spielkarten austeilt und Fotos macht. Diese Aufgaben erfordern ein breites Spektrum an Greifstärken und Bewegungsgeschwindigkeiten.
Die Fähigkeit, nahtlos zwischen Hochgeschwindigkeits-Reaktionen und langsamer, bedachter Manipulation zu wechseln, deutet darauf hin, dass die North-Plattform die typischen Zielkonflikte zwischen Kraft, Geschwindigkeit und Feingefühl überwindet. Die multimodale Integration von Sehen und Sprachverstehen ermöglicht es dem Roboter, komplexe Anweisungen zu verstehen und sich dynamischen Umgebungen anzupassen.
Marktimpact: Fokus auf komplexe Handarbeit
Die Robotik-Branche erlebt 2026 einen Wettlauf um die Vorherrschaft bei Allzweck-Humanoiden, angetrieben von Konkurrenten wie Tesla oder Figure AI. Experten sehen Sharpa jedoch in einer einzigartigen Position. Während andere oft Fortbewegung und schweres Heben priorisieren, zielt North auf die feinmotorische Handarbeit ab, die Branchen wie die Elektronikfertigung, Logistik und perspektivisch den Haushaltsbereich dominiert.
Die erfolgreiche Ausführung von Aufgaben mit über 30 sequenziellen Schritten validiert das Potenzial, komplexe Montagelinien-Aufgaben zu automatisieren, die bisher als automationssicher galten. Sharpas Philosophie der „Zeit-Rückgabe“ – das Automatisieren langweiliger Aufgaben, um Menschen Zeit zu schenken – trifft auf den wachsenden industriellen Bedarf an Arbeitskräfte-Verstärkung angesichts globaler Personalknappheit.
Ausblick: Kommerzieller Start für 2026 geplant
Nach der erfolgreichen Präsentation verfolgt Sharpa einen ambitionierten Zeitplan. Die Produktionsversion des North-Humanoiden soll Mitte 2026 auf den Markt kommen. Updates für das CraftNet-KI-Modell werden voraussichtlich etappenweise ausgerollt, um noch komplexere Fähigkeiten freizuschalten.
Der Wettbewerb verlagert sich zunehmend von Prototypen-Neuheiten hin zu zuverlässigem, tagelangem Betrieb. Dass Sharpa seine Live-Demos acht Stunden am Tag ununterbrochen durchführen konnte, signalisiert, dass die Hardware die nötige Haltbarkeit für den Realbetrieb erreicht. Sollte North seinen Messeerfolg in die Fabrikhallen übertragen, könnte er den Standard für die nächste Generation autonomer Arbeitskräfte setzen.
PS: Für Unternehmen, die autonome Roboter oder KI-gestützte Steuerungen entwickeln — Zeit wird knapp: Manche Übergangsfristen laufen bald aus. Dieses kostenlose E-Book fasst die wichtigsten Pflichten der EU-KI-Verordnung zusammen, zeigt praktische Schritte zur Umsetzung und bietet Checklisten für Produktteams und Compliance. Vermeiden Sie teure Nachbesserungen und sorgen Sie für rechtssichere Markteinführung. Kostenlosen KI-Umsetzungsleitfaden herunterladen





