Shuttle XPC Cube SB860R8: Neuer SFF-Desktop für Arrow Lake

Shuttle erweitert sein Sortiment um einen kompakten Desktop mit Intel Arrow Lake, der bis zu 192 GB RAM und flexible Erweiterungsoptionen bietet.

Der Hardware-Hersteller Shuttle hat mit dem XPC Cube SB860R8 einen neuen Small-Form-Factor-Desktop (SFF) präsentiert, der auf der aktuellen Intel-Plattform Arrow Lake-S basiert. Das System nutzt den Sockel LGA1851 und ist für leistungsstarke Prozessoren bis hin zum Intel Core Ultra 9 285K ausgelegt, wobei der Betrieb ohne Übertaktung vorgesehen ist. Mit diesem Modell adressiert das Unternehmen den Bedarf an kompakter, aber erweiterbarer Rechenleistung im professionellen Bereich.

Umfangreiche Speicheroptionen und moderne Schnittstellen

Der XPC Cube SB860R8 zeichnet sich durch eine für seine Gehäusegröße hohe Flexibilität bei der Hardware-Konfiguration aus. Das System verfügt über vier Steckplätze für DDR5-5600 UDIMM-Arbeitsspeicher, womit ein Gesamtausbau von bis zu 192 GB möglich ist. Für Erweiterungskarten stehen ein PCIe-x16-Slot der fünften Generation sowie ein PCIe-x4-Slot der vierten Generation zur Verfügung.

Die Speicherlösungen umfassen vier Schächte für 3,5-Zoll-SATA-Laufwerke sowie zwei M.2-2280-Steckplätze für schnelle SSD-Anbindungen. Die Netzwerkkonnektivität wird über zwei 2,5-Gigabit-Ethernet-Anschlüsse realisiert. Bei den Grafikausgängen setzt Shuttle auf einen HDMI-2.1-Anschluss sowie zwei DisplayPort-1.4b-Schnittstellen. Ergänzend verfügt das Gehäuse über einen RS232-Anschluss sowie einen M.2-2230-Slot, der üblicherweise für Drahtlosmodule genutzt wird. Zu den USB-Optionen gehören insgesamt vier USB-3.2-Gen2-Ports, zwei USB-3.2-Gen1-Anschlüsse und vier USB-2.0-Buchsen. Ein offizieller Verkaufspreis wurde bisher nicht genannt.

Marktumfeld: Mini-PCs und All-in-One-Lösungen auf Intel-Basis

Zeitgleich mit der Vorstellung der neuen Shuttle-Hardware zeigen sich auch bei anderen Herstellern Entwicklungen im Bereich kompakter Desktop-Systeme. So wurde auf der Computex die ASUS NUC 16 Familie präsentiert. Diese umfasst unter anderem den Basis-NUC 16, der mit Prozessoren der Wildcat-Lake-Serie wie dem Intel Core 7 350 ausgestattet ist. Das System wird in verschiedenen Varianten als Komplett-PC, Barebone oder reines Board angeboten und unterstützt moderne Standards wie Wi-Fi 7 und Bluetooth 6.0.

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Auch Lenovo integriert die neue Prozessorgeneration in sein Portfolio. Der All-in-One-PC ThinkCentre Neo 50a 24 Gen 7 nutzt wahlweise den Intel Core 5 320 oder den Core 7 350. Das Gerät verfügt über ein 23,8 Zoll großes IPS-Display mit einer Bildwiederholrate von 120 Hz und bietet bis zu 32 GB verlöteten LPDDR5X-Arbeitsspeicher.

Spezialisierte Hardware für KI und Gaming

Im Segment der Mini-PCs für spezifische Anwendungsfälle wurden Anfang August weitere Details zu Geräten von Beelink und GEEKOM bekannt. Beelink bietet mit dem EQi 304 ein System auf Basis des Intel Core 3 304 an, das preislich bei 659 US-Dollar liegt. Vergleichende Benchmarks zeigen hier jedoch, dass Konkurrenzmodelle wie die GMKtec NucBox M6 Ultra mit Ryzen-Prozessoren eine deutlich höhere Multi-Core-Leistung erzielen können.

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GEEKOM positioniert den IT13 Max mit einem Intel Core Ultra 9 185H als leistungsstarke Alternative für kompakte Gaming-Setups. Das Gerät, das für etwa 799 US-Dollar gehandelt wird, soll in aktuellen Spieletiteln flüssige Bildraten bei 1080p-Auflösung ermöglichen.

Einen technologisch anderen Weg schlägt die Agent Box von Acrab ein. Diese setzt auf den G≡LIX 1 chip in 5-Nanometer-Bauweise mit einer Arm-basierten Architektur. Das System ist speziell für die lokale Ausführung großer KI-Sprachmodelle konzipiert und soll laut Herstellerangaben bei der Verarbeitung bestimmter Modelle deutlich höhere Geschwindigkeiten als aktuelle Konkurrenzsysteme erreichen. Der Preis für diese spezialisierte Hardware wird mit etwa einem Fünftel der Kosten für vergleichbare Industriesysteme von Nvidia angegeben, was etwa 5.000 US-Dollar entspräche.