Die Stadtbibliothek Siegburg treibt die digitale Transformation öffentlicher Einrichtungen voran. Mit ihrer erfolgreichen „Bibliothek der Dinge“ zeigt sie, wie Bibliotheken zu nachhaltigen Community-Hubs werden. Der Service verzeichnet starken Zulauf und wächst stetig.
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Vom Bücherregal zum Sharing-Hub
Was macht man mit alten Zeitungsregalen? In Siegburg verwandelte man sie kurzerhand in 48 Fachböden für eine neuartige Leihstelle. Seit Februar 2026 hat die „Bibliothek der Dinge“ hier ihre Heimat gefunden. Bereits 30 Fächer sind mit Gegenständen gefüllt, die Bürger ausleihen können.
Hinter dem Projekt stehen die Bibliotheksmitarbeiterinnen Dana Kaufmann und Leonie Noack. Sie setzen auf Design Thinking und direkte Bürgerbeteiligung. Ein öffentliches Feedback-Plakat lädt die Nutzer ein, Wünsche für den Leihbestand zu äußern. „So entwickeln wir den Service dynamisch nach der tatsächlichen Nachfrage vor Ort“, erklärt das Team. Die hohe Resonanz in den ersten Wochen gibt ihnen recht.
Technik leihen statt kaufen
Das Herzstück des Angebots ist der digitale Katalog. Jeder Gegenstand ist online einsehbar und kann wie ein Buch reserviert werden. Das Inventar reicht vom Boule-Set über Akkuschrauber bis zu spezieller Digitaltechnik.
Hinter dem Projekt stehen die Bibliotheksmitarbeiterinnen Dana Kaufmann und Leonie Noack. Sie setzen auf Design Thinking und direkte Bürgerbeteiligung. Ein öffentliches Feedback-Plakat lädt die Nutzer ein, Wünsche für den Leihbestand zu äußern. „So entwickeln wir den Service dynamisch nach der tatsächlichen Nachfrage vor Ort“, erklärt das Team. Die hohe Resonanz in den ersten Wochen gibt ihnen recht.
Hier zeigt sich der ansatz der digitalen Teilhabe: Teure Geräte wie 3D-Scanner, Podcast-Mikrofone oder Sofortbildkameras werden für alle zugänglich. Ein lokaler Partner, die Thalia-Buchfiliale, unterstützt dies. Filialleiter Benjamin Zobel übergab kürzlich einen neuen E-Reader als Spende. Diese Kooperation unterstreicht das Netzwerk aus Kommune und lokaler Wirtschaft.
Nachhaltigkeit mit System
„Die Philosophie ist einfach: leihen statt kaufen“, sagt Bibliotheksleiter Thomas Druwe. Das schont Ressourcen und den privaten Geldbeutel. Selten genutzte Anschaffungen entfallen. Die Bibliothek wird so zum Zentrum einer kommunalen Kreislaufwirtschaft.
Die Nutzung ist barrierearm gestaltet. Alle Bibliotheksmitglieder ab 18 Jahren können die Gegenstände kostenlos für zwei Wochen ausleihen, mit Option auf Verlängerung. Die Stadt übernimmt Wartung und Verwaltung. Verbrauchsmaterialien wie Batterien stellen die Nutzer selbst. So bleiben die Betriebskosten für die Stadt tragbar.
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Blaupause für andere Kommunen
Siegburgs Vorreiterrolle ist kein Zufall. 2025 wurde die Bibliothek bereits zur „Bibliothek des Jahres in kleinen Gemeinden und Regionen“ gekürt. Die „Bibliothek der Dinge“ festigt diesen Ruf. Sie ist Teil eines europaweiten Trends: Bibliotheken wandeln sich von Medienarchiven zu aktiven Erfahrungs- und Lernorten.
Experten sehen darin ein zukunftsweisendes Modell. Es fördert nicht nur die digitale Kompetenz durch praktischen Zugang zu Technik. Es liefert auch anderen Mittelstädten eine Blaupause für kostengünstige Nachhaltigkeitsprogramme.
Was kommt als nächstes?
Die verbleibenden freien Fächer will das Team systematisch füllen – basierend auf den Bürgerwünschen. Zudem nimmt die Bibliothek hochwertige Gebrauchtspenden an, nach vorheriger Absprache.
Langfristig könnte ein ausgefeiltes Online-Reservierungssystem für stark nachgefragte Geräte folgen. Eines ist bereits klar: Das Modell „Bibliothek der Dinge“ wird zum Standard für moderne öffentliche Bibliotheken, die digitale Transformation und nachhaltige Gemeinwesenarbeit verbinden wollen. Siegburg zeigt, wie es geht.





