GlobalFoundries und Marvell haben eine mehrjährige Vereinbarung zur Erhöhung der Fertigungskapazität für SiGe-Technologie im Werk Burlington in Vermont (Essex Junction) geschlossen.
Wie Reuters am 17. September 2026 berichtete, soll die zusätzliche Kapazität Hochgeschwindigkeits-Glasfaser-Verbindungen in Rechenzentren zugutekommen. Konkrete Produktionsmengen, Dollar-Volumina oder Fertigstellungstermine wurden dabei nicht genannt, wie Fudzilla in seinem Bericht vom 18. September festhielt.
SiGe-Technologie für optische Transceiver
Laut einer Mitteilung auf globenewswire.com vom 17. September dient die vereinbarte SiGe-Technologie optischen Transceivern sowie den Architekturen Near-Packaged Optics (NPO) und Co-Packaged Optics (CPO). GlobalFoundries fertigt SiGe demnach bereits seit über einem Jahrzehnt.
Nach Angaben des Unternehmens unterstützt die GF-SiGe-Technologie aktuell 200 Gbps pro optischer Datenlane, während klassische Kupferverbindungen laut einem Bericht von TechSpot vom 18. September an ihre physikalischen Grenzen stoßen: Bei maximal 400 Gbps pro Lane und einer Reichweite von höchstens 1,25 Metern sei bei Kupfer Schluss.
Für die Zukunft hat GlobalFoundries laut einem Bericht von The Register vom 17. September eine Roadmap für schnellere Generationen skizziert. Die aktuelle GF-SiGe-Technologie sei bereits für 1,6-Tbps-Transceiver mit bis zu 200 Gbps pro Lane validiert, während 3,2-Tbps-Transceiver bereits auf der Roadmap stünden.
Dritte Vereinbarung binnen neun Tagen
Die Kapazitätsvereinbarung mit Marvell reiht sich laut einem Bericht von compassvermont.com vom 17. September in eine Serie von Ankündigungen ein. Bereits am 8. September hatte GlobalFoundries einen Forschungsauftrag des US-Handelsministeriums im Bereich Quantentechnologie über 375 Millionen US-Dollar erhalten.
Kupferverbindungen stoßen bei 400 Gbps pro Lane und 1,25 Metern Reichweite an ihre physikalische Grenze — während GlobalFoundries und Marvell die SiGe-Fertigungskapazität für optische Transceiver mehrjährig ausbauen. Wer seine Infrastruktur-Roadmap jetzt nicht an die verfügbaren Datenraten pro Lane anpasst, plant am Engpass vorbei. Unsere kostenlose Roadmap-Analyse ordnet SiGe gegen Kupfer ein und zeigt, wann Sie Kapazität reservieren müssen. Roadmap-Analyse jetzt anfordern
Am 9. September folgte eine langfristige Fertigungsvereinbarung mit Monolithic Power Systems in Singapur, deren Volumenproduktion demnach Anfang 2027 anlaufen soll. Die Vereinbarung mit Marvell ist damit die dritte derartige Ankündigung des Unternehmens innerhalb von neun Tagen.
Einordnung in ein wachsendes Marktsegment
Die Vereinbarung zwischen GlobalFoundries und Marvell fällt in eine Phase intensiver Investitionen in Silizium-Photonik für Rechenzentren. Auch andere Akteure der Branche haben in jüngerer Zeit entsprechende Schritte angekündigt: NewPhotonics und Tower Semiconductor teilten laut einer Mitteilung vom 17. September den Beginn von Hochvolumen-Lieferungen laserintegrierter optischer Engine-PICs für Datenraten von 800G bis 1,6T mit, basierend auf der PH18DA-SiPho-Plattform.
Die Kapazitätsvereinbarung mit Marvell ist bereits die dritte Ankündigung binnen neun Tagen — und Soitec finalisiert mehr als zehn große Kapazitätsreservierungen für optische Silizium-Photonik-Wafer. Fertigungskapazität für optische Verbindungen wird zur Engpassressource, die früh gesichert werden muss. Unsere Checkliste zeigt, welche Lieferanten-Klauseln und Vorlaufzeiten Sie jetzt verhandeln sollten, bevor die Kontingente vergeben sind. Checkliste Kapazitätsreservierung sichern
Der Chiphersteller Soitec wiederum sicherte sich laut einem Bericht vom 18. September mehrjährige Lieferverträge mit Festpreisen und Anzahlungen für optische Silizium-Photonik-Wafer; nach Angaben von CEO Laurent Remont soll der Photonics-SOI-Umsatz des Unternehmens im laufenden Geschäftsjahr 200 Millionen US-Dollar übertreffen, mehr als zehn große Kapazitätsreservierungsdeals befänden sich in der Finalisierung.
Diese parallelen Entwicklungen unterstreichen, dass optische Verbindungstechnologien angesichts wachsender Datenraten in Rechenzentren zunehmend als Engpassressource gelten, für die Hersteller frühzeitig Fertigungskapazitäten sichern.

