Siri 2.0: Apple stellt KI-Revolution mit Googles Gemini vor

Apple präsentiert auf der WWDC 2026 eine KI-gestützte Siri-Neuauflage mit Googles Gemini und plant die Öffnung für Drittanbieter-Modelle.

Apple kündigt die größte Siri-Neuauflage aller Zeiten an – mit Google-KI im Kern.

Der iPhone-Konzern steht vor einem strategischen Wendepunkt. Zur Worldwide Developers Conference (WWDC) am 8. Juni 2026 will Apple eine grundlegend überarbeitete Version seines Sprachassistenten vorstellen. Die Ankündigung kommt nach jahrelangen Verzögerungen und unerfüllten Versprechen aus dem Jahr 2024. Diesmal setzt der Konzern auf die geballte Kraft generativer künstlicher Intelligenz – und öffnet sich dafür sogar der Konkurrenz.

Siri 2.0: Googles Gemini-Modell als Herzstück

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Das Herzstück der Keynote wird Siri 2.0 sein. Branchenkreisen zufolge wird die neue Version von Googles Gemini-Modell mit 1,2 Billionen Parametern angetrieben. Der Assistent soll sich künftig wie eine eigenständige Chatbot-Applikation verhalten – mit Kontextverständnis und der Fähigkeit zum Multitasking.

Zu den neuen Funktionen zählt eine sogenannte „On-Screen-Awareness“: Siri erkennt, was der Nutzer gerade auf dem Bildschirm sieht, und kann darauf reagieren. Auch Mehrschritt-Befehle innerhalb einer einzigen Eingabe werden möglich sein. Ein neues visuelles Interface in der Dynamic Island soll per Wischgeste einen „Suchen oder Fragen“-Einstiegspunkt bieten.

Drittanbieter-Modelle: Apple öffnet sich für ChatGPT & Co.

Besonders bemerkenswert: Apple plant, Nutzern die Wahl zwischen verschiedenen KI-Modellen zu lassen. Neben Googles Gemini sollen auch OpenAIs ChatGPT und Anthropics Claude zur Auswahl stehen. Das ist eine radikale Kehrtwende für einen Konzern, der seine Dienste traditionell streng kontrolliert.

Beta-Start mit Warteliste – Datenschutz bleibt Trumpf

Die neue KI-gestützte Siri wird zunächst als Beta-Version mit Warteliste starten. Die Synchronisation der Chat-Verläufe erfolgt über iCloud. Nutzer können selbst bestimmen, wie lange ihre Daten gespeichert werden: automatische Löschung nach 30 Tagen, nach einem Jahr oder unbegrenzt.

Für die Sicherheit setzt Apple auf Private Cloud Compute – eine Infrastruktur, die komplexe KI-Aufgaben in die Cloud auslagert, ohne die strengen Datenschutzstandards des Konzerns zu opfern.

iOS 27 und macOS 27: Das Ende der Intel-Ära

Die neuen KI-Funktionen werden mit iOS 27 und macOS 27 ausgeliefert. iOS 27 soll noch mit dem iPhone 12 und neueren Modellen kompatibel sein. Anders sieht es bei macOS aus: Das Update wird keine Intel-basierten Macs mehr unterstützen – der endgültige Abschied von der Intel-Ära.

Die Developer Beta erscheint direkt nach der Keynote am 8. Juni um 19 Uhr MESZ. Eine öffentliche Beta folgt im Juli, der finale Release ist für September 2026 geplant – zeitgleich mit der erwarteten Vorstellung der iPhone-18-Serie.

Auch die anderen Plattformen erhalten Updates: visionOS 27 bekommt KI-Funktionen für Produktivität und Gaming, watchOS 27 konzentriert sich auf tiefere Gesundheitsanalysen.

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Abschied von Tim Cook – und Milliarden-Hoffnungen

Die WWDC 2026 markiert auch eine personelle Zäsur. Es wird Tim Cooks letzte Entwicklerkonferenz als CEO sein. Am 1. September übergibt er den Chefposten an John Ternus. Analysten von Wedbush und Goldman Sachs sehen in der Veranstaltung einen entscheidenden Katalysator für einen neuen iPhone-Erneuerungszyklus. Goldman Sachs bewertet die Apple-Aktie mit „Kaufen“ und einem Kursziel von 340 Dollar – KI sei der primäre Nachfragetreiber.

Die finanziellen Erwartungen sind enorm. Die Bank of America schätzt, dass KI-Integrationen bis 2030 bis zu 30 Milliarden Dollar Umsatz beitragen könnten. Zwar fiel der Apple-Kurs am 5. Juni auf 308,21 Dollar – ausgelöst durch konjunkturelle Sorgen. Doch erst Anfang der Woche hatte die Aktie mit 315,20 Dollar ein Rekordhoch erreicht. Die Frage ist nun: Kann die KI-Strategie das Wachstum nachhaltig sichern? Im ersten Halbjahr 2026 stiegen die iPhone-Erlöse bereits um 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.