Apple hat Anleitungen zur Überprüfung der Gerätekompatibilität veröffentlicht und den Testbetrieb der neuen Siri-KI-Funktionen eingeleitet. Nutzer können nun prüfen, ob ihre Hardware die Anforderungen für die kommenden Funktionen erfüllt. Das Unternehmen sieht die offizielle Veröffentlichung von Siri AI für September 2026 vor.
Hardware-Anforderungen und Software-Voraussetzungen
Für den Betrieb der neuen Funktionen setzt Apple spezifische Hardware voraus. Den Informationen zufolge ist Siri AI auf dem iPhone 16 sowie neueren Modellen lauffähig. Bei der vorangegangenen Generation unterstützen ausschließlich das iPhone 15 Pro und das iPhone 15 Pro Max die neuen Anwendungen. Ältere iPhone-Modelle können zwar das Betriebssystem iOS 27 installieren, erhalten jedoch keinen Zugriff auf die KI-gestützten Funktionen.
Die aktuelle Testphase setzt die Installation der Beta-Version von iOS 27 voraus, die nach einer zweimonatigen Laufzeit als stabil gilt. Derzeit ist die Nutzung zudem an die Systemsprache Englisch gebunden. Geografisch sind die Europäische Union und China vorerst von der Verfügbarkeit dieser Beta-Version ausgenommen. Während der initialen Phase der Hintergrund-Indexierung kann es laut Berichten zu Auswirkungen auf die Akkulaufzeit und die Gerätetemperatur kommen.
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Technologische Basis und Funktionsumfang
Die neue Siri-Generation basiert auf den Apple Foundation Models, die unter Einbeziehung von Google Gemini trainiert wurden. Zu den wesentlichen Neuerungen gehören eine Personal-Context-Suche, die Informationen über E-Mails, Fotos und Nachrichten hinweg verknüpft, sowie eine ausdrucksstärkere Stimme. Nutzer sollen zudem Geschwindigkeit, Tonfall und Akzent der Sprachausgabe individuell anpassen können.
Siri AI agiert künftig als eigenständige App und bietet eine tiefere Systemintegration, die unter anderem das Lesen von Bildschirminhalten und direkte Interaktionen innerhalb anderer Anwendungen ermöglicht. Eine visuelle Neuerung betrifft die sogenannte Dynamic Island, die während einer Interaktion eine spezielle Blase anzeigt.
Beim Datenschutz setzt das Unternehmen auf Private Cloud Compute, um die Sicherheit der Nutzerdaten zu gewährleisten. Dennoch weisen Fachleute auf ein verbleibendes Risiko durch indirekte Prompt-Injection hin. Die neuen Funktionen wurden bereits im Rahmen der Entwicklerkonferenz WWDC26 am 9. Juni vorgestellt.
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Regionale Besonderheiten und Marktkontext in China
Für den chinesischen Markt verfolgt Apple eine angepasste Strategie. Dort wurde Apple Intelligence am 15. Juli offiziell von der zuständigen Regulierungsbehörde registriert und als einer von sieben On-Device-KI-Diensten genehmigt. In China arbeitet Apple unter anderem mit dem Anbieter Alibaba zusammen und integriert dessen Modell Qwen für Siri und die Schreibwerkzeuge auf dem Mac.
Diese Integration erfordert macOS 26.6 oder neuer sowie ein chinesisches Apple-Konto. Siri kann dort bei komplexeren Anfragen, etwa zur Dokumentinterpretation oder zur Erstellung von Texten, an Qwen weiterleiten. Eine Vereinbarung sieht vor, dass Alibaba die übertragenen Daten nicht für das Training eigener Modelle nutzen darf. Zudem kooperiert Apple für Suchfunktionen mit Baidu.
Die Bedeutung des chinesischen Marktes spiegelt sich in den jüngsten Geschäftszahlen wider. Im dritten Quartal erzielte Apple einen Gesamtumsatz von 109,4 Milliarden US-Dollar, was einer Steigerung von 16 Prozent entspricht. Der Umsatz in China stieg dabei um 22 Prozent auf 18,816 Milliarden US-Dollar. Trotz dieses Wachstums verzeichneten die Mac-Verkäufe in China im ersten Quartal einen Rückgang um 9 Prozent auf 800.000 Einheiten, was einem Marktanteil von 9 Prozent entspricht.

