Siri AI: Apple zahlt über 100 Millionen für Nachrichten-Lizenzen

Apple plant für Siri AI ein nutzungsbasiertes Vergütungsmodell für Nachrichteninhalte. Der Start ist für Herbst 2026 mit iOS 27 vorgesehen, zunächst ohne EU-Verfügbarkeit.

Apple führt derzeit Verhandlungen mit verschiedenen Nachrichtenverlagen über die Vergütung von Inhalten für seine neue KI-Plattform Siri AI. Berichten vom 13. August 2026 zufolge plant der Technologiekonzern ein Budget im neunstelligen Bereich ein, um journalistische Texte rechtssicher in seine Dienste zu integrieren. Dabei strebe das Unternehmen ein Modell an, bei dem Zahlungen nutzungsbasiert und nicht über pauschale Lizenzgebühren abgewickelt werden.

Neues Vergütungsmodell und Reduzierung von KI-Fehlern

Im Gegensatz zu branchenüblichen Festbeträgen sieht der Vorschlag von Apple vor, Verlage nach dem tatsächlichen Abruf ihrer Inhalte durch den KI-Assistenten zu entlohnen. Dieses Pay-per-Use-Modell wird als Abkehr von bisherigen Kooperationen im Markt gewertet.

Ziel dieser mehrjährigen Vereinbarungen, die primär auf die kommende Version iOS 27 ausgerichtet sind, sei vor allem die Erhöhung der Faktentreue. Durch den Zugriff auf lizenzierte Nachrichtenquellen sollen sogenannte Halluzinationen – also die Generierung von sachlich falschen Informationen – minimiert werden.

Die technische Struktur von Siri AI sieht dabei vor, dass jede Konversation ohne Gedächtnisfunktion frisch gestartet wird. In aktuellen Testphasen zeigt der Dienst zwar bereits Fähigkeiten bei der Beantwortung aktueller Fragen, diese werden jedoch von Beobachtern als oberflächlich beschrieben.

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Mit dem geplanten Budget von mindestens 100 Millionen US-Dollar positioniert sich Apple preislich zwischen anderen Marktteilnehmern. Zum Vergleich: Branchenanalysten verweisen auf Abkommen zwischen News Corp und OpenAI über 250 Millionen US-Dollar für fünf Jahre oder Kooperationen zwischen der New York Times und Amazon im Umfang von jährlich 20 bis 25 Millionen US-Dollar.

Technische Basis und Marktstart von Siri AI

Die Veröffentlichung von Siri AI ist für den Herbst im Rahmen des Updates auf iOS 27 geplant. Das System basiert laut Berichten auf Google Gemini mit 1,2 Billionen Parametern. Trotz der globalen Ausrichtung wird der Dienst zum Start für iPhone- und iPad-Nutzer in der Europäischen Union (EU) aufgrund der Regularien des Digital Markets Act (DMA) zunächst nicht verfügbar sein. Mac-Nutzer in der Region sollen hingegen Zugriff erhalten.

Für die neue Siri-Plattform sind verschiedene Funktionen vorgesehen, darunter eine Synchronisierung des Konversationsverlaufs über die iCloud auf unterstützten Geräten wie Mac, Watch oder Vision Pro. Eine dedizierte Siri-App soll zudem mit watchOS 27 auf verschiedenen Modellen der Apple Watch eingeführt werden.

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In den USA wird die Veröffentlichung im September 2026 erwartet, wobei Funktionen wie ein spezieller Kameramodus und Stimmanpassungen zunächst den Pro-Modellen der neuesten iPhone-Generation vorbehalten bleiben könnten.

Spezifische Strategie für den chinesischen Markt

Parallel zu den globalen Verhandlungen hat Apple seine Präsenz im Bereich der künstlichen Intelligenz in China gefestigt. Das Unternehmen ist der erste ausländische Anbieter, der eine Registrierung für ein proprietäres KI-Modell bei der chinesischen Internetbehörde CAC erhalten hat. Diese Registrierung erfolgte bereits Mitte Juli 2026.

Um den lokalen Anforderungen gerecht zu werden, setzt Apple in China auf eine Kombination aus eigenen Modellen und lokaler Technologie. Das Modell wurde unter anderem mit Unterstützung von Alibaba trainiert und nutzt zudem Technologie von Baidu. Diese regionale Anpassung gilt als strategisch notwendig: Marktstudien von Morgan Stanley verdeutlichten zuletzt den Druck auf den Hersteller, da über 50 Prozent der chinesischen iPhone-Nutzer das Fehlen von KI-Funktionen als Hauptgrund angaben, kein neues Gerät zu erwerben. Ein Rollout der angepassten Apple Intelligence in China wird in den kommenden Monaten nach einem entsprechenden Systemupdate erwartet.