Apple hat am 24. August die siebte Beta-Version von iOS 27 für Entwickler bereitgestellt. Das Update führt eine grundlegend überarbeitete Siri AI ein, die über ein verbessertes Kontextverständnis und eine tiefere Integration in das Betriebssystem verfügt.
Zu den zentralen Neuerungen gehören eine On-Screen-Awareness sowie eine eigenständige Siri-App. Gleichzeitig bringt das System Leistungsverbesserungen und optische Anpassungen wie das sogenannte „Liquid Glass“ mit einem Transparenz-Slider sowie eine neue Visual Intelligence für die Kamera-Anwendung.
Technologische Basis und Rechenleistung
Die technologische Grundlage für die neue Siri AI bildet unter anderem die Gemini-LLM-Technologie von Google. Apple nutzt einen strukturierten Ansatz, der in vier Kernschichten unterteilt ist: Geräte, Modelle, logische Schlussfolgerungen (Reasoning) und Anwendungen. Die Apple Foundation Models wurden dabei mittels Distillation-Verfahren durch Gemini verfeinert.
Das eingesetzte On-Device-Modell verfügt über insgesamt 20 Milliarden Parameter, wobei je nach Anforderung 1 bis 4 Milliarden Parameter gleichzeitig aktiviert werden. Dies stellt eine signifikante Steigerung gegenüber dem früheren Modell dar, welches mit 3 Milliarden Parametern arbeitete.
Für komplexe Aufgaben, die die Kapazitäten der lokalen Hardware überschreiten, greift Apple auf das System „Private Cloud Compute“ zurück, um die Einhaltung von Datenschutzstandards bei der Auslagerung von Rechenprozessen zu gewährleisten.
Funktionsumfang der Apple Intelligence
In der neuen Beta-Phase werden insgesamt 25 Funktionen unter dem Begriff Apple Intelligence zusammengefasst. Dazu gehören Schreibwerkzeuge („Writing Tools“), die Erstellung personalisierter Emojis („Genmoji“) sowie die Funktion „Clean Up“ zur Bearbeitung von Bildinhalten.
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Die Sprachassistenz Siri kann nun persönlichen Kontext verarbeiten und direkt Aktionen innerhalb von Apps ausführen. Zudem wurde eine ChatGPT-Integration implementiert, um die Wissensbasis des Systems zu erweitern.
Eine Neuerung betrifft die Synchronisation: Konversationen mit der Siri AI werden über die iCloud abgeglichen, sodass der Kontext über verschiedene Geräte hinweg erhalten bleibt. Die Beta 7 enthält zudem die Funktion „Write with Siri“, die Nutzern beim Verfassen von Texten assistiert.
Regionale Einschränkungen und Hardware-Anforderungen
Die Nutzung der neuen KI-Funktionen ist an aktuelle Hardware gebunden. Siri AI ist auf dem iPhone 15 Pro, dem iPhone 15 Pro Max sowie dem iPhone 16 oder neueren Modellen verfügbar. Für Nutzer in der Europäischen Union bestehen jedoch erhebliche Einschränkungen. Apple teilte mit, dass Siri AI auf dem iPhone und dem iPad in der EU vorerst nicht erhältlich sein wird, da die EU-Kommission die entsprechenden Pläne abgelehnt habe.
Auf dem Mac und der Vision Pro steht die Technologie hingegen auch innerhalb der EU zur Verfügung. Die Einführung der Siri AI erfolgt zunächst in englischer Sprache; eine Warteliste für den Zugriff auf die neue Siri-App wurde bereits eingerichtet. Die finale Veröffentlichung von iOS 27 wird für den kommenden September erwartet.
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Erweiterungen für visionOS 27
Zusammen mit iOS 27 wurde am 24. August auch die Beta 7 von visionOS 27 veröffentlicht. Hier wird die Siri AI durch ein neues visuelles Element, den sogenannten Siri-Orb, repräsentiert. Zu den spezifischen Funktionen für das Headset gehören Panorama-Umgebungen und eine nach Herstellerangaben dreifach schnellere Wireless-Leistung.
Zudem ermöglicht das System nun High-Quality-Recordings von bis zu drei Minuten Videomaterial in 4K-Aufflösung direkt auf dem Gerät. Die englischsprachige Beta für visionOS soll zu einem späteren Zeitpunkt auch in der EU zugänglich gemacht werden.

