Mit der Veröffentlichung der Betriebssystem-Generation 27 hat Apple die Beta-Phase für seinen KI-gestützten Sprachassistenten Siri eingeleitet. Die als Siri AI bezeichnete Funktion zielt darauf ab, durch den Zugriff auf persönliche Daten aus Anwendungen wie Nachrichten, E-Mails, Kalendern und Fotos kontextbezogene Unterstützung zu bieten.
Während der Rollout in den USA für unterstützte Geräte bereits begonnen hat, unterliegt die Verfügbarkeit in der Europäischen Union aufgrund regulatorischer Anforderungen erheblichen Einschränkungen.
Kontextbezogene Funktionen und Hardware-Anforderungen
Die neue Version des Sprachassistenten ist darauf ausgelegt, Bildschirminhalte zu erfassen und appübergreifend zu agieren. Siri AI kann laut Herstellerangaben komplexe Anfragen bearbeiten, indem sie Informationen aus verschiedenen Quellen wie Notizen oder Erinnerungen zusammenführt. Die Synchronisierung der Gespräche erfolgt geräteübergreifend über die iCloud.
Für die Nutzung von Siri AI ist spezifische Hardware erforderlich. Kompatibel sind Modelle ab dem iPhone 15 Pro sowie das iPhone 16 und das iPhone Air. Bei Tablets werden das iPad mini mit A17 Pro-Chip sowie iPads mit M1-Prozessor oder neuer unterstützt.
Zudem ist die Funktion auf Apple-Silicon-Macs, der Vision Pro und geeigneten Apple-Watch-Modellen in Verbindung mit einem kompatiblen iPhone verfügbar. Der Zugang erfolgt über die Siri-Einstellungen und ist teilweise an eine Warteliste gebunden.
Datenschutz durch Private Cloud Compute
Ein zentraler Bestandteil der Architektur ist die Verarbeitung der Daten. Während einfache Aufgaben direkt auf dem Endgerät ausgeführt werden, greift das System bei komplexeren Anfragen auf das sogenannte Private Cloud Compute (PCC) zurück. Apple gibt an, dass in dieser Cloud-Umgebung keine persönlichen Informationen dauerhaft gespeichert werden und die Daten für den Hersteller nicht zugänglich sind.
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Um die Sicherheit dieser Infrastruktur zu belegen, bietet das Unternehmen externen Experten die Möglichkeit zur Überprüfung an und hat hierfür eine Bug-Bounty von bis zu 1 Million US-Dollar ausgelobt. Nutzer können zudem einen Apple Intelligence-Bericht exportieren, um einzusehen, welche Anfragen an das PCC-System übermittelt wurden.
Für die Verbesserung der Modelle bietet Apple eine optionale Einstellung an, bei der Audioaufnahmen und Transkripte unter einer rotierenden, anonymisierten Kennung verarbeitet werden. Diese Daten würden laut Apple nicht für Werbeprofile genutzt.
Regionale Verfügbarkeit und regulatorische Hürden
In der Europäischen Union ist Siri AI auf den mobilen Plattformen iOS, iPadOS und watchOS derzeit nicht verfügbar. Apple begründet dies mit Konflikten bezüglich der Digitalregeln sowie Interoperabilitätsfragen im Rahmen des Digital Markets Act (DMA). Auf den Betriebssystemen macOS 27 und visionOS 27 soll die Funktion hingegen auch in der EU nutzbar sein. Ebenfalls von der Nutzung ausgeschlossen ist die Region Festlandchina.
Erste Nutzererfahrungen und Systembelastung
Kurz nach der Veröffentlichung von iOS 27 im September 2026 berichteten Anwender von vereinzelten Fehlern und Verzögerungen. In einigen Fällen konnten Erinnerungslisten, Alarme oder HomeKit-Geräte nicht korrekt adressiert werden.
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Zudem wurde beobachtet, dass persönliche Anfragen häufig ein entsperrtes Gerät erfordern. Auf älteren Modellen wie der Apple Watch Series 9 wurden langsamere Reaktionszeiten festgestellt, während die neue Apple Watch Series 12 laut Testberichten eine schnellere Performance zeigt.
Ein weiterer Aspekt ist der erhebliche Speicherbedarf der KI-Modelle auf Desktop-Systemen. Analysen nach der Installation der macOS-27-Beta zeigten Belegungen zwischen 14 GB und über 30 GB auf verschiedenen Mac-Modellen.
Auf einem M3 MacBook Air wurden beispielsweise 22,42 GB gemessen. Apple gibt den Bedarf offiziell mit bis zu 14 GB auf Macs mit M3-Chip oder neuer an. Für Ende des Jahres werden weitere Funktionen wie Live Rewind und Siri Recap sowie zusätzliche Sprachunterstützungen erwartet.

