Siri in macOS 27.3: Apps können bis zu 40 Werkzeuge bereitstellen

Apple erweitert die Sprachbedienung am Mac: Siri kann in Betas App-Aufgaben ausführen, während weitere Bedienungshilfen hinzukommen.

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Die Bedienung von macOS über gesprochene Anweisungen ermöglicht eine Steuerung von Textverarbeitung und Systemabläufen ohne Tastatur oder Maus. Wie eine Anleitung darlegt, deckt der im Betriebssystem integrierte Sprachassistent zentrale Aufgabenbereiche ab: Neben dem klassischen Diktat von Texten können Nutzer installierte Anwendungen öffnen und schließen sowie grundlegende Systembefehle per Stimme ausführen.

Die Aktivierung der Funktion erfolgt standardmäßig über ein zweimaliges Drücken der fn-Taste. Um sich einen Überblick über das Repertoire der unterstützten Aktionen zu verschaffen, genügt der Sprachbefehl „Öffne Befehle“, woraufhin das System die Liste der verfügbaren Diktierbefehle anzeigt. Zusätzliche technische Voraussetzungen oder funktionale Einschränkungen für den Einsatz dieser integrierten Sprachunterstützung führt die Anleitung nicht an.

Erweiterte Sprachsteuerung und Barrierefreiheit mit Apple Intelligence

Die Sprachbedienung ist Teil eines breiteren Spektrums an Bedienungshilfen, die Apple sukzessive ausbaut. Anlässlich des Global Accessibility Awareness Day stellte das Unternehmen Erweiterungen vor, darunter eine Sprachsteuerung mittels natürlicher Sprache auf Basis von Apple Intelligence.

Zu den Neuerungen gehören zudem eine erweiterte VoiceOver-Funktion mit bildbeschreibender künstlicher Intelligenz inklusive Kamera-Sucher, Sprachbefehle für die Lupe (Magnifier), ein Accessibility Reader zur Textanpassung bei Sehschwächen oder Legasthenie sowie ein Hörgeräte-Handoff.

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Sarah Herrlinger, Senior Director Global Accessibility Policy bei Apple, erklärte dazu, dass die Hilfsfunktionen durch Apple Intelligence leistungsfähiger würden, während der Datenschutz weiterhin gewahrt bleibe. Die Verteilung vieler dieser Funktionen, die sich zunächst in mehrsprachigen Betatests befanden, steht unmittelbar bevor.

Zugleich erweitert Apple die sprachbasierten Interaktionen in kommenden Systemversionen. In der ersten öffentlichen Betaversion von macOS 27.3 Golden Gate, die einen Tag nach der Version für Entwickler über die Softwareaktualisierung freigegeben wurde, erhalten Entwickler die Möglichkeit, eigene App-Fähigkeiten für Siri zu erstellen.

Wie am 06.11.2026 bekannt wurde, kann Siri im Rahmen der Betaversionen von macOS und iOS Aufgaben in System-Apps über sogenannte App Intents ausführen. In einem Entwickler-Briefing legte die Apple Intelligence Group dar, dass Apps künftig bis zu 40 Werkzeuge bereitstellen und mehrstufige Handlungsanweisungen über Textinstruktionen verarbeiten können.

Ergänzende Bedienungshilfen und Werkzeuge für das System

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Neben der Sprachsteuerung spielen auch die weiteren Tastatur- und Zeigereinstellungen eine Rolle bei der barrierefreien Steuerung von Macs. Bei Eingabeproblemen mit der Hardware verweisen technische Ratgeber auf den Pfad Systemeinstellungen > Bedienungshilfen > Tastatur. Dort lassen sich etwa Eingabehilfen wie Sticky Keys oder Slow Keys deaktivieren; zudem steht als Ersatz eine Bildschirmtastatur zur Verfügung.

Darüber hinaus entdeckten Softwarebeobachter in macOS 26 Tahoe und macOS 27 eine versteckte, experimentelle Funktion zur Zeigersteuerung: Unter den Trackpad-Optionen in den Bedienungshilfen lässt sich über spezifische Terminal-Befehle ein Bereich für inaktive Zonen an den Rändern festlegen, der Fehlberührungen verhindern soll.

Parallel zur Weiterentwicklung der systemeigenen Funktionen binden Drittanbieter erweiterte Spracheingaben in macOS ein. So veröffentlichte der Softwarehersteller Raycast am 06.11.2026 die Version 2.11 seiner Plattform, die mit dem Befehl „Dictate to AI“ Diktate mit dem optischen Kontext des aktiven Anwendungsfensters kombiniert. Dies unterstreicht die wachsende Bedeutung von Sprachinteraktionen als vollwertige Ergänzung traditioneller Eingabemethoden auf dem Mac.