Siri-Revolution: Apple integriert Google Gemini statt eigener KI

Apple integriert Googles Gemini in Siri und beendet die eigene KI-Modellentwicklung. Rund 200 Stellen werden im Zuge der Neuausrichtung gestrichen.

Apple hat eine fundamentale Neuausrichtung seiner Strategie für künstliche Intelligenz eingeleitet. Wie das Unternehmen im Rahmen seiner Entwicklerkonferenz WWDC im Juni bekannt gab, wird die eigene Entwicklung von Basis-KI-Modellen zugunsten einer tiefgreifenden Integration von Google Gemini aufgegeben.

Die neue Siri-KI basiert künftig auf dieser externen Technologie, was einen signifikanten Wendepunkt in der bisherigen Produktphilosophie des Konzerns markiert.

Personeller Umbau und Fokus auf Apple Intelligence

Im Zuge dieser Umstrukturierung wurden in den letzten Tagen weitreichende personelle Konsequenzen bekannt. Apple baut rund 200 Stellen ab, die sich jeweils zur Hälfte auf die Bereiche Vision Pro sowie Siri und Softwareentwicklung verteilen.

Ziel dieser Maßnahme ist die konsequente Neuausrichtung auf die Bereiche künstliche Intelligenz und Smart Glasses. Die Sprachsteuerung Siri wird dabei technisch vollständig um eine neue Apple Intelligence-Architektur herum neu aufgebaut.

Diese Architektur basiert laut Unternehmensangaben auf vier zentralen Komponenten: persönlichem Kontext, Weltwissen, konkreten Aktionen und einem Verständnis für Bildschirminhalte. Die Transformation der Softwareentwicklung spiegelt sich bereits in aktuellen Software-Iterationen wider.

In der siebten Beta-Version von iOS 27 wurden umfassende Siri-Überarbeitungen implementiert, die natürliche Gespräche ermöglichen und ein Gedächtnis für frühere Interaktionen beinhalten.

Funktionsumfang der neuen KI-Generation

Die neue Siri-KI soll Informationen aus Kontakten und Gesprächsverläufen abrufen können, um kontextbezogene Abfragen präziser zu beantworten. Zu den Neuerungen gehört zudem die Unterstützung der Sprachinteraktion über den Seitenknopf der Geräte. In der kommenden Version des Desktop-Betriebssystems macOS 27 Golden Gate wird Siri zudem erstmals als eigenständige App geführt.

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Die Integration der KI-Architektur erstreckt sich über das gesamte Ökosystem. Neben einer KI-gestützten Spotlight-Suche und einer tieferen App-Integration wurden auch Updates für homeOS und CarPlay angekündigt, die von dem verbesserten Kontextverständnis profitieren sollen. Google Gemini dient dabei als zugrunde liegende Engine für die Berechnungen, während Apple die Apple Intelligence-Architektur zur Steuerung der Nutzererfahrung nutzt.

Datenschutz und technologische Basis

Trotz der Kooperation mit Google betont Apple die Wahrung des Datenschutzes. Die Verarbeitung der Anfragen erfolgt sowohl lokal auf den Geräten als auch in der Cloud. Das Unternehmen gab an, dass Daten nach der Verarbeitung unmittelbar gelöscht werden, um die Privatsphäre der Nutzer zu schützen.

Die neue Siri-KI verfügt über Fähigkeiten zum Bildschirmverständnis und zur iCloud-Synchronisierung, was eine geräteübergreifende Kontinuität der KI-Assistenz gewährleisten soll.

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Diese technologische Transformation markiert zudem das Ende einer Ära in der Unternehmensführung. Die Ankündigung der neuen Strategie und der Verzicht auf eine rein hausinterne KI-Entwicklung erfolgten im Rahmen der letzten WWDC unter der Leitung von Tim Cook in seiner Funktion als CEO.

Mit der Veröffentlichung der neuen Betriebssystemversionen und der Integration der Google-Technologie bereitet Apple den Boden für eine neue Phase der digitalen Assistenz, die sich stärker auf externe Partnerschaften stützt als bisherige Software-Generationen.