Apple plant eine weitreichende Qualitätsoffensive für seinen Sprachassistenten Siri. Wie aus aktuellen Branchenberichten hervorgeht, verhandelt das Technologieunternehmen derzeit mehrjährige Lizenzverträge mit verschiedenen Nachrichtenverlagen. Ziel der Kooperationen ist es, Siri direkten Zugriff auf aktuelle und verifizierte Nachrichteninhalte zu ermöglichen, um die Zuverlässigkeit der bereitgestellten Informationen signifikant zu steigern.
Die finanziellen Rahmenbedingungen dieser geplanten Vereinbarungen verdeutlichen die strategische Bedeutung des Vorhabens. Das Budget für die Deals mit den Verlagen liege im hohen dreistelligen Millionenbereich. In einigen Berichten werde die Summe sogar mit bis zu neun Stellen beziffert, was die geplanten Ausgaben in den Bereich von einer Milliarde US-Dollar rücke. Apple setze dabei auf ein variables Vergütungsmodell: Die Verlage sollen nutzungsabhängige Zahlungen erhalten, die auf der tatsächlichen Abrufhäufigkeit ihrer Inhalte durch Siri basieren (Pay-per-Use).
Fokus auf verifizierte Inhalte nach Fehlern in der Vergangenheit
Ein wesentlicher Treiber für diesen Schritt ist die Absicherung gegen journalistische Ungenauigkeiten und technische Fehler. Bereits im Jahr 2024 eingeführte KI-Zusammenfassungen von Nachrichten hatten teilweise falsche Schlagzeilen generiert. Aufgrund dieser Mängel wurden die Funktionen seinerzeit deaktiviert. Durch den direkten Zugriff auf lizenzierte und damit verifizierte Verlagsinhalte wolle Apple sicherstellen, dass die künstliche Intelligenz künftig auf validierte Quellen zurückgreift. Damit folgt das Unternehmen einer Strategie, die auch andere Akteure im Bereich der künstlichen Intelligenz verfolgen; so haben Branchenkollegen wie OpenAI bereits ähnliche Vereinbarungen mit Medienhäusern wie News Corp und Axel Springer abgeschlossen.
Die Integration der neuen KI-Funktionen ist eng mit dem kommenden Software-Zyklus verknüpft. Das umfassende Upgrade für Siri werde für den Herbst erwartet, zeitgleich mit der Veröffentlichung der Betriebssysteme iOS 27, iPadOS 27 und macOS 27. Eine öffentliche Veröffentlichung von iOS 27 wird für Mitte September prognostiziert. In den bereits verfügbaren Beta-Versionen der Software zeichnen sich erhebliche Leistungssteigerungen ab. Interne Messungen deuten darauf hin, dass App-Starts um bis zu 30 Prozent beschleunigt wurden, während die Performance bei der Fotobearbeitung um bis zu 70 Prozent und bei AirDrop um bis zu 80 Prozent gesteigert werden konnte.
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Hardware-Anforderungen und regionale Einschränkungen
Die technischen Anforderungen für die Nutzung der neuen Siri-KI sind jedoch an spezifische Hardware gebunden. Demnach ist mindestens ein iPhone 15 Pro oder ein neueres Modell erforderlich, um die neuen Funktionen zu unterstützen.
Trotz der technologischen Fortschritte wird der Zugang zu den neuen KI-Diensten regional begrenzt bleiben. Aufgrund regulatorischer Rahmenbedingungen, insbesondere im Zusammenhang mit dem Gesetz über digitale Märkte (Digital Markets Act, DMA), wird die neue Siri-KI vorerst nicht in der Europäischen Union verfügbar sein. Auch für den chinesischen Markt ist eine Bereitstellung der Funktionen derzeit nicht vorgesehen. Apple reagiert damit auf die komplexen rechtlichen Anforderungen in diesen Wirtschaftsräumen, während die Verhandlungen mit den globalen Content-Partnern weiter voranschreiten.
Wer sich mit den neuen Software-Versionen und deren Funktionen befasst, sollte auch die Sicherheit der eigenen Daten im Blick behalten. Ein Apple-Experte zeigt Ihnen in diesem Gratis-Ratgeber, wie Sie Updates ohne Datenverlust installieren und wichtige Privatsphäre-Einstellungen sofort überprüfen. Zum kostenlosen iOS-Sicherheits-Ratgeber

