Am heutigen Mittwoch haben mehrere Tech-Giganten Produktneuheiten vorgestellt, die den Arbeitsalltag grundlegend verändern könnten. Autonome KI-Agenten übernehmen künftig Hintergrundaufgaben und komplexe Arbeitsabläufe mit minimalem menschlichem Eingriff.
Claude Cowork jetzt auch mobil
Anthropic hat seinen Dienst Claude Cowork auf Mobilgeräte und das Web ausgeweitet – zunächst für Max-Nutzer. Besonders praktisch: Aufgaben laufen im Hintergrund weiter, selbst wenn das Gerät nicht aktiv genutzt wird. Die internen Nutzungsdaten des Unternehmens zeigen, dass mit 33,4 Prozent die Geschäftsprozesse den größten Anteil ausmachen, gefolgt von Content-Erstellung (16,4 Prozent) und Softwareentwicklung (8,7 Prozent). Bis zum 5. August 2026 verdoppelt Anthropic zudem die Nutzungslimits.
Gemini Spark: Der Rund-um-die-Uhr-Assistent
Google hat parallel Gemini Spark in den USA für seine AI-Ultra-Abonnenten gestartet. Der 24/7-Assistent ist tief in Google Workspace integriert, verwaltet Termine und erledigt vielfältige Aufgaben. Aktuell kann das System bis zu 15 Hintergrundaufgaben gleichzeitig bearbeiten. Ein echter Produktivitätsschub für Vielnutzer.
Notion setzt auf KI-Agenten
Im mobilen Bereich hat Notion eine neue iPhone-App namens Agents veröffentlicht. Sie ersetzt das eingestellte Notion Mail und arbeitet mit dem gesamten Notion-Workspace zusammen. Die App unterstützt gleich mehrere große Sprachmodelle – darunter Claude, Gemini und GPT. Flexibilität steht hier klar im Vordergrund.
Microsoft setzt auf eigene Modelle
Auch die etablierten Softwarehäuser passen ihre Strategie an. Microsoft hat angekündigt, für zehntausende wöchentliche KI-Anfragen in Excel und Outlook zunehmend die eigenen MAI-Modelle zu nutzen. Für komplexe Aufgaben bleibt OpenAI zwar weiterhin im Spiel, doch Datenanalysen, Textentwürfe und Zusammenfassungen übernehmen zunehmend hauseigene Systeme.
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Slackbot 2.0: Zufriedenheitsrate von 96 Prozent
Salesforce hat seinen Kommunikationsbereich mit Slackbot 2.0 aufgerüstet. Angetrieben von Claude, arbeitet der Assistent mit Salesforce, Google Drive und verschiedenen Kalendertools zusammen. Interne Tests zeigen eine Zufriedenheitsrate von 96 Prozent – und Zeitersparnisse zwischen zwei und 20 Stunden pro Woche. Der neue Bot bleibt allerdings Business+- und Enterprise+-Kunden vorbehalten.
Zoho expandiert nach Asien
Zoho und seine IT-Management-Tochter ManageEngine setzen auf regionales Wachstum. Auf einer Veranstaltung in Manila hat Zoho seine Zia Agents auf den Philippinen eingeführt. Der Schritt folgt auf ein erfolgreiches Jahr 2025 mit einem Umsatzplus von 21 Prozent im Land und weltweit über einer Million zahlender Kunden Anfang 2026.
Die Zia-Agents-Suite umfasst ein No-Code/Low-Code-Studio sowie einen Marktplatz für autonome Agenten in den Bereichen Personal, IT und Vertrieb. ManageEngine hatte diese Funktionen bereits am 21. Mai 2026 für seine IT-Suite eingeführt – mit besonderem Fokus auf Datenschutz: Die Daten werden nicht für das Modelltraining verwendet.
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Entwickler-Marktplatz für Agenten
Zur Unterstützung dieser Ökosysteme hat ManageEngine am 6. Juli 2026 einen Entwickler-Marktplatz gestartet. Zum Launch hatten bereits mehr als 17 Partner-Entwickler über 170 Erweiterungen produziert, die weltweit mehr als 10.000 Mal heruntergeladen wurden.
JetBrains setzt auf Cloud und Governance
Auch professionelle Entwicklungsumgebungen verändern sich. JetBrains hat neue KI-Funktionen für Teams angekündigt: Cloud-basierte Agenten und eine zentrale Governance-Plattform. Das Unternehmen stellt auf ein Kreditbasiertes System für KI-Funktionen um – der Rollout für Geschäftskunden beginnt noch im Juli 2026.
Open-Source-Tool für CI/CD-Pipelines
Für Entwickler, die leichte Automatisierung suchen, hat die Open-Source-Community am 6. Juli 2026 OfficeCLI v1.0.129 veröffentlicht. Das Kommandozeilen-Tool wandelt Word-, Excel- und PowerPoint-Dateien in HTML oder PNG um – ohne vollständige Office-Installation. Gedacht ist es vor allem für visuelle Prüfungen in CI/CD-Pipelines und die automatisierte Verarbeitung durch KI-Agenten.

