Smartphone-Akku: Display und 5G verbrauchen bis zu 50 Prozent

Display, Netzsuche und Hintergrund-Apps bestimmen den Verbrauch. Ratgeber zeigen Sparoptionen für Android und iPhone sowie Tipps zur Akkupflege.

Ob im Alltag oder unterwegs – die Akkulaufzeit von Smartphones bleibt für viele Nutzer ein Dauerthema. Mehrere aktuelle Ratgeber fassen zusammen, mit welchen Einstellungen und Gewohnheiten sich die Betriebsdauer von Android- und Apple-Geräten spürbar verlängern lässt. Im Kern geht es um drei Stellschrauben: Display-Helligkeit, mobile Netzverbindung sowie Hintergrundaktivität von Apps.

Was den Akku wirklich belastet

Laut den Anleitungen sind die größten Stromfresser bei Samsung-Geräten das Display, eine 5G-Verbindung bei schwacher Netzabdeckung, aktive Hintergrund-Apps sowie Standortdienste.

Bei iPhones macht die Display-Helligkeit demnach bis zu 50 Prozent des Verbrauchs aus, Standortdienste liegen bei rund 15 Prozent. Zudem verbrauchen iPhones nach Software-Updates für 24 bis 48 Stunden vorübergehend mehr Energie, da im Hintergrund eine Indizierung des Geräts läuft.

Energiesparmodi richtig nutzen

Samsungs Power-Saving-Modus reduziert Helligkeit, Systemleistung und Hintergrundaktivität. Über die One-UI-Einstellungen unter „Akku > Energiesparen“ lässt sich der Battery Saver dauerhaft aktivieren, ohne das Gerät zu schädigen – er begrenzt lediglich Hintergrundprozesse und senkt Helligkeit sowie Bildwiederholrate.

Allerdings weisen Ratgeber auch darauf hin, dass Energiesparmodi generell die Leistung drosseln und sich negativ auf Gaming, Videowiedergabe oder Multitasking auswirken können; bei Bedarf lässt sich der Modus jederzeit wieder deaktivieren.

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Auf Android-Geräten lassen sich zudem Quick-Settings-Kacheln für den Batteriesparmodus einrichten, die über das Bearbeiten-Menü angepasst werden können.

Für Nutzer, die gezielt einzelne Apps stromsparend „einfrieren“ wollen, wird die App Greenify empfohlen, die stromhungrige Anwendungen in einen Ruhezustand versetzt. Sie wurde ursprünglich 2013 von Tianzhen Wang veröffentlicht und lässt sich nach der Installation über den Play Store per Gerätescan konfigurieren.

Bei iOS zeigt die App-Verbrauchsübersicht unter „Einstellungen > Batterie“ detailliert, welche Anwendungen wie viel Energie im Vorder- und Hintergrund verbrauchen. Empfohlen wird, die Hintergrundaktualisierung einzuschränken, Standortdienste app-spezifisch anzupassen, Benachrichtigungen zu reduzieren und bei Bedarf den Stromsparmodus zu aktivieren.

Netzverbindung und Navigation als Faktoren

Schlechter Mobilfunkempfang zwingt Smartphones dazu, mit höherer Sendeleistung nach Netzverbindung zu suchen, was den Akku zusätzlich belastet. Bei schwacher Abdeckung wird empfohlen, kurzzeitig den Flugmodus ein- und wieder auszuschalten; bei anhaltenden Problemen helfen laut den Guides ein Geräteneustart, die Prüfung auf Netzausfälle beim Anbieter, ein Blick auf SIM oder eSIM sowie das Zurücksetzen der Netzwerkeinstellungen.

Für 5G-fähige iPhones ab Modell 12 lässt sich die Verbindung unter „Mobilfunk > Mobilfunkoptionen > Sprache & Daten“ steuern; bei Android erfolgt dies über „Netzwerk & Internet > Mobiles Netz > Netzwerkmodus“. Ein reiner 5G-Only-Modus maximiert zwar die Geschwindigkeit, erhöht aber den Stromverbrauch merklich.

Auch bei der Navigation gibt es laut den Ratgebern deutliche Unterschiede: Online-Kartendienste verbrauchen demnach 10 bis 20 Prozent Akku pro Stunde, während vorab heruntergeladene Offline-Karten den Verbrauch um 30 bis 50 Prozent senken können, da keine ständige Datenverbindung nötig ist.

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Langfristige Batteriegesundheit

Neben kurzfristigen Spareinstellungen spielt auch der langfristige Umgang mit dem Akku eine Rolle. Die sogenannte 20-80-Regel – also das Laden des Geräts nur zwischen 20 und 80 Prozent – kann laut Ratgebern die Akkulebensdauer schonen, verhindert die grundsätzliche Alterung der Zelle aber nicht. Für Vielnutzer gilt die Regel als wenig praktikabel im Alltag.

Empfohlen wird stattdessen, Hitze zu vermeiden und moderne Schutzfunktionen wie das „Optimized Charging“ zu nutzen, das etwa bei iPhones zum Einsatz kommt. Apple unterstützt seine Geräte den Angaben zufolge mit Software-Updates über einen Zeitraum von fünf bis acht Jahren, was die Bedeutung eines schonenden Akku-Umgangs über die gesamte Nutzungsdauer unterstreicht.