Smartphone-Akku: Werbe-SDKs sammeln Daten heimlich – so sparen Sie Strom

Analysen zeigen: Apps, Display-Helligkeit und Hitze belasten Smartphone-Akkus stark. Hersteller reagieren mit XXL-Batterien und neuen Software-Funktionen.

Neue Branchenanalysen zeigen: Software-Konfigurationen, heimliche Datensammlung und Umwelteinflüsse sind die größten Stromfresser in aktuellen Smartphones. Besonders datenhungrige Apps setzen Geräten massiv zu.

Social-Media-Plattformen wie Facebook, Instagram, TikTok und Snapchat gehören weiterhin zu den größten Akku-Belastungen. Autoplay-Videos, häufige Hintergrundaktualisierungen und permanente Standortermittlung sorgen dafür, dass Geräte selbst im Ruhezustand erheblich Energie verlieren. Für Nutzer bedeutet das: Wer seine Akkulaufzeit verlängern will, sollte die Hintergrundaktivitäten dieser Apps gezielt einschränken.

Heimliche Datensammler in scheinbar harmlosen Apps

Die Datenschutzorganisation Electronic Frontier Foundation (EFF) hat am 4. August aufgedeckt, dass mehrere Werbe-SDKs standardmäßig Standortdaten der Nutzer erfassen. Betroffen sind unter anderem die Anbieter InMobi, BidMachine und Huawei Petal Ads. Besonders tückisch: Die Datensammlung findet häufig in scheinbar harmlosen Utility-Apps statt. Ein QR-Scanner mit über 50 Millionen Downloads sowie ein GPS-Tachometer mit 10 Millionen Downloads wurden dabei erwischt, wie sie Daten an BidMachine übermittelten.

Doch damit nicht genug: Sicherheitsforscher entdeckten zudem, dass bestimmte WebKit-Funktionen wie DNS-Prefetching und WebTransport auf iOS und macOS Proxy-Konfigurationen umgehen. Selbst wer Datenschutz-Tools wie iCloud Private Relay nutzt, riskiert dadurch die Offenlegung seiner echten IP-Adresse.

Diese Gewohnheiten schaden dem Akku am meisten

Technische Analysen vom Anfang August zeigen klare Einflussfaktoren auf die Akkugesundheit von iPhones. Eine Bildschirmhelligkeit von 100 Prozent erhöht den Stromverbrauch um bis zu 30 Prozent. Hintergrundaktualisierungen von Apps sind für 15 bis 20 Prozent des täglichen Verbrauchs verantwortlich. Wer sich in Gebieten mit schwachem Mobilfunksignal aufhält, muss mit einem 20 Prozent höheren Akkuverbrauch rechnen als bei WLAN-Nutzung.

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Wer sich mit dem Thema Hintergrundaktivitäten und App-Sicherheit befasst, sollte auch die tiefergehenden Risiken für seine Privatsphäre kennen. Dieser kostenlose Ratgeber enthüllt, wie Kriminelle Ihr Smartphone über scheinbar harmlose Anwendungen ausspähen können und wie Sie sich wirksam davor schützen. Was passiert mit Ihren Daten, wenn Sie zu viele Apps installiert haben?

Temperaturen sind der stille Killer: Umgebungswärme über 35 Grad Celsius schädigt Lithium-Ionen-Akkus dauerhaft. Experten warnen davor, Geräte im Auto liegen zu lassen – bei 30 Grad Außentemperatur kann der Innenraum innerhalb von 30 Minuten auf über 46 Grad ansteigen.

Für Samsung-Galaxy-Nutzer gibt es einen konkreten Tipp: Das Deaktivieren von Diagnose-Datenübertragungen und des Android-Personalisierungsdienstes in den Datenschutzeinstellungen entlastet den Akku spürbar. Auch die Anzeige des Akkustands ist lediglich eine Schätzung. Hersteller empfehlen gelegentliches Rekalibrieren: Das Gerät nach Erreichen von 100 Prozent noch zwei weitere Stunden laden.

Hersteller setzen auf XXL-Akkus

Die Industrie reagiert auf den wachsenden Energiebedarf mit deutlich größeren Batterien. Gleich mehrere Hersteller haben Anfang August neue Modelle mit massiven Akkukapazitäten vorgestellt:

  • POCO brachte am 4. August den M8 Power mit 8.000-mAh-Akku und 45-Watt-Ladung in Indien auf den Markt.
  • RealMe präsentierte das P4 Power 5G mit 10.001-mAh-Akku. Tests zufolge hält das Gerät rund drei Tage und unterstützt 80-Watt-Kabelladen.
  • OPPO setzt beim A7 Pro Max ebenfalls auf 10.000 mAh, kombiniert mit 80 Watt und 27 Watt reversibler Ladung.
  • Redmi zeigt in seiner Zehn-Jäheres-Bilanz: Die 2026er-Modelle verfügen über 5.000-mAh-Akkus mit 100-Watt-Ladung und einen KI-gesteuerten Health-Engine, die nach zwei Jahren noch 85 Prozent Akkukapazität garantieren soll.
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Software-Updates sollen das Management automatisieren

Für Ende 2026 kündigen sich weitere Verbesserungen an. Apple bereitet offenbar watchOS 27 für September vor – inklusive proaktiver Akku-Verlängerungsmeldungen. Die Funktion deaktiviert automatisch ungenutzte Hintergrundfunktionen wie Trainingserinnerungen und informiert den Nutzer darüber.

Auch beim erwarteten iPhone 18 Pro Max, das ebenfalls im September erscheinen soll, deuten Leaks auf eine Besonderheit hin: Die Akkukapazität könnte je nach Region variieren. Internationale Modelle sollen zwischen 5.100 und 5.200 mAh bieten, Versionen für den US-Markt möglicherweise bis zu 5.425 mAh.