Smartphone-Akkus: 8.000 mAh wird Mittelklasse-Standard

Hersteller statten Mittelklasse-Smartphones mit XXL-Akkus aus, während faltbare Geräte auf Silizium-Kohlenstoff-Technologie setzen.

Immer mehr Hersteller setzen auf XXL-Akkus und modernste Materialien – der Trend zu 8.000 mAh erreicht die Mittelklasse.

Die Smartphone-Branche erlebt einen grundlegenden Wandel in der Energieversorgung. Während die Nachfrage nach längerer Laufzeit steigt, setzen Hersteller zunehmend auf extreme Akkukapazitäten und fortsrittliche Materialien. Besonders in der Mittelklasse zeichnet sich ein neuer Standard ab: Zellen mit 8.000 mAh werden zum Maßstab, während faltbare High-End-Geräte auf Silizium-Kohlenstoff-Technologie setzen.

Neue Maßstäbe in der Mittelklasse

Ein neuer Benchmark für Ausdauer hat sich etabliert. Am 30. Juni präsentierte OnePlus in Indien das OnePlus N6 – ausgestattet mit einem massiven 8.000-mAh-Akku und 45-Watt-Schnellladefunktion. Das Gerät soll bis zu drei Tage Laufzeit mit einer einzigen Ladung ermöglichen. Auch realme zieht nach: Das P4x nutzt ebenfalls eine 8.000-mAh-Zelle. In speziellen Gaming-Tests zeigte das Gerät beeindruckende Effizienz – eine Stunde Spielzeit verbrauchte nur elf Prozent der Kapazität, und in Mobile-Battle-Arena-Spielen wurden zehn Stunden erreicht.

Im Einsteigersegment brachte iQOO am 3. Juli in China das Z11i auf den Markt. Das Gerät kombiniert einen 6.500-mAh-Akku mit dem Snapdragon 4 Gen 2-Chipsatz. Auch Xiaomi positioniert sich in diesem Trend: Das Poco F8 Pro, aktuell für rund 450 Euro erhältlich, bietet ebenfalls 6.500 mAh und erzielte in standardisierten Tests fast 21 Stunden Laufzeit.

Faltbare Geräte setzen auf neue Akku-Chemie

Der Markt für faltbare Smartphones setzt zunehmend auf Silizium-Kohlenstoff-Technologie, um trotz schlanker Bauweise maximale Kapazitäten zu erreichen. Das HONOR Magic V6, das am 1. Juli in Europa startete, nutzt einen 6.660-mAh-Akku auf dieser Basis. Trotz des großen Dual-OLED-Displays verspricht das Gerät rund zwei Tage Laufzeit.

Auch Motorola erweitert sein faltbares Portfolio mit leistungsstärkeren Zellen. Das Motorola Razr Fold, das am 15. Juli in Australien auf den Markt kommt, ist mit einem 6.000-mAh-Akku und 80-Watt-Kabelaufladung ausgestattet. Das Motorola Razr Plus (2026) hingegen setzt auf einen 4.500-mAh-Silizium-Kohlenstoff-Akku – eine Steigerung von 12,5 Prozent gegenüber dem Vorgänger, bei gleichbleibendem Gewicht von 189 Gramm.

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Apple plant deutliche Kapazitätssprünge

Zwischen dem 1. und 3. Juli kursierten Berichte, wonach Apple für die kommende iPhone 18-Serie eine deutliche Aufwertung der Akkukapazität plant. Branchenquellen zufolge könnte das iPhone 18 Pro Max in der eSIM-Version bis zu 5.425 mAh bieten, während Modelle mit physischem SIM-Slot auf 5.235 mAh kommen.

Das entspräche einem Plus von rund 6,6 bis 8,5 Prozent gegenüber dem iPhone 17 Pro Max. Weitere Gerüchte deuten auf ein faltbares „iPhone Ultra“ hin, das künftig eine Kapazität zwischen 5.500 und 5.800 mAh bieten könnte. Auch das Standard-iPhone 18 Pro soll zulegen – die nordamerikanische Variante könnte auf 4.288 mAh kommen.

So bleibt der Akku länger fit

Während die Hersteller die Hardware-Kapazitäten nach oben schrauben, haben Experten ihre Empfehlungen zur Akkupflege aktualisiert. Lithium-Ionen-Akkus halten demnach typischerweise 300 bis 500 vollständige Ladezyklen durch – das entspricht etwa zwei bis drei Jahren bei normaler Nutzung.

Um die Lebensdauer der Hochleistungszellen zu verlängern, empfehlen Fachleute, den Ladezustand zwischen 20 und 80 Prozent zu halten, extreme Hitze zu vermeiden und die Zahl der Hintergrund-Apps zu begrenzen. Ein weiterer Trend: Immer mehr Hersteller setzen auf langen Software-Support. Google, Samsung und HONOR haben für ihre Flaggschiffe bis zu sieben Jahre Betriebssystem-Updates zugesagt. Damit wird die Akku-Langlebigkeit zum entscheidenden Faktor für Nutzer, die ihre Geräte über die gesamte Support-Dauer behalten wollen.

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Der Markt erwartet weitere Neuzugänge in der Ober- und Einstiegsklasse. Dazu gehört das Nothing Phone (4b), das am 7. Juli vorgestellt werden soll – mit einer erwarteten Akkukapazität von bis zu 6.000 mAh.