Ausnahmen gibt es nur für besonders langlebige und robuste Geräte.
Neue EU-Verordnung: Strengere Regeln für Hersteller
Am 14. Juli 2026 verabschiedete die EU-Kommission einen delegierten Rechtsakt, der die Anforderungen an die Zugänglichkeit von Batterien in elektronischen Geräten präzisiert. Demnach müssen Smartphones und Tablets ab dem 18. Februar 2027 mit Akkus ausgestattet sein, die sich mit handelsüblichen Werkzeugen austauschen lassen.
Smartwatches und Fitness-Tracker sind von dieser Regelung ausgenommen. Auch Smartphones können eine Ausnahme erhalten – allerdings nur unter strengen Auflagen: Sie müssen nach 1.000 Ladezyklen noch 80 Prozent ihrer ursprünglichen Kapazität behalten (oder 83 Prozent nach 500 Zyklen) und zusätzlich die Schutzklasse IP67 gegen Staub und Wasser erfüllen. Die EU-Kommission stellte jedoch klar: Professionelle Reparaturdienste müssen die Geräte weiterhin warten können.
Ladegewohnheiten: Der 80-Prozent-Trick verlängert die Lebensdauer
Wer seinen Akku schont, kann die Lebensdauer des Smartphones deutlich verlängern. Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen: Wer den Ladevorgang bei 80 Prozent beendet, reduziert die chemische Belastung der Batterie erheblich. Besonders lohnt sich diese Praxis für Nutzer, die ihr Gerät länger als vier Jahre behalten möchten oder auf einen hohen Wiederverkaufswert setzen.
Apple, Samsung und Google haben daher spezielle Schutzfunktionen in ihre Betriebssysteme integriert. iPhone-Nutzer können zusätzlich Hintergrundaktualisierungen deaktivieren, die Bildschirmhelligkeit reduzieren und den Energiesparmodus bereits bei 50 Prozent Akkustand aktivieren. Experten warnen jedoch: Für Vielnutzer und Reisende, die auf die maximale Tageskapazität angewiesen sind, ist die 80-Prozent-Grenze nicht immer praktikabel.
Brandgefahr an Bord: Immer mehr Zwischenfälle mit Lithium-Ionen-Akkus
Die Dringlichkeit eines besseren Batteriemanagements zeigt sich in mehreren spektakulären Sicherheitsvorfällen Mitte Juli 2026. Ein Flug von Alaska Airlines (Flug 2117) musste in Wichita notlanden, nachdem ein Smartphone und eine Powerbank eines Passagiers Feuer gefangen hatten. Der Besitzer erlitt Verbrennungen.
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Nur einen Tag später, am 18. Juli, wurde ein easyJet-Flug von Hurghada nach London nach Rom umgeleitet. Grund: Eine Powerbank wurde in einem aufgegebenen Koffer geladen – ein klarer Verstoß gegen internationale Luftsicherheitsregeln.
Fluggesellschaften und Aufsichtsbehörden bezeichnen Brände von Lithium-Ionen-Akkus inzwischen als die am schnellsten wachsende Sicherheitsbedrohung in der Luftfahrt. Mehrere internationale Airlines haben die Nutzung von Powerbanks während des Flugs bereits verboten.
Großrückruf: Tausende Akkus von Greenworks betroffen
Auch abseits der Luftfahrt wächst die Gefahr. Am 17. Juli 2026 leitete Greenworks Tools einen Rückruf von rund 554.780 Lithium-Ionen-Akkus der Marke Kobalt ein. Die zwischen Januar und Mai 2026 verkauften Akkus zeigten in 34 Fällen Rauchentwicklung oder Funkenbildung, wenn sie über USB-C geladen wurden, während sie noch an einem Elektrowerkzeug befestigt waren.
Technischer Fortschritt: Immer größere Akkus, neue Standards
Trotz aller Sicherheitsbedenken treiben die Hersteller die Entwicklung weiter voran. Mitte Juli 2026 brachte Motorola das Edge 70 Max auf den Markt – das erste Android-Gerät mit nativen Qi-2.2.1-Magneten und 25-Watt-Drahtlosladung. Angetrieben wird es von einem 7.100 mAh starken Silizium-Kohlenstoff-Akku.
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Realme zog mit dem NARZO 100x 5G nach, das einen 8.000-mAh-Akku bietet. Infinix präsentierte das HOT 70 Pro mit Kapazitäten von bis zu 6.000 mAh.
Erste Tests des Qi2-Drahtlosladestandards über das vergangene Jahr – unter anderem mit dem Galaxy S25 Edge und dem iPhone Air – zeigen: Das magnetische Ausrichtungssystem hat die Überhitzungs- und Degradationsprobleme älterer Technologien weitgehend gelöst.
Google schließt Lücken: Android 17 QPR1 Beta 7 behebt Ladefehler
Auch softwaretechnisch tut sich etwas. Am 17. Juli 2026 veröffentlichte Google Android 17 QPR1 Beta 7 (Build CP31.260623.005). Der Update enthält einen kritischen Fix für die „Battery Share“-Funktion – das umgekehrte drahtlose Laden – auf Pixel-6- bis Pixel-10-Geräten. Zuvor verhinderte ein Bug das Laden sekundärer Geräte oder zeigte falsche Animationen an. Auch Darstellungsfehler im Schnelleinstellungsmenü für Batterie- und Datensymbole wurden behoben.


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