Smartphone-Akkutest: Xiaomi 17T Pro schlägt Redmi mit kleinerem Akku

Xiaomi 17T Pro hält im Videotest 28 Stunden durch; effizientere Chips gleichen den Kapazitätsvorsprung des Redmi aus.

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Eine besonders hohe Nennkapazität garantiert im Smartphone-Alltag nicht automatisch die Spitzenposition bei der tatsächlichen Ausdauer. Dies verdeutlicht ein am 24. Oktober 2026 veröffentlichter Vergleichstest des Portals netzwelt.de.

Das Redmi Note 17 Pro Max 5G trat dabei mit dem mit Abstand größten Akku im Testfeld an, belegte bei der praktischen Ausdauer jedoch nur den dritten Platz. Trotz eines Energiespeichers mit 9.210 mAh erreichte das Gerät bei der Videowiedergabe über das Mobilfunknetz und voller Displayhelligkeit eine Laufzeit von 26,5 Stunden.

Kleinere Akkus schlagen das Spitzenmodell bei der Ausdauer

Im direkten Vergleich zogen gleich zwei Schwestermodelle aus dem Xiaomi-Konzern am nominellen Ausdauer-Schwergewicht vorbei. Den Testsieg sicherte sich das Xiaomi 17T Pro. Obwohl dessen Akkumulator mit 7.000 mAh deutlich kleiner ausfällt, erzielte das Modell eine Videowiedergabezeit von 28 Stunden. Auf dem zweiten Rang folgte das Poco F9 Ultra, dessen 8.050-mAh-Energiezelle eine Laufzeit von 27 Stunden ermöglichte.

Hinter dem Redmi Note 17 Pro Max 5G reihten sich weitere Modelle des Herstellers ein: Das Xiaomi 17 Ultra mit 6.000 mAh sowie das Standardmodell Xiaomi 17 mit 6.330 mAh erreichten im selben Testverfahren jeweils eine Laufzeit von 20 Stunden.

Auch preislich unterscheiden sich die verglichenen Geräte deutlich: Das Redmi Note 17 Pro Max 5G wird für 499,90 Euro gelistet, während das Xiaomi 17T Pro mit 719,90 Euro und das Poco F9 Ultra mit 1.019,90 Euro zu Buche schlagen.

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Effizientere Halbleiterarchitektur macht den Unterschied

Als Hauptursache für die Diskrepanz zwischen reiner Speicherkapazität und tatsächlicher Nutzungszeit nennt der Testbericht die verbauten Prozessorplattformen.

Während im Redmi Note 17 Pro Max 5G ein im älteren 4-Nanometer-Verfahren gefertigter Snapdragon 6 Gen 5 zum Einsatz kommt, greifen die besser platzierten Geräte auf moderne 3-Nanometer-Chipsätze wie den Snapdragon 8 Elite Gen 5 oder den Dimensity 9500 zurück.

Die feinere Fertigung der Halbleiter sorgt für einen wesentlich geringeren Energiebedarf bei rechenintensiven Aufgaben und gleicht den Kapazitätsnachteil von mehr als 2.000 mAh gegenüber dem Redmi-Modell mehr als aus.

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Kapazitätszuwächse im gesamten Smartphone-Segment

Die Testergebnisse spiegeln den anhaltenden Trend zu massiv vergrößerten Akkus wider, der die gesamte Branche erfasst hat. Neue Zelltechnologien erlauben es Herstellern, die nominellen Werte stark anzuheben. Dies zeigt sich auch an anderen aktuellen Modellen im Markt: So erreicht das Edge 70 Max von Motorola mit einem 7.100-mAh-Akku knapp 28 Stunden im Wi-Fi-Test, während Googles Pixel 10 Pro XL mit 5.200 mAh im PhoneBuff-Laufzeittest auf 26 Stunden und 45 Minuten kommt.

Der jüngste Vergleichstest unterstreicht jedoch, dass die reine Milliamperestunden-Angabe ohne Berücksichtigung der Chip-Effizienz nur bedingt Rückschlüsse auf die tatsächliche Durchhaltefähigkeit im Alltag zulässt.