Eine Rekordhitzewelle mit Temperaturen bis zu 36,7 Grad Celsius sorgt in Großbritannien für neue Warnungen: Smartphones und andere elektronische Geräte stoßen an ihre thermischen Grenzen. Die Behörden warnen vor dauerhaften Batterieschäden und sogar Brandgefahr.
Wenn das iPhone streikt
Mobile Geräte sind für einen Betrieb zwischen null und 35 Grad ausgelegt. Wer sein Smartphone bei höheren Temperaturen nutzt, riskiert eine dauerhafte Verkürzung der Akkulaufzeit. Die Symptome sind deutlich spürbar: Das Display dimmt sich automatisch, der Prozessor wird gedrosselt, der Kamerablitz deaktiviert sich. Und dann erscheint die Meldung: Laden pausiert – bis das Gerät wieder abgekühlt ist.
Was tun? Experten raten, das Handy in den Schatten zu legen und die Schutzhülle zu entfernen. Die Hülle wirkt wie eine Isolationsschicht und speichert die Wärme. Achtung: Niemals das Gerät in den Kühlschrank oder Gefrierschrank legen! Der plötzliche Temperaturwechsel verursacht Kondenswasser im Inneren – das killt die Elektronik endgültig.
Clevere Tricks für heiße Tage
Um die Hitzeentwicklung zu reduzieren, helfen ein paar einfache Kniffe. Verzichte auf aufwendige Spiele oder GPS-Navigation während der heißesten Stunden. Wer nicht auf Navigation verzichten kann, sollte Karten vorher offline laden – das entlastet das Mobilfunkmodem.
Weitere Tipps für die heiße Jahreszeit:
- Kabel statt drahtlos laden: MagSafe und andere Wireless-Ladegeräte erzeugen mehr Wärme als das klassische Kabel
- Hintergrundaktualisierungen deaktivieren: Spart Rechenleistung und damit Wärme
- Dunkelmodus aktivieren: Reduziert den Stromverbrauch des Displays
- Software aktuell halten: Neuere Versionen enthalten oft Optimierungen für besseres Wärmemanagement
Gefahr am Himmel: Lithium-Batterien im Flugzeug
Die britische Luftfahrtbehörde CAA startete am heutigen Samstag eine Sommerkampagne mit dem Titel „Pack Right“. Der Hintergrund ist alarmierend: Über 100 Millionen Batterien werden jährlich falsch gepackt. Lithium-Batterie-Zwischenfälle an Bord kommen aktuell etwa zweimal pro Woche vor.
Die Zahl der gemeldeten Überhitzungsfälle hat sich zwischen 2024 und 2025 nahezu verdoppelt. Passagiere müssen Powerbanks, Handys und E-Zigaretten zwingend im Handgepäck mitführen – niemals im aufgegebenen Koffer. Und: Powerbanks dürfen während des Fluges nicht geladen werden.
Gerade bei extremer Hitze sind optimierte Systemeinstellungen entscheidend, um den Akku Ihres iPhones zu entlasten und die Hardware zu schonen. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Updates sicher installieren und welche Einstellungen Ihre Privatsphäre zusätzlich schützen. iOS-Updates sicher und einfach installieren
Wenn der Akku durchgeht
Die Gefahr ist real: Am 26. Juni 2026 kam es in South Philadelphia zu einem tödlichen Brand, ausgelöst durch einen E-Bike-Akku. Sicherheitsexperten warnen: Zeigt ein Akku Schwellungen, wird extrem heiß oder qualmt – sofort in Sicherheit bringen. Solche Batterien können in einen sogenannten „thermischen Durchgeher“ geraten, eine unkontrollierte Kettenreaktion.
Die Hitzewelle hat auch die Infrastruktur hart getroffen. In London maßen Wärmebildkameras Bodentemperaturen von bis zu 57 Grad, auf Asphalt sogar 65 Grad. Der Londoner Rettungsdienst verzeichnete unter der Woche einen Anstieg lebensbedrohlicher Notrufe um 50 Prozent. Der heißeste Junitag wurde mit 36,7 Grad in Somerset gemessen.
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Ausblick: Kühlere Zeiten für Smartphones?
Die Industrie arbeitet an Lösungen. Gerüchten zufolge soll das angeblich für September 2026 erwartete faltbare iPhone Ultra mit einer Dampfkammerkühlung und einem Scharnier aus Flüssigmetall ausgestattet sein. Die Technologie ist nicht neu: Bereits das aktuelle iPhone 17 Pro setzt auf Dampfkammerkühlung, um die Abwärme effizienter abzuleiten als herkömmliche Komponenten. Ein Schritt in die richtige Richtung – denn die Sommer werden nicht kühler werden.

