Smartphone-Markt: Auslieferungen brechen im dritten Quartal um 20 Prozent ein

Steigende Komponentenpreise belasten den Smartphone-Markt; Counterpoint meldet für das dritte Quartal 20 Prozent weniger Auslieferungen.

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Angesichts spürbar anziehender Komponentenkosten und einbrechender weltweiter Absatzzahlen empfehlen aktuelle Kaufberatungen und Marktanalysen Verbrauchern, bei der Anschaffung von Smartphones und PCs auf konkrete technische Merkmale statt auf pauschale Ranglisten zu achten.

Im Fokus stehen dabei Kriterien wie Arbeitsspeicher, Gerätespeicher, Displayeigenschaften sowie die Leistungsaufnahme von Grafikprozessoren, wie aus Branchenberichten vom 12. Oktober 2026 hervorgeht. Hintergrund der veränderten Kaufempfehlungen ist ein spürbarer Preisanstieg, der sich bei den Konsumenten bemerkbar macht.

Teuerung prägt Kaufentscheidungen weltweit

Eine Umfrage von Counterpoint Research unter mehr als 5.000 Befragten in Indien, China, den USA, Großbritannien und Deutschland zeigt, dass 63 Prozent derjenigen, die in den kommenden sechs Monaten einen Gerätekauf planen, gestiegene Preise wahrnehmen.

In China gaben dies 81 Prozent der Befragten an, in Deutschland 70 Prozent und in Indien 66 Prozent. In den USA und in Großbritannien registrierten jeweils 50 Prozent der Teilnehmenden teurere Geräte.

Demnach planen 50 Prozent der Befragten ihren Neukauf gezielt während Feiertags- oder Rabattaktionen. In der Generation Z liegt dieser Wert bei 56 Prozent, bei den Millennials bei 50 Prozent. Auf Länderebene beabsichtigen dies in Indien 69 Prozent, in Deutschland 57 Prozent und in den USA 48 Prozent der Kaufwilligen.

Sollten Angebote nicht den Erwartungen entsprechen, würden 44 Prozent ihr geplantes Budget erhöhen, 35 Prozent nach günstigeren Alternativen im ursprünglichen Preisrahmen suchen und 37 Prozent die Anschaffung gänzlich verschieben.

In Deutschland stehen dabei der Amazon Prime Day und der Black Friday mit jeweils 35 Prozent an der Spitze der bevorzugten Einkaufszeitpunkte; 22 Prozent der deutschen Befragten bevorzugen kostenlose Speicher-Upgrades als Kaufanreiz. In Indien favorisieren 37 Prozent direkte Preisrabatte, in den USA 27 Prozent Gratis-Telefone.

Einbruch bei weltweiten Smartphone-Auslieferungen

Die Kaufzurückhaltung trifft auf einen Markt im Umbruch. Laut vorläufigen Schätzungen von Counterpoint Research sanken die weltweiten Smartphone-Auslieferungen im dritten Quartal 2026 im Jahresvergleich um 20 Prozent, was den niedrigsten Stand für ein drittes Quartal seit 2012 markiert.

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Zugleich verteuerten sich die Einzelhandelspreise für Smartphones im bisherigen Jahresverlauf weltweit um 20 Prozent. Bis zum Jahresende 2026 wird für Bestandsmodelle ein durchschnittlicher Preisanstieg von 20 Prozent erwartet, während neue Modellreihen im Jahresvergleich um bis zu 30 Prozent teurer ausfallen.

Shilpi Jain von Counterpoint Research erklärte, dass extreme Engpässe bei Speichermodulen zu einer selektiveren Marktphase führten. Während die Nachfrage nach Premiumgeräten vergleichsweise widerstandsfähig bleibe, vergrößere sich die Lücke zu preisgünstigeren Segmenten. Gerätehersteller gäben der Profitabilität derzeit den Vorzug vor dem reinen Absatzvolumen.

Kostendruck durch Komponentenpreise

Verantwortlich für die Preissteigerungen sind stark verteuerte Schlüsselkomponenten. Laut TrendForce stiegen die regulären Vertragspreise für DRAM im dritten Quartal 2026 um 13 bis 18 Prozent, nachdem sie im früheren Jahresverlauf bereits um 93 bis 98 Prozent zugelegt hatten. Counterpoint berichtet von Speicherkosten, die sich über den Zeitraum von drei Quartalen annähernd vervierfachten.

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Abiel Reinhart von J.P. Morgan wies darauf hin, dass der Erzeugerpreisindex für Speichergeräte sowie der Verbraucherpreisindex für Software und Zubehör seit Ende 2024 um 23 Prozent gestiegen seien. Der Importpreisindex für Computer, Peripheriegeräte und Teile legte um 37 Prozent zu.

IDC prognostiziert für das Gesamtjahr 2026 einen Rückgang der weltweiten Smartphone-Auslieferungen um 16,7 Prozent auf knapp über eine Milliarde Einheiten, während der durchschnittliche Verkaufspreis um 27,6 Prozent auf 581 US-Dollar ansteigen soll.

Im dritten Quartal 2026 behauptete Samsung mit 23 Prozent Marktanteil die weltweite Spitzenposition, gestützt durch das Galaxy Z Fold 8, gefolgt von Apple mit 22 Prozent.

Wie Nikkei Asia am 12. Oktober 2026 berichtete, kürzte Apple die Komponentenbestellungen für das iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max für Oktober um mindestens 15 Prozent gegenüber den ursprünglichen Planungen, da die Nachfrage schwächer als erwartet ausfiel. Das iPhone 18 Pro startet bei 1.199 US-Dollar und das Pro Max bei 1.299 US-Dollar – jeweils 100 US-Dollar über den Vorjahresmodellen.