Besonders NFC-Angriffe und gezielte Betrugsmaschen rund um neue Hardware- und Software-Releases nehmen rasant zu.
Android-Geräte im Visier von NFC-Angreifern
Die Zahlen sind alarmierend: In den ersten vier Monaten des Jahres verzeichnete Kaspersky einen Anstieg von NFC-Angriffen auf Android-Smartphones um 188 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Weltweit blockierten die Sicherheitssysteme über 35.600 Angriffsversuche.
Die Täter setzen dabei auf manipulierte Apps oder das sogenannte Reverse-NFC-Verfahren. Sie geben sich als Banken oder Behörden aus, um an die Zahlungsfunktionen der Geräte zu gelangen. Schadprogramme wie SuperCard X, PhantomCard, NGate und NFCGate sind im Umlauf.
Experten raten: Apps nur aus offiziellen Quellen installieren. Niemals Anweisungen von Unbekannten folgen, die zur Installation von Zertifikaten auffordern.
Hohe Scam-Dichte im deutschen Mobilfunkmarkt
Auch Norton-Daten belegen die dramatische Lage in Deutschland. Anfang des Jahres blockierte der Sicherheitsdienst über 25,5 Millionen Betrugsversuche. Scams machen demnach rund 78,1 Prozent aller mobilen Bedrohungen aus.
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Die Täter nutzen Alltagssituationen aus: gefälschte Buchungsbestätigungen, betrügerische Kalendereinladungen oder Phishing-Nachrichten über Messenger. Ein häufiges Warnsignal ist künstlich erzeugter Handlungsdruck.
Sicherheitsforscher empfehlen: Informationen immer direkt über offizielle Webseiten oder Apps prüfen. Das gilt auch für aktuelle Phishing-Mails, die eine angebliche Sommer-Klimabeihilfe der Bundesregierung versprechen – dafür gibt es keine reale Grundlage.
Neue Abwehrmechanismen der Hersteller
Apple reagiert mit iOS 27 auf die Bedrohungslage. Das neue Sicherheits-Framework „Trust Insights“ analysiert Verhaltensmuster auf dem Gerät und erkennt Social Engineering. Bei verdächtigen Aktivitäten können Apps Warnungen ausgeben oder Finanztransaktionen verlangsamen. Die Deaktivierung ist nur nach einer Sicherheits-Abkühlphase möglich.
Bereits mit iOS 26.4.2 schloss Apple die Sicherheitslücke CVE-2026-28950. Forscher des CISPA-Instituts wiesen zudem auf Schwachstellen in AirDrop und Quick Share hin, die zu Systemabstürzen führen können. Empfehlung: Die Sichtbarkeit der Dienste auf bekannte Kontakte beschränken.
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Samsung testet für One UI 9 einen automatischen Sicherheitsmodus. Dieser sieht zusätzliche Abfragen nach PIN oder Passwort im Power-Menü vor.
Risiken bei Hardware-Käufen und Software-Hypes
Auch der Markt für Smartphone-Hardware und populäre Software lockt Kriminelle an. Malwarebytes und NordVPN warnen vor gefälschten Webseiten, die einen vorzeitigen Zugang zu GTA 6 anbieten. Nutzer werden oft dazu verleitet, in Kryptowährungen zu zahlen – ohne jemals Zugriff auf das Produkt zu erhalten.
Beim Smartphone-Kauf zeigt sich ein volatiles Preisgefüge. Das Poco F8 Pro mit Snapdragon 8 Elite und UVP von 699 Euro ist teilweise schon für rund 450 Euro erhältlich. Die Branche warnt jedoch vor überteuerten Angeboten bei knappem Bestand.
Als preiswerte Alternativen für Sicherheitsbewusste gelten das Samsung Galaxy A35 5G oder das Poco F6. Käufer sollten jedoch wissen: Beim besonders günstigen CMF Phone 1 fehlt NFC.
Branchenexperten betonen: Die effektivste Verteidigung gegen professionalisierte Cyberkriminalität ist die Kombination aus aktueller Software, lokaler Verhaltensanalyse und erhöhter Aufmerksamkeit der Nutzer.

