Eine aktuelle Untersuchung zeigt gravierende Lücken bei der Gesichtserkennung, während zeitgleich neue Hardware-Fehler und Software-Pannen bekannt werden.
Jedes zweite Smartphone per Foto entsperrbar
Der niederländische Verbraucherschutzverband Consumentenbond hat 133 Smartphone-Modelle unter die Lupe genommen – mit alarmierendem Ergebnis. 69 Prozent der getesteten Geräte ließen sich mit einem hochauflösenden Foto des Besitzers entsperren. Betroffen sind 92 Modelle, darunter auch Flaggschiffe wie das Samsung S25 Ultra und das Oppo Find X Pro.
Die Untersuchung umfasste Geräte, die seit Mitte 2023 auf den Markt kamen. Besonders anfällig zeigten sich Modelle von Motorola, Oppo und Redmi. Einzig Apple und Google schnitten in der Studie gut ab: Ihre biometrischen Systeme widerstanden dem Foto-Trick.
Kein Wunder also, dass Sicherheitsexperten warnen: Wer auf Gesichtserkennung setzt, sollte genau wissen, welchem Hersteller er vertraut.
Legitime Wege aus der Sperrfalle
Was tun, wenn das eigene iPhone plötzlich blockiert ist? Im Netz kursieren zahlreiche angebliche Tricks – etwa über Taschenrechner oder Siri. Die Wahrheit ist ernüchternd: Diese Methoden funktionieren nicht.
Wer wirklich Zugriff auf ein gesperrtes iPhone verloren hat, bleibt nur der Werksreset – und damit der Verlust aller lokalen Daten. Drei Wege führen zum Ziel:
- Direkt vom Gerät aus: Seit iOS 15.2 können Nutzer nach mehreren fehlgeschlagenen Passcode-Versuchen das iPhone direkt vom Sperrbildschirm zurücksetzen – Voraussetzung ist eine Internetverbindung.
- Über die Cloud: Die „Mein iPhone suchen“-Funktion auf iCloud.com ermöglicht das Löschen aus der Ferne.
- Wiederherstellungsmodus: Per Computer und Kabel bleibt dieser Weg besonders für ältere Betriebssysteme die letzte Rettung.
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Eine aktuelle Demonstration vom 9. Juli 2026 zeigte zudem, dass sich diese Methoden auch auf die iOS-27-Beta anwenden lassen – inklusive Downgrade zur öffentlichen Version während des Resets.
Hardware-Fehler: Diese Lücke lässt sich nicht schließen
Besonders brisant: Am 10. Juli 2026 wurde die Sicherheitslücke „usbliter8″ öffentlich. Sie steckt im SecureROM von Geräten mit A12- und A13-Chips – darunter iPhone XR, iPhone 11, das iPhone SE der zweiten Generation sowie bestimmte iPad- und Apple-Watch-Modelle. Weil der Fehler auf Hardware-Ebene sitzt, ist er nicht durch Software-Updates behebbar. Die gute Nachricht: Ein Angreifer braucht physischen Zugriff auf das Gerät.
Nur einen Tag zuvor, am 9. Juli, präsentierte ein Forscher eine Methode, um die Aktivierungssperre eines iPhone 13 mit iOS 18.6 zu umgehen – mithilfe einer Quick-Start-Migration von einem älteren iPhone 7. Apple hat den Fehler inzwischen bestätigt und erklärt, er sei in aktuellen Softwareversionen nicht mehr reproduzierbar.
Buchstaben-Panne: Wenn das Passwort plötzlich nicht mehr passt
Ein kurioser Software-Fehler sorgte am 11. Juli 2026 für Aufsehen: In iOS 26 führte ein Update dazu, dass ein bestimmtes Zeichen (ˇ) aus der Systemtastatur verschwand. Die Folge: Nutzer, die dieses Zeichen in ihrem Passcode verwendeten, konnten sich nicht mehr anmelden. Apple arbeitet nach eigenen Angaben an einem Fix.
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Klage gegen Apples Face ID
Doch nicht nur technische Pannen bereiten dem Konzern Kopfzerbrechen. Eine Sammelklage vom 4. Juli 2026 vor dem Bezirksgericht im Norden von Illinois wirft Apple vor, über Face ID Iris- und Netzhautscans ohne Einwilligung der Nutzer gesammelt zu haben – ein Verstoß gegen das Illinois Biometric Information Privacy Act (BIPA). Apple weist die Vorwürfe zurück. Sollte das Gericht einen Verstoß feststellen, drohen empfindliche Strafzahlungen.
iOS 26.5 stopft 60 Sicherheitslöcher
Um die Sicherheitslage zu verbessern, veröffentlichte Apple am 11. Juli 2026 das Update iOS 26.5. Es schließt rund 60 Schwachstellen, darunter sechs Kernel-Fehler (CVE-2026-28951) und etwa ein Dutzend Lücken in der WebKit-Engine. Das Update folgt auf iOS 26.2.1 vom 10. Juli, das vor allem Stabilitätsverbesserungen und Unterstützung für den AirTag 2 brachte – jedoch ohne größere Sicherheitspatches.

