Smartphone-Speicher: Warum 20 Prozent frei bleiben sollten

Integrierte Speicherfunktionen, gezielte Cache-Bereinigung und freie Kapazität helfen; weitreichende App-Rechte können die Privatsphäre gefährden.

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Spezielle Reinigungs- und Beschleunigungs-Programme von Drittanbietern bringen auf modernen Smartphones oft keinen Nutzen und können Sicherheitsrisiken bergen. Laut einem Bericht von vesti42.ru rät Alexander Dzhakoniya vom Telekommunikationsanbieter Megafon ausdrücklich von solchen Anwendungen ab.

Die Betriebssysteme iOS und Android verfügen längst über integrierte Mechanismen zur Speicherverwaltung, sodass zusätzliche Bereinigungs-Tools den physisch vorhandenen Gerätespeicher nicht vergrößern können.

Zudem warnt Dzhakoniya vor Drittanbieter-Apps, die weitreichende Zugriffsrechte auf Kontakte, Textnachrichten, das Mikrofon oder die Bedienungshilfen des Mobiltelefons fordern. Solche Freigaben stellen potenzielle Einfallstore für Datenschutzverletzungen dar.

Integrierte Systemeinstellungen statt Zusatzsoftware

Statt auf zweifelhafte Programme zu vertrauen, empfiehlt der Megafon-Experte, die Analysewerkzeuge der Smartphone-Hersteller zu nutzen. Bei Apple-Geräten lasse sich die Belegung über die Pfadeinstellungen für den iPhone-Speicher im Bereich Allgemein überprüfen, während Android-Nutzer die Übersicht direkt in den Systemeinstellungen unter dem Menüpunkt Speicher finden.

Für das manuelle Aufräumen rät Dzhakoniya dazu, gezielt den Zwischenspeicher (Cache) einzelner Apps zu leeren und nicht deren gespeicherte Anwendungsdaten anzurühren. Zudem helfe es, das automatische Herunterladen umfangreicher Mediendateien in Messenger-Diensten einzuschränken.

Vor dem Löschen von Fotos und Videos sei jedoch Vorsicht geboten: Da Cloud-Dienste wie iCloud Löschvorgänge synchronisieren, sollten Aufnahmen vor dem Entfernen separat gesichert werden. Ungenutzte Anwendungen ließen sich zudem archivieren oder auslagern, wobei lokale Daten erhalten bleiben sollten.

Empfehlungen für den Umgang mit älteren Mobilgeräten

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Dass Drittanbieter-Tools überflüssig sind, deckt sich mit Berichten weiterer Branchenbeobachter. Ein Bericht von jingmu.net legt nahe, zusätzliche Handy-Manager vollständig zu deinstallieren und stattdessen das Gerät alle zwei bis sieben Tage neu zu starten.

Zudem sollte vermieden werden, den internen Speicher zu stark auszureizen: Empfohlen wird, mindestens 20 Prozent des Speichers frei zu halten, Autostart-Berechtigungen abzustellen sowie dynamische Bildschirmhintergründe und Widgets zu reduzieren. Ein vollständiger Werksreset sei primär bei einer Software-Überlastung wirksam, nicht jedoch bei altersbedingtem Verschleiß von Akku oder Flash-Speicher.

Für ältere iPhones rät ein Bericht von engadget.com dazu, mindestens 10 Prozent des Gesamtspeichers freihalten – bei einem Gerät mit 128 Gigabyte entspricht dies etwa 12,8 Gigabyte. Zudem wird empfohlen, ungenutzte Apps über die entsprechende Systemeinstellung auszulagern und die Hintergrundaktualisierung zu deaktivieren.

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In den Bedienungshilfen könne zudem das Reduzieren von Bewegung und Transparenz die Darstellung beschleunigen. Bei spürbarem Leistungsabfall spielt oft auch die Stromversorgung eine Rolle: Lithium-Ionen-Akkus neuerer iPhones halten nach 1.000 Ladezyklen in der Regel noch 80 Prozent ihrer Kapazität.

Sinkt der Wert darunter, wird ein Batterietausch angeraten, der bei Apple zwischen 69 und 129 US-Dollar kostet; für das iPhone Duo werden 229 US-Dollar fällig.

Speicherentlastung und Akkuschonung im Detail

Auch für Android-Smartphones weisen Technikexperten auf typische Leistungsengpässe hin. Einem Bericht von nerdytechblog.com zufolge treten beispielsweise beim Samsung A51 mit 4 GB oder 6 GB RAM spürbare Verzögerungen auf, wenn die Speicherbelegung rund 90 Prozent übersteigt.

Neben vollem Speicher zählen veraltete Software, zu viele Hintergrundprozesse und schwache Akkus zu den Gründen. Abhilfe schaffen Software-Updates, das Leeren des Caches und das Zurücksetzen von Animationsskalen auf 0,5x oder das vollständige Deaktivieren in den Entwickleroptionen.

Ein weit verbreiteter Irrtum betrifft das manuelle Schließen geöffneter Programme. Ein Bericht von tomsguide.com stellt klar, dass das Beenden von Anwendungen in der Multitasking-Ansicht von iOS keine Akkuleistung spart, sondern durch erforderliche Kaltstarts bei häufiger Nutzung mehr Energie verbraucht.

Das Betriebssystem friert inaktive Apps automatisch ein. Zur Schonung der Batterie ist es wirksamer, Standortdienste auf die tatsächliche Nutzung zu beschränken und die Hintergrundaktualisierung gezielt abzuschalten.

Zudem lohnt es sich, wie dailyaaj.com.pk berichtet, den cache speicherintensiver Programme wie Internetbrowsern oder Video-Plattformen manuell in den Systemeinstellungen zu bereinigen und das Smartphone auch mechanisch von Staub in Anschlüssen und Lautsprechern zu befreien.