Smartphone-Nutzer sollten WLAN, Bluetooth und Standortdienste unterwegs deaktivieren. Das raten Sicherheitsexperten, um sich vor unerwünschter Verfolgung und Datenklau zu schützen. Die permanent aktiven Funkmodule machen Geräte zu leicht verfolgbaren Peilsendern.
So nutzen Händler und Hacker Ihre Signale
Immer wenn WLAN aktiv ist, sucht das Smartphone nach Netzwerken. Dabei sendet es eindeutige Kennungen aus. Einzelhändler nutzen diese Signale, um Kundenbewegungen in Geschäften zu analysieren. Kriminelle können gefälschte Hotspots einrichten, um Daten abzugreifen.
Auch Bluetooth ist ein Risikofaktor. Die ständige Sichtbarkeit des Geräts kann für Angriffe ausgenutzt werden. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) rät deshalb: Ungenutzte Schnittstellen grundsätzlich abschalten.
Viele Android-Nutzer unterschätzen, wie schnell ungesicherte WLANs, aktive Bluetooth-Verbindungen oder zu großzügige App-Berechtigungen private Daten preisgeben. Ein kostenloses Sicherheitspaket erklärt Ihnen die 5 wichtigsten Schutzmaßnahmen für Ihr Android-Handy – mit leicht verständlichen Schritt-für-Schritt-Anleitungen zu Berechtigungen, VPN-Nutzung, sicheren WLAN-Einstellungen und regelmäßigen Updates. Schützen Sie Ihre Chats, Bankdaten und Fotos ohne teure Zusatz-Apps. Jetzt gratis Android-Sicherheitspaket anfordern
Standortdienste sind cleverer als gedacht
Selbst ohne GPS kann Ihr Smartphone geortet werden. Es nutzt dafür:
* Informationen der Mobilfunkzellen
* Bekannte WLAN-Netzwerke in der Umgebung
* Gekoppelte Bluetooth-Geräte
Viele Apps fordern Standortzugriff an – oft nur für personalisierte Werbung. Kontrollieren Sie die Berechtigungen und stellen Sie sie auf „nur während der Nutzung“.
Drei einfache Maßnahmen für mehr Sicherheit
Schützen Sie sich mit diesen Schritten:
1. Funkdienste manuell steuern: Aktivieren Sie WLAN und Bluetooth nur bei Bedarf über das Schnellmenü.
2. App-Berechtigungen überprüfen: Entziehen Sie unnötigen Apps den Standortzugriff.
3. Updates installieren: Halten Sie Betriebssystem und Apps aktuell, um Sicherheitslücken zu schließen.
Für öffentliche WLAN-Netze kann ein VPN-Dienst zusätzlichen Schutz bieten, indem es Ihren Datenverkehr verschlüsselt.
Hersteller reagieren auf Datenschutz-Druck
Apple und Google haben in ihre Betriebssysteme bereits mehr Privatsphäre-Funktionen eingebaut. Nutzer können etwa der Weitergabe ihrer Werbe-ID widersprechen. Doch die Tracking-Methoden werden ebenfalls ausgefeilter.
Die einfachste Verteidigung bleibt die Eigenverantwortung: Nicht benötigte Funkverbindungen konsequent abschalten. Diese Grundregel bildet eine wirksame Barriere gegen die ständige Datensammlung im Alltag.





