Die Nutzungsdauer moderner Mobiltelefone wird zunehmend durch Software-Garantien bestimmt. Nachdem Google und Samsung bereits weitreichende Zusagen etabliert haben, schließen sich nun auch Motorola und Honor diesem Kurs an und bieten für ausgewählte Smartphone-Reihen Software-Unterstützung über einen Zeitraum von sieben Jahren.
Für Endkunden ist dabei eine wesentliche Rahmenbedingung maßgeblich: Die siebenjährige Frist wird ab dem kommerziellen Marktstart des Geräts gerechnet und nicht ab dem individuellen Kaufdatum.
Google und Samsung setzen auf langfristige Update-Garantien
Google gewährt für neuere Modelle wie das Pixel 11 und das Pixel 10a Aktualisierungen für das Betriebssystem, Sicherheitspatches und Funktionsupdates bis August 2033. Zudem bietet das Unternehmen für diesen Zeitraum eine Ersatzteil-Garantie.
Das Basismodell Pixel 11 mit Tensor G6 und Android 17 beginnt preislich ab 899 US-Dollar, während das Pixel 11 Pro XL mit 6,8-Zoll-LTPO-OLED-Display, 5115-mAh-Akku und 256 Gigabyte Speicher ab 1299 US-Dollar geführt wird. Für das nach IP68 zertifizierte Pixel 10a liegt der Einstiegspreis bei 499 US-Dollar.
Die Supportrichtlinie von Google umfasst sieben Jahre Betriebssystem- und Sicherheitsupdates für die Generationen Pixel 8, Pixel 9 und Pixel 10 inklusive der jeweiligen Pro-, Fold- und A-Varianten. Ältere Modelle wie die Pixel-6- und Pixel-7-Reihe, das erste Pixel Fold sowie das Pixel Tablet erhalten fünf Jahre Unterstützung; für das Pixel Tablet wurde der Support bis Juni 2028 festgesetzt.
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Die Samsung folgt einer vergleichbaren Strategie. Für die Flaggschiffe Galaxy S24 und S25 sagte der Hersteller sieben Jahre Android-Updates zu. Beim Galaxy S26 Ultra mit Snapdragon 8 Elite Gen 5 und 6,9-Zoll-Display ab 1299 US-Dollar wird ein Support-Ende im Februar 2033 erwartet.
Das Galaxy S26 FE mit Exynos 2500 und 6,7-Zoll-AMOLED-Bildschirm erhält ebenfalls sieben Jahre lang One-UI-Updates und Sicherheitspatches. Berichten zufolge gewährt Samsung mittlerweile Garantien von sechs bis sieben Jahren auch für besonders preiswerte Geräte.
Motorolas Neuausrichtung bei Flaggschiffen
Motorola veränderte seine Update-Politik schrittweise. Mit dem Motorola Signature bietet der Hersteller erstmals sieben Android-Upgrades sowie sieben Jahre Sicherheitsupdates bis Anfang 2033. Das Gerät verfügt über ein 6,8-Zoll-Display, einen Snapdragon 8 Gen 5 und startet in Europa ab 999 Euro.
Zudem wurde das Motorola Signature 27 vorgestellt, das auf einem Snapdragon 8 Elite Extreme Gen 6 basiert, ein 6,8 Zoll großes pOLED-Display mit 165 Hertz, Android 17, einen 6000-mAh-Akku sowie eine 50-Megapixel-Hauptkamera und ein 200-Megapixel-Periskop-Telefoto besitzt. Auch hierfür wurden sieben Jahre Software-Updates zugesagt.
Frühere Modelle des Herstellers wiesen kürzere Zeiträume auf. Beim Edge 70 Max korrigierte Motorola Angaben auf fünf Jahre Updates und drei große Android-Versionen. Das Motorola Razr Ultra 2025 erhält insgesamt drei Android-Upgrades bis Android 18 im Jahr 2027 sowie zweimonatliche Sicherheitsupdates bis 2028. Hintergrund für strengere Vorgaben ist auch eine EU-Richtlinie, die Sicherheitsupdates fünf Jahre nach Verkaufsende vorschreibt.
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Honors Update-Pläne und alternative Konzepte
Honor zieht mit dem Foldable-Modell Magic V6 nach. Das Gerät mit Snapdragon 8 Elite Gen 5 kostet 2299,99 Euro und erhält in Großbritannien sowie der Europäischen Union bis zu sieben Jahre Software-Unterstützung.
Für die Benutzeroberfläche MagicOS 11 auf Basis von Android 17 plant Honor einen Rollout von Oktober 2026 bis März 2027 für insgesamt 56 Geräte, darunter 15 Modelle der Magic-Serie sowie Geräte der Reihen Honor 600, 400, 200 und Tablets.
Während Google und Samsung das Feld mit durchgehenden Sieben-Jahres-Zusagen anführen und Motorola sowie Honor für Spitzenmodelle aufschließen, setzt Fairphone mit dem Gen 6+ auf einen alternativen Ansatz: Das Gerät kombiniert ein modulares Design mit einer langfristigen Ersatzteilverfügbarkeit.

