Smartphone-Verbot: England sperrt Handys an Schulen ab Montag

England führt Smartphone-Verbot an Schulen durch, während 2G- und 3G-Netze schrittweise abgeschaltet werden. Nutzer müssen Fristen beachten.

Von der gesetzlichen Durchsetzung von Smartphone-Verboten an englischen Schulen über die Abschaltung spezieller Anwendungen bis hin zum schrittweisen Auslaufen der 2G- und 3G-Netze stehen Nutzer und Unternehmen vor einem bedeutenden Wandel.

Schul-Smartphone-Verbot wird in England durchgesetzt

Ab Montag, dem 29. Juni 2026, tritt in England ein landesweites Smartphone-Verbot an Schulen in Kraft. Rechtsgrundlage ist Section 36 des „Children’s Wellbeing and Schools Act 2026″. Die Regelung untersagt die Nutzung von Smartphones und Smartwatches während des gesamten Schultags. Die Aufsichtsbehörde Ofsted überwacht die Einhaltung. Ausnahmen gelten für Schüler mit medizinischem Bedarf sowie für die Nutzung in Gemeinschaftsräumen der Oberstufe. Rund die Hälfte der befragten Eltern rechnet damit, dass Schüler versuchen könnten, die neuen Regeln zu umgehen.

In Wales hat die Regierung ebenfalls eine verbindliche Richtlinie für Handy-Beschränkungen an Schulen eingeführt. Kabinettsministerin Anna Brychan trieb die Initiative voran, die Ablenkungen minimieren und Cybermobbing bekämpfen soll. Schulleiter behalten innerhalb des Rahmens einen gewissen Gestaltungsspielraum.

Mexiko: Registrierungspflicht für Mobilfunkanschlüsse

Der 30. Juni 2026 ist ein entscheidender Stichtag in Mexiko. Die dortige Regulierungsbehörde CRT hat die Registrierung aller Mobilfunkanschlüsse angeordnet, um Betrug und Erpressung zu bekämpfen. Wer die Frist versäumt, dem droht die schrittweise Sperrung des nicht registrierten Anschlusses zwischen dem 15. August und dem 31. Dezember 2026.

2G- und 3G-Abschaltung: Herausforderungen für alte Geräte

Die geplante Stilllegung der 2G- und 3G-Netze schafft konkrete technische Probleme für ältere Hardware. In Deutschland haben die großen Anbieter O2 Telefónica, Vodafone und Deutsche Telekom bestätigt, dass sie die 2G-Dienste bis 2028 abschalten wollen. O2-Technikvorstand Mallik Rao betont die Notwendigkeit eines frühzeitigen Umstiegs. Die Abschaltung betrifft nicht nur ältere Handys, sondern auch kritische Infrastruktur wie eCall-Systeme in Fahrzeugen, Notrufsysteme in Aufzügen, Hausalarmanlagen und Zahlungsterminals.

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Die Auswirkungen dieser Umstellung sind bereits in Island spürbar. Dort hat die Abschaltung der 2G- und 3G-Netze dazu geführt, dass rund 6.000 ältere Geräte die Notrufnummer 112 nicht mehr erreichen können. Die isländischen Behörden prüfen derzeit die Einführung einer temporären siebenstelligen Notrufnummer, um diese Lücke zu schließen. Vorgeschlagen wurden unter anderem 809-0112 für Satellitenverbindungen und 570-2112 für Anrufe aus dem Ausland. Allerdings fehlt diesen Nummern die automatische Standortübermittlung, die bei der 112 Standard ist.

In Nordamerika schreitet der 3G-Ausstieg weiter voran. Während ländliche und städtische Abschaltungen in Manitoba bereits Anfang des Jahres stattfanden, ist eine nationale 3G-Abschaltung in Kanada für den 1. März 2027 geplant. Nutzer älterer kompatibler Geräte wie dem Nokia G50 berichten von zusätzlichen Gebühren für die 3G-Sprachnutzung, wenn ihre Geräte von den Netzbetreibern nicht speziell für Voice over LTE (VoLTE) freigegeben sind.

App-Aus und technische Störungen

Auch mehrere digitale Dienste stehen vor dem Aus oder einer vorübergehenden Aussetzung. Die mentale Gesundheits-App NM Connect wird am 30. Juni 2026 eingestellt – Grund sind die geringen Nutzungszahlen in der Zielgruppe. Die Fördermittel für die App fließen künftig in andere Projekte zur Verhaltensgesundheit. Nutzer werden auf die rund um die Uhr erreichbare Krisenhotline 988 verwiesen.

Der Software-Dienst Notion hat die Schließung seines E-Mail-Clients Notion Mail angekündigt, wirksam zum 22. September 2026. Das Unternehmen begründet den Schritt mit einem veränderten Nutzerverhalten: Mehr als die Hälfte der Anwender erledige die Kommunikation inzwischen über KI-Agenten, anstatt ein traditionelles Postfach zu öffnen. Kunden, die unter die HIPAA-Datenschutzregelung fallen, müssen bis zum 30. Juni 2026 migrieren. Alle anderen Nutzer haben bis zum 21. September Zeit, ihre Daten zu exportieren.

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In der Ukraine wird die Rufnummernmitnahme vorübergehend ausgesetzt: vom 29. Juni, 8:30 Uhr, bis zum 1. Juli 2026, 17:30 Uhr. Die Sperrung betrifft die großen Anbieter Kyivstar, VF Ukraine und Lifecell und ist für technische Wartungsarbeiten notwendig. Der Portierungsdienst soll am Morgen des 2. Juli wieder aufgenommen werden.

Android-Nutzer: Bootloop-Probleme durch Update

Technische Schwierigkeiten haben zuletzt einige Android-Nutzer getroffen. Das Juni-Update der Google Play-Dienste führte offenbar bei mehreren Pixel-Modellen – darunter das Pixel 9 und das Pixel 10 Pro Fold – zu sogenannten Bootloop-Problemen. Betroffen waren spezifische Beta-Versionen von Android 17. Zur Behebung des Fehlers ist in der Regel ein Zurücksetzen auf Werkseinstellungen oder das manuelle Aufspielen einer neueren Softwareversion erforderlich.