Der weltweite Smartphonemarkt hat im dritten Quartal 2026 einen historischen Rückschlag erlitten. Wie das Marktforschungsunternehmen Counterpoint Research in einem Bericht vom 12. Oktober 2026 analysiert, sanken die weltweiten Smartphone-Auslieferungen im Zeitraum von Juli bis September um 20% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dies markiert den tiefsten Wert für ein drittes Quartal seit 2012 sowie das schwächste dritte Quartal seit 14 Jahren.
Hauptursache für den Einbruch sind stark gestiegene Speicherchip-Kosten und Lieferengpässe, da massive KI-Infrastrukturprojekte das weltweite Angebot an Speicherbausteinen binden.
Gleichzeitig kletterten die globalen Einzelhandelspreise für Smartphones im bisherigen Jahresverlauf 2026 um 20%. Die Gerätehersteller gaben die gestiegenen Komponentenkosten an die Verbraucher weiter, reduzierten ihre Auslieferungen und konzentrierten sich stattdessen auf ihre Profitabilität.
Samsung behauptet Spitzenplatz vor Apple
Samsung konnte die Marktführerschaft im dritten Quartal 2026 mit einem Marktanteil von 23% verteidigen. Die Auslieferungen des südkoreanischen Herstellers gingen im Jahresvergleich um lediglich 3% zurück. Gestützt wurde das Ergebnis durch das Galaxy Z Fold8, eine stabile Komponentenversorgung im Mittelklasse-Segment sowie eine starke frühe Nachfrage nach der gesamten Z8-Foldable-Serie.
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Apple folgte auf dem zweiten Platz und erreichte einen Marktanteil von 22%, womit der Konzern erstmals die Marke von 20% in einem dritten Quartal übertraf.
Trotz dieses Anteilsgewinns waren Apples Auslieferungen im Jahresvergleich rückläufig. Der wesentliche Grund lag im Fehlen eines Basis-iPhone 18, wodurch die Kanalfüllung im Einführungsmonat geringer ausfiel als bei der vorangegangenen iPhone-17-Reihe.
Während das Standard-iPhone 18 erst für das Frühjahr 2027 erwartet wird, verzeichneten die im Herbst eingeführten Modelle iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max einen stärkeren Marktstart als ihre Vorgänger, insbesondere in China und Indien.
Apple beteiligte sich an den branchenweiten Preiserhöhungen: Die Preise für das iPhone 18 Pro beginnen bei 1.199 US-Dollar und für das iPhone 18 Pro Max bei 1.299 US-Dollar – jeweils 100 US-Dollar mehr als bei den Vorgängern. Zudem führte der Konzern ein erstes Foldable-Gerät im Portfolio ein, das iPhone Duo für 2.000 US-Dollar.
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Dennoch dämpfen Nachfragesorgen das Bild. Einem Bericht zufolge wies Apple einige Zulieferer an, die Komponentenproduktion für das iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max zu kürzen; die Oktober-Bestellungen lagen mindestens 15% unter der ursprünglichen Anfrage, da die Nachfrage von Ende August bis Oktober schwächer als erwartet ausfiel.
Chinesische Hersteller unter erheblichem Druck
Deutlich stärkere Einbußen verzeichneten die chinesischen Anbieter. Die Auslieferungen von Xiaomi brachen im dritten Quartal im Jahresvergleich um 30% ein, was dem Unternehmen einen Marktanteil von 10% einbrachte. Oppo und Vivo verzeichneten jeweils einen Rückgang der Auslieferungen um 20% und erreichten Marktanteile von 9% beziehungsweise 8%.
Beide Unternehmen erhöhten die Preise im Einstiegs- und Mittelklasse-Segment. Oppo konsolidiert sein Portfolio über die Marken Oppo, Realme und OnePlus, während sich Vivo auf die Kernmärkte Indien und China fokussiert.
Analysten von Counterpoint Research verweisen darauf, dass Verbraucher ihre Geräte zunehmend länger nutzen und vermehrt auf Refurbished-Geräte ausweichen. Der extreme Speichermangel führe den Markt in eine selektivere Phase, in der die schrumpfende Größe des aktiven Käuferpools zur größten Herausforderung werde. Zudem vergrößere sich die Kluft zwischen dem Premium- und dem preissensiblen Segment zusehends.

