Smartphones sind das neue Hauptziel für Cyberkriminelle

Sicherheitsreports zeigen eine Explosion von Phishing-Attacken auf Smartphones, wobei Kriminelle zunehmend KI und QR-Codes nutzen. Geschäftlich genutzte Geräte sind besonders gefährdet.

Cyberangriffe verlagern sich massiv auf mobile Geräte. Aktuelle Sicherheitsreports zeigen eine Explosion von Phishing-Attacken auf Smartphones, während klassische E-Mail-Betrügereien stagnieren. Kriminelle nutzen dabei zunehmend KI und QR-Codes, um mobile Schutzwälle zu durchbrechen.

Alarmierende Zahlen: 80 Prozent der Phishing-Seiten sind mobil optimiert

Das Smartphone hat sich zum primären Einfallstor entwickelt. Laut dem Global Mobile Threat Report von Zimperium sind über 80 Prozent aller Phishing-Webseiten speziell für mobile Bildschirme optimiert. Die kleinere Darstellung und verkürzten URLs erschweren die Erkennung von Fälschungen erheblich.

Besonders betroffen sind geschäftlich genutzte Geräte. Fast 20 Prozent aller Firmen-iPhones waren im vergangenen Jahr mindestens einmal pro Quartal einem Phishing-Angriff ausgesetzt. Bei Android-Geräten lag die Quote bei knapp 11 Prozent. Nutzer agieren am Smartphone oft unbedachter – eine ständige Flut von Benachrichtigungen erzeugt künstlichen Zeitdruck, den Betrüger ausnutzen.

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Die Wachstumsraten sind schwindelerregend: Vishing-Attacken (Voice Phishing) stiegen 2025 um 449 Prozent. Dieser Trend setzt sich aktuell ungebremst fort.

Quishing und KI: Die neue Qualität der Täuschung

Die Täter rüsten technologisch massiv auf. Ein zentraler Trend ist „Quishing“ – Phishing via QR-Codes. Diese Attacken nahmen im Jahresvergleich um 25 Prozent zu. Die Methode umgeht herkömmliche E-Mail-Filter: Die schädliche URL steckt in einem QR-Code-Bild, das als harmlose Grafik durchrutscht. Scannt der Nutzer den Code, landet er direkt auf der betrügerischen Seite – außerhalb der Firmensicherheit.

  • Besorgniserregend: 36 Prozent der deutschen Anwender haben bereits einen verdächtigen QR-Code gescannt.

Parallel dazu revolutioniert generative KI die Angriffsqualität. Schlechtes Deutsch oder kryptische Formulierungen sind keine sicheren Indikatoren mehr. KI erzeugt heute perfekt formulierte Nachrichten im Firmenjargon oder sogar Deepfake-Audioinhalte. Selbst geschulte Mitarbeiter haben Mühe, Fälschungen zu erkennen.

Angriffe über vertraute Kanäle: Teams, Slack & Co.

Kriminelle weichen auf Plattformen aus, denen Nutzer blind vertrauen. Die Zahl der Angriffe über Microsoft Teams, Slack oder soziale Netzwerke stieg um rund 70 Prozent. Eine Dringlichkeitsnachricht vom „Chef“ via Teams-App auf dem Smartphone wird seltener hinterfragt als eine E-Mail.

Experten sprechen von „Multi-Channel-Phishing“. Ein Angriff startet mit einer SMS, wird per Anruf fortgesetzt und endet mit einem QR-Code-Scan. Diese Medienbrüche überfordern viele Sicherheitslösungen, die nur isolierte Kanäle überwachen.

Deutschland: Smartphone als stiefmütterlich behandeltes Risiko

Die globale Bedrohung trifft auch Deutschland. Das BSI warnte bereits Ende 2025 vor der wachsenden Angriffsfläche durch ungeschützte Geräte. Das strukturelle Problem: Während Firmen-Desktops streng gesichert sind, wird das Smartphone – besonders im BYOD-Modell – oft nachlässig behandelt.

Die Vermischung von privat und beruflich auf einem Gerät schafft ideale Einfallstore. Die gezielten Attacken auf iOS-Geräte im Unternehmensumfeld deuten darauf hin: Kriminelle jagen lukrative Ziele im Management- und Finanzsektor, wo iPhones verbreitet sind.

Ausblick: Das Wettrüsten mit KI geht weiter

Für 2026 prognostizieren Experten keine Entspannung. Die Integration von KI in Angriffswerkzeuge steht erst am Anfang. Künftig könnten automatisierte Systeme in Echtzeit auf Nutzerverhalten reagieren und Phishing-Kampagnen dynamisch anpassen.

Klassische Security-Trainings allein reichen nicht mehr aus. Nötig werden technische Zero-Trust-Lösungen, die jede Transaktion auf jedem Gerät verifizieren. Bis dahin bleibt das Smartphone in der Hosentasche der wichtigste digitale Begleiter – und gleichzeitig das größte Sicherheitsrisiko.

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