Smartsheet vsActual: Neue KI-Plattform bündelt Daten für Führungskräfte

Die Plattform ist seit November im Early Access; der breite Start ist für Anfang 2027 vorgesehen, nutzungsbasierte Preise fehlen noch.

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Smartsheet hat am 4. November 2026 auf der Konferenz ENGAGE 2026 die Einführung der neuen Plattform vsActual angekündigt und zugleich ein überarbeitetes Preismodell vorgestellt.

Die künftige Abrechnungsstruktur kombiniert eine feste Basisgebühr mit verbrauchsbasierten Einheiten in Form von Credits. Für Bestandskunden, die innerhalb der nächsten sechs Monate auf dieses System umsteigen, sichert das Unternehmen einen Schutz vor zusätzlichen Kosten bei Überschreitungen zu.

Automatisierte Steuerung und Datenintegration für Führungskräfte

Die neu vorgestellte Anwendung vsActual richtet sich gezielt an Führungskräfte in den Rollen CEO, CFO und COO. Das System führt operative Daten aus bestehenden Unternehmenslösungen zusammen, darunter Oracle, Salesforce, SAP, Workday, Jira, ServiceNow, Slack sowie Smartsheet selbst.

Die technische Grundlage bildet der sogenannte Execution Graph. Nach Angaben von Smartsheet speist sich dieser aus Workflow-Erkenntnissen aus zwanzig Jahren, die auf Millionen von Projekten und einem Datenvolumen von neun Petabyte basieren.

Funktional arbeitet vsActual mit spezialisierten Agenten, die unterschiedliche Kernbereiche abdecken:
* Intake: Festlegung und Verwaltung des offiziellen Projekt- und Planungsstands.
* Planning: Modellierung von Szenarien und Überwachung von Kapazitäten.
* Drift: Frühzeitige Erkennung von Budgetüberschreitungen, zeitlichen Verzögerungen und Ressourcenkonflikten.
* Data Quality und Reporting: Analyse von Eingabedaten und automatisierte Berichterstattung.

Empfehlungen der Agenten werden stets mit einer Begründung versehen. Autonome Änderungen im System erfolgen ausschließlich bei explizit erteilter Berechtigung, während standardmäßig eine manuelle Freigabe durch den Menschen vorgesehen ist.

Verfügbarkeit, Integrationen und weitere Agenten

Smartsheet hat vsActual am 4. November 2026 im Early Access freigegeben; die allgemeine Markteinführung ist für Anfang 2027 geplant. Konkrete nutzungsbasierte Preise für das Tool wurden bisher nicht beziffert. Unter den Anwendern prüft unter anderem der Handelskonzern Bealls in Person von Elizabeth Dandola den praktischen Einsatz der Lösung für die Szenarioplanung.

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Zur Notwendigkeit einer engeren Verzahnung äußerte Smartsheet-CEO Rajeev Singh, dass Künstliche Intelligenz die Menschen zwar schneller gemacht habe, die Arbeitsabläufe dadurch jedoch weiter auseinandergedriftet seien.

Parallel dazu erweiterte Smartsheet sein Portfolio an agentenbasierten Workflows. Der ab sofort verfügbare Creation Agent übersetzt Vorgaben innerhalb weniger Minuten in fertige Projekte inklusive Tabellenblättern, Dashboards, Berichten und Automatisierungen. Ein Data Quality Agent prüft bestehende Tabellen und kennzeichnet erkannte Fehler nach ihrem jeweiligen Schweregrad.

Das Unternehmen stellte zudem neue native Integrationen für ServiceNow, Microsoft Dynamics 365, HubSpot und Workday bereit. Ein Integration Agent, der zu Beginn verbindungen zu GitHub, Zendesk, Airtable und Monday.com umfasst, startete in die Early-Access-Phase.

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Nutzungsentwicklung, Sicherheitsstandards und Branchenbefunde

Nach Unternehmensangaben führten Kunden seit Februar 2026 mehr als 50 Millionen KI-Aktionen auf der Plattform durch; bis Ende Januar 2027 rechnet Smartsheet mit einem Anstieg auf über 100 Millionen Aktionen. Monatlich verbindet die Plattform rund 277 Milliarden Zeilen an Arbeitsdaten.

Im Sicherheits- und Compliance-Bereich erreichte Smartsheet die Zertifizierung nach ISO/IEC 42001 sowie das australische IRAP-Assessment. Die Relevanz geregelter Governance unterstreicht der IBM Cost of a Data Breach Report 2026: Demnach fehlten 68 Prozent der von Sicherheitsvorfällen betroffenen Organisationen angemessene Steuerungsmechanismen zur Kontrolle von KI oder zur Identifikation unautorisierter Nutzungen.

Zudem führen laut VentureBeat Intelligence 64 Prozent der Befragten unzureichende KI-Ergebnisse auf einen fehlenden geschäftlichen Kontext zurück, während eine Studie des Project Management Institute (PMI) die Kluft zwischen strategischer Planung und tatsächlicher Ausführung als größte Hürde für Unternehmen einstuft.