Smartwatch-Markt: Erste Kontraktion nach 12 Monaten Wachstum

Die weltweiten Smartwatch-Auslieferungen sanken im zweiten Quartal um 4 Prozent. Huawei blieb vorn, während Apple um 14 Prozent zulegte.

Der weltweite Markt für Smartwatches hat im zweiten Quartal 2026 einen Dämpfer erhalten. Wie aktuelle Daten von Counterpoint Research belegen, schrumpften die Auslieferungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4 %. Damit verzeichnete die Branche nach zwölf Monaten kontinuierlichen Wachstums die erste Kontraktion.

Branchenanalysten führen die Entwicklung unter anderem auf eine abwartende Haltung der Konsumenten im Premium-Segment sowie eine Schwäche im Einstiegsbereich zurück.

Rückgang bei Handgelenk-Wearables

Ergänzende Daten von IDC zeichnen ein ähnliches Bild für den breiteren Markt der am Handgelenk getragenen Geräte. Die globalen Auslieferungen fielen in diesem Sektor im zweiten Quartal 2026 um 4,3 % auf insgesamt 48,01 Millionen Einheiten.

Innerhalb dieser Kategorie entfielen 37,08 Millionen Einheiten auf Smartwatches, was einem Rückgang von 4,2 % entspricht. Fitness-Bänder waren mit 10,92 Millionen Einheiten noch deutlicher betroffen und verzeichneten ein Minus von 4,7 %.

Den Analysen zufolge wird der Rückgang maßgeblich durch das schwache Basissegment getrieben. Zudem würden Premium-Nutzer ihre geplanten Hardware-Upgrades derzeit verzögern, was die Verkaufszahlen zusätzlich belaste.

Marktführerschaft von Huawei und Wachstum bei Apple

Trotz des allgemeinen Marktrückgangs konnte Huawei seine Position behaupten. Das Unternehmen führte den Smartwatch-Markt im zweiten Quartal 2026 mit einem Rekordanteil von 22 % an, nach 20,8 % im Vorjahr. Ein Großteil dieses Erfolgs basiert auf dem chinesischen Markt, aus dem rund 80 % der weltweiten Auslieferungen von Huawei stammen.

Das Unternehmen brachte in der ersten Jahreshälfte 2026 mehrere neue Modelle auf den Markt, darunter die Watch GT Runner 2, die Watch Fit 5 sowie die Watch GT 7 und die Watch D3. Laut IDC-Berichten war insbesondere die Watch Fit 5 ein wesentlicher Treiber für die Marktführerschaft.

Apple sicherte sich mit einem Marktanteil von 20,1 % den zweiten Platz. Dem US-Konzern gelang im zweiten Quartal 2026 ein Wachstum von 14 % im Jahresvergleich – die schnellste Wachstumsrate unter allen Top-Anbietern.

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Besonders erfolgreich waren dabei die Apple Watch Series 11 sowie die SE 3, die zusammen über 80 % der gesamten Apple-Auslieferungen in diesem Zeitraum ausmachten. Das Wachstum erstreckte sich dabei über alle Weltregionen, unterstützt durch gezielte Preisaktionen.

Regionale Verschiebungen und Performance weiterer Anbieter

China baute seine Bedeutung als wichtigster Einzelmarkt weiter aus und erreichte im zweiten Quartal 2026 einen Rekordanteil von 38 % am globalen Smartwatch-Markt. Dies entspricht einem Zuwachs von 7 % im Vergleich zum Vorjahr. Auch in Nordamerika war mit einem Plus von 8 % eine positive Entwicklung zu beobachten.

Unter den weiteren Top-Anbietern zeigten sich gemischte Ergebnisse:
* Imoo belegte mit einem Marktanteil von 7,8 % den dritten Platz, musste jedoch einen Rückgang von 3 % hinnehmen.
* Xiaomi verzeichnete einen massiven Einbruch von 38 % und kam auf einen Marktanteil von 6,1 %.

Hier wurde im Berichtsquartal insbesondere das Band 10 Pro als wichtiges Modell hervorgehoben.
* Garmin konnte gegen den Trend wachsen und steigerte seinen Marktanteil um 11 % auf insgesamt 5,6 %.

IDC listet für das zweite Quartal 2026 zudem das Unternehmen Better Life als einen der führenden Anbieter für Handgelenk-Geräte.

Technologietreiber und Ausblick

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Für das gesamte Jahr 2026 prognostiziert Counterpoint Research ein moderates Wachstum des globalen Smartwatch-Marktes von etwa 1 %. Langfristig wird bis zum Jahr 2030 eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate (CAGR) von 3 % erwartet.

Zukünftige Wachstumsimpulse hängen laut Marktforschern stark von technologischen Innovationen ab. Hierbei werden insbesondere Fortschritte in der Gesundheitsüberwachung sowie die Integration von On-Device-KI genannt. Neue Hardware-Plattformen, wie etwa der Snapdragon Wear Elite, könnten künftig vermehrt Kaufanreize schaffen und die Upgrade-Zyklen der Nutzer wieder verkürzen.