Smishing und Quishing: Betrügerische SMS und QR-Codes um über 150%

Die Banking-Trojaner-Variante Hook v3 bedroht Android-Nutzer mit Ransomware-Funktionen und gefälschten NFC-Overlays.

Die als v3 identifizierte Malware verfügt über 107 Fernsteuerungsbefehle – 38 davon sind völlig neu.

Ransomware-Funktionen und gefälschte NFC-Overlays

Hook v3 kann weit mehr als nur Zugangsdaten abgreifen. Die Malware blendet gefälschte Overlays für NFC-Zahlungen und Kreditkartendaten ein. So lockt sie Nutzer zur Preisgabe sensibler Informationen. Zudem umgeht der Trojaner den Sperrbildschirm infizierter Geräte.

Besonders alarmierend: Die Malware integriert Ransomware-Funktionen. Damit folgt Hook v3 einem Trend, den auch die Malware DroidLock zeigt. Letztere wurde zuletzt in Spanien beobachtet und setzte betroffenen Nutzern eine 24-Stunden-Frist zur Zahlung.

Die Verbreitung läuft über gezielte Phishing-Kampagnen und manipulierte GitHub-Repositories.

RedHook kehrt zurück – Fokus auf Südostasien

Parallel zu Hook v3 melden Sicherheitsbehörden die Rückkehr der RedHook-Malware. Diese Variante nutzt Wireless Debugging (ADB) und das Shizuku-Framework für Fernzugriff auf Shell-Ebene. RedHook zielt derzeit verstärkt auf Nutzer in Vietnam und Indonesien.

Die Verbreitung erfolgt über gefälschte Google-Play-Store-Seiten und Amazon-S3-Speicher. Einmal installiert, manipuliert die Software Apps, zeichnet Touch-Eingaben auf und ist aufgrund tiefer Systemintegration nur schwer zu entfernen.

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Zusätzliche Risiken birgt eine Lücke in Android 16: Der KI-Assistent Gemini ermöglicht das Versenden von Nachrichten von einem gesperrten Gerät aus. Branchenbeobachter warnen zudem vor HalluSquatting – hier nutzen Angreifer KI-Halluzinationen gezielt als Einfallstor.

Quishing und Smishing legen massiv zu

Die aktuellen Sicherheitsberichte zeigen einen drastischen Anstieg bei betrügerischen Nachrichtenformaten. Im ersten Halbjahr 2026 stieg Quishing (Phishing via QR-Codes) um 146 Prozent. Smishing (Phishing via SMS) legte sogar um 162 Prozent zu.

Auch Cloud-Dienste und Passwort-Manager bleiben im Visier. Jüngste Kampagnen im Juli zielten gezielt auf Nutzer von LastPass und Bitwarden. Gefälschte Sicherheitsbenachrichtigungen sollen zur Installation bösartiger Dateien verleiten.

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Ein aktueller Sophos-Bericht unterstreicht die Dimension: 79 Prozent aller Ransomware-Angriffe beginnen mit gestohlenen Identitätsdaten. In 56 Prozent der Fälle führte die Attacke zur Verschlüsselung von Unternehmensdaten – eine Steigerung von 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Notfall-Updates von Xiaomi, Samsung und Apple

Die Hersteller reagieren auf die Bedrohungslage. Xiaomi stellt im Juli Updates für 41 Gerätemodelle bereit und schließt rund 60 Schwachstellen. Fünf davon sind kritisch – sie ermöglichen die Ausführung von Schadcode über manipulierte Bilder.

Samsung rollt Korrekturen für etwa 20 Galaxy-Modelle aus. Auch hier werden rund 60 Sicherheitslücken adressiert. Apple veröffentlichte iOS 26.5.2 und behebt insgesamt 25 Schwachstellen. Darunter zwei aktiv ausgenutzte Zero-Day-Lücken (CVE-2025-43529 und CVE-2025-14174).

Sicherheitsexperten raten: System-Updates sofort installieren, Apps ausschließlich aus offiziellen Quellen beziehen. Bei unerwarteten Aufforderungen zur Eingabe von Zugangsdaten oder der Aktivierung von Entwickleroptionen wie Wireless Debugging ist höchste Vorsicht geboten.