Eine neue Betrugswelle mit gefälschten Bußgeld-SMS versetzt bayerische Behörden in Alarmbereitschaft. Kriminelle locken aktuell vor allem im Raum Augsburg Autofahrer auf täuschend echte Fake-Portale, um Bankdaten zu erbeuten. Die Stadt Augsburg warnte bereits am 10. April offiziell vor der Masche.
Gefälschte Behörden-Portale im Visier
Seit Anfang der Woche häufen sich SMS, die angeblich von Behörden stammen und zur Zahlung von Verkehrsbußen auffordern. Der enthaltene Link führt auf eine Website, die das Design der offiziellen Augsburger Stadtseite detailgetreu kopiert. Dort sollen Opfer ihre Bankverbindung preisgeben.
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„Offizielle Bußgeldbescheide werden niemals per SMS verschickt“, stellt die Stadt Augsburg klar. Neben Augsburg meldeten auch Bad Wörishofen und das Unterallgäu ähnliche Vorfälle. Die Täter setzen auf psychologischen Druck: Die Nachrichten drohen mit Gebührenerhöhungen oder rechtlichen Konsequenzen bei sofortiger Nichtzahlung.
ID-Austria und Apple Pay im Fadenkreuz
Parallel rollt eine weitere Smishing-Welle an, die digitale Dienste ins Visier nimmt. In Österreich warnten Ministerien am 9. April vor massiven Betrugsversuchen gegen Nutzer der ID-Austria-App. Kriminelle nutzen den anstehenden Ablauf Hunderttausender Zertifikate als Vorwand für betrügerische Aktualisierungs-Aufforderungen.
Laut Polizei sind in Tirol bereits knapp 100 Fälle mit einem Gesamtschaden von rund einer halben Million Euro bekannt. Oft folgt auf die SMS ein Anruf eines angeblichen Bankmitarbeiters, der Fernzugriff auf den Computer des Opfers verlangt. Auch Apple-Nutzer erhielten Anfang April gefälschte „Apple Pay Fraud Alerts“, die zu gefährlichen Support-Anrufen verleiten sollen.
Social Engineering als neue Waffe
Die Betrüger setzen 2026 verstärkt auf „Social Engineering“ – sie attackieren die menschliche Schwachstelle statt technische Lücken. Besonders tückisch: Beim Call-ID-Spoofing erscheinen echte Behörden- oder Banknummern auf dem Display. Das senkt die Hemmschwelle der Opfer dramatisch.
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Laut einer Umfrage vom April gab bereits rund drei Viertel der Befragten an, Ziel betrügerischer Anrufe oder Nachrichten gewesen zu sein. Die Täter arbeiten mit KI, um fehlerfreie Nachrichten in mehreren Sprachen zu verfassen. Verbraucherschützer warnen zudem vor gefälschten Mahnungen im Namen von Zahlungsdienstleistern wie Klarna.
So schützen Sie sich vor den Betrugsversuchen
Behörden raten zu äußerster Skepsis bei unerwarteten Nachrichten. Klicken Sie niemals auf Links in solchen SMS. Echte Behörden fordern keine Bankdaten per Kurznachricht an. Prüfen Sie Forderungen immer direkt über die offizielle Website oder eine bekannte Telefonnummer der Institution.
Geben Sie niemals TAN-Codes oder Passwörter am Telefon weiter – auch nicht, wenn der Anrufer behauptet, von Ihrer Bank zu sein. Haben Sie bereits Daten auf einer verdächtigen Seite eingegeben, sperren Sie umgehend Ihr Online-Banking und erstatten Sie Anzeige. Sensibilisieren Sie besonders ältere Menschen in Ihrem Umfeld für die Masche.





