Snowflake erweitert seine KI-Plattform massiv und setzt mit einem neuen KI-Coding-Agenten und einer strategischen Partnerschaft mit OpenAI auf Automatisierung im Datenmanagement.
KI-Agent Cortex Code automatisiert Daten-Pipelines
Der neue KI-Agent Cortex Code soll Datenengineering und Analysen revolutionieren. Das Tool generiert automatisch Code für komplexe Datenpipelines und Anwendungen – direkt in der Snowflake-Umgebung. Der Clou: Es versteht den spezifischen Datenkontext, die Rechenressourcen und Sicherheitsrichtlinien jedes Unternehmens.
„Wir bringen KI aus der Experimentierphase in den täglichen Betrieb“, erklärt Christian Kleinerman, Produktchef bei Snowflake. Nutzer geben ihre Aufgaben in natürlicher Sprache ein. Der Agent setzt sie in mehrstufige Prozesse um, vom Aufbau von Machine-Learning-Pipelines bis zur Optimierung von Analyseabfragen. Alle Schritte unterliegen strengen Governance-Kontrollen.
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OpenAI-Partnerschaft und Plattform-Upgrades
Parallel startet eine strategische Partnerschaft mit OpenAI im Volumen von 200 Millionen Euro. Die KI-Modelle von OpenAI werden nativ in Snowflakes Cortex-Entwicklungsumgebung integriert. Snowflakes 12.600 Kunden weltweit können sie so direkt auf ihren eigenen Daten nutzen – ohne die sichere Plattformgrenze zu verlassen.
„Wir bringen die Modelle zu den Unternehmensdaten“, sagt CEO Sridhar Ramaswamy. Die Zusammenarbeit umfasst auch die Entwicklung benutzerdefinierter, interoperabler KI-Agenten.
Weitere Neuerungen stärken das Ökosystem:
* Semantic View Autopilot: Ein KI-Dienst automatisiert Erstellung und Pflege semantischer Datenansichten. Das schafft eine konsistente Grundlage für präzise Geschäftsmetriken über alle KI-Anwendungen hinweg.
* Native Snowflake Postgres Integration: Transaktionale und analytische Workloads laufen nun auf einer einzigen Plattform. Komplexe Datenverschiebungen zwischen separaten Systemen entfallen.
Analysten: Snowflake holt im KI-Rennen auf
Branchenbeobachter werten die Ankündigungen als starkes Signal im Wettbewerb mit Konkurrenten wie Databricks und Hyperscalern.
„Snowflake beschleunigt seinen Wandel von der Data Warehouse-Speziallösung zur umfassenden KI-Plattform“, analysiert William McKnight von McKnight Consulting. Cortex Code könne teure und komplexe Datenengineering-Aufgaben eliminieren.
Auch Sanjeev Mohan vom Analystenhaus SanjMo sieht Snowflake auf der Überholspur: „Das Unternehmen galt zunächst als langsamer in der Generativen-KI-Welle. Jetzt hat es effektiv aufgeholt.“ Die neuen Features böten Kunden mehr Optionen und adressierten den kritischen Fachkräftemangel.
Trend zu autonomer KI prägt die Zukunft
Der Launch von Cortex Code spiegelt den Branchentrend zu „agentischer KI“ wider – Systeme, die Aufgaben autonom planen und ausführen, anstatt nur auf Anfragen zu reagieren. Die Nachfrage nach zuverlässigen Automatisierungswerkzeugen für komplexe Workflows wächst.
Mit der Integration transaktionaler Fähigkeiten via Postgres und dem erweiterten KI-Toolkit positioniert sich Snowflake als zentrale Drehscheibe für Datenspeicherung und intelligente App-Entwicklung. Der Fokus auf „Vibe Coding“ – dem App-Bau per natürlicher Sprache – könnte Datenengineering für nicht-technische Nutzer öffnen und den Datenzugang in großen Unternehmen demokratisieren.
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