Im Bestreben, die langfristige Zusammenarbeit im Bereich der Rechenzentrums-Infrastruktur zu festigen, hat die SoftBank Group dem KI-Unternehmen OpenAI Aktien-Warrants im Wert von 5,5 Milliarden US-Dollar angeboten. Ziel dieser Offerte ist die Absicherung einer stabilen Partnerschaft für den massiven Ausbau von Kapazitäten zur Datenverarbeitung.
Die Grundlage für dieses Angebot bildet die Tochtergesellschaft SB Energy, die derzeit einen Börsengang in den USA vorbereitet. Laut aktuellen Entwürfen für das Listungsverfahren hielt OpenAI bereits zum 30. Juni dieses Jahres Warrants an SB Energy in Höhe von rund 5,5 Milliarden US-Dollar.
Der geplante Börsengang von SB Energy soll eine Kapitalerhöhung von 5 bis 7 Milliarden US-Dollar generieren. Marktbeobachter rechnen damit, dass die entsprechende Einreichung bei den Aufsichtsbehörden noch in dieser Woche erfolgen könnte, was eine Erstnotiz bereits im September ermöglichen würde.
Strategische Investitionen und finanzielle Verflechtungen
Die Beziehungen zwischen den beiden Konzernen haben sich in den vergangenen Monaten deutlich intensiviert. Anfang des Jahres hatten sowohl OpenAI als auch SoftBank jeweils 500 Millionen US-Dollar investiert.
Im Zuge des nun angestrebten Börsengangs wird erwartet, dass OpenAI einen einstelligen Anteil an dem Unternehmen halten wird. Die gesamten Investitionen von SoftBank in OpenAI haben mittlerweile ein Volumen von mehr als 64 Milliarden US-Dollar erreicht.
Trotz der ambitionierten Wachstumspläne spiegeln die Geschäftszahlen von SB Energy die frühe Phase der Expansion wider. Für das erste Halbjahr des laufenden Jahres wies das Unternehmen einen Umsatz von 140 Millionen US-Dollar aus.
Gleichzeitig entstand ein Nettoverlust von 3,2 Milliarden US-Dollar, der primär auf die Neubewertung der ausgegebenen Warrants zurückzuführen ist. Dennoch verweist das Unternehmen auf einen Auftragsbestand von über 400 Milliarden US-Dollar.
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Großprojekte in Ohio und Texas im Fokus
Ein wesentlicher Teil der Kooperation betrifft den Aufbau physischer Infrastruktur. OpenAI hat bereits langfristige Leasingverträge mit einer Laufzeit von 20 Jahren für einen Campus im US-Bundesstaat Ohio unterzeichnet. Von der dort geplanten Gesamtkapazität von 10 Gigawatt entfallen etwa 8 Gigawatt auf insgesamt 17 Leasingverträge mit OpenAI. Die Inbetriebnahme dieses Standorts ist für das Jahr 2028 projektiert.
Zusätzlich zu den Aktivitäten in Ohio betreibt OpenAI eine Anlage mit einer Kapazität von 1,2 Gigawatt in Texas. Unterstützt werden diese Vorhaben durch weitere Branchengrößen. So stellt Nvidia für das Projekt in Ohio Investitionen in Höhe von 1,5 Milliarden US-Dollar sowie Garantien im Umfang von bis zu 105 Milliarden US-Dollar bereit.
Operativer Status von SB Energy
Obwohl SB Energy derzeit noch keine betriebsbereiten Rechenzentren vorweisen kann, befinden sich Anlagen mit einer Kapazität von 800 Megawatt im Bau. Darüber hinaus bestehen bereits Verträge für eine Leistung von etwa 9 Gigawatt.
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Als Teil der erweiterten Kooperation hat sich SB Energy zudem verpflichtet, bis zum Jahr 2028 Softwarelösungen von OpenAI im Gesamtwert von 50 Millionen US-Dollar abzunehmen. Dies unterstreicht den wechselseitigen Charakter der Allianz, bei der SoftBank die notwendige Hardware-Infrastruktur bereitstellt, während OpenAI die technologische Basis liefert.

