Während die Hardware-Preise steigen und Abo-Modelle boomen, setzen viele Anbieter auf den Gegentrend.
Windows 11 Pro für unter zehn Euro
Besonders auffällig sind die Rabatte auf Betriebssysteme und Bürosoftware. Händler bieten Microsoft Windows 11 Pro derzeit für weniger als zehn Euro an – ein Bruchteil des üblichen Ladenpreises von knapp 200 Euro. Noch attraktiver wird das Paket in Kombination: Windows 11 Pro zusammen mit Office Professional 2021 gibt es für rund 39 Euro, sofern man einen Aktionscode nutzt.
Für Nutzer älterer Office-Versionen hält StackSocial ein weiteres Schnäppchen bereit: Microsoft Office 2019 Professional für 19,97 Euro. Das Paket enthält Word, Excel und Outlook. Allerdings fehlen Cloud-Funktionen, und der Support für das enthaltene Publisher-Programm endet bereits im Oktober 2026.
Apple-Nutzer profitieren von 27 Apps zum Pauschalpreis
Auch Apple-Fans kommen auf ihre Kosten. Seit heute ist ein 27-App-Bundle für den Mac des Entwicklers enSili erhältlich. Der Preis: rund 30 Euro. Die Sammlung richtet sich an Entwickler, Kreativschaffende und alle, die ihre Produktivität steigern wollen. In Foren wie Reddit wird vor allem gelobt, dass keine versteckten Abo-Kosten lauern.
Kreativ-Tools: Von Unity bis zur Fotobearbeitung
Der Trend zu Einmalzahlungen setzt sich im kreativen Bereich fort. Hivemind schnürt das „Ultimate Environment and VFX Bundle“ für die Spiele-Engine Unity. 13 Asset-Pakete, darunter modulare Burgen und realistische Effekte, kosten zusammen 60 Euro. Der reguläre Wert dieser Entwickler-Tools liegt bei über 770 Euro.
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Im Audio-Sektor bringt Noisebud „Hiss“ auf den Markt – ein Plugin zur Entfernung von Zischlauten und zur Resonanzkontrolle. Das Tool erkennt bis zu 20 Störfrequenzen und kostet einmalig 39 Euro. Parallel dazu gibt es neue Bundles für das Bildbearbeitungsprogramm Luminar Neo, die die Software mit Einsteigerkursen und Zusatzmodulen kombinieren.
Cloud-Speicher: Lebenslange Flatrates im Kommen
Während viele Anbieter auf Einmalzahlungen setzen, gehen andere den umgekehrten Weg. Plex hat den Preis für seinen Lifetime-Pass drastisch erhöht: von 250 auf 750 Euro. Als Begründung nennt das Unternehmen gestiegene Entwicklungskosten. Als Alternative bietet Plex nun einen Fünf-Jahres-Plan an.
Im Cloud-Speicher-Segment lockt Drime mit einem lebenslangen 6-Terabyte-Plan für 189,97 Euro. Der Dienst wird in der EU betrieben, erfüllt die DSGVO-Standards und erlaubt Teamarbeit mit bis zu 25 Mitgliedern sowie eine 120-tägige Versionshistorie.
Hardware-Preise steigen – alte Modelle werden günstiger
Die aktuellen Software-Angebote fallen in eine Zeit steigender Hardware-Kosten. Berichten zufolge sind die Preise für Mac- und iPad-Modelle zuletzt gestiegen, weitere Erhöhungen für kommende Smartphone-Generationen zeichnen sich ab. Einige Händler reagieren mit Rabatten auf Vorgängermodelle wie das M5 Pro MacBook oder das M4 iPad Air, um Lagerbestände abzubauen.
Dass die Software-Preise sinken, nützt wenig, wenn die vorhandene Hardware offiziell als inkompatibel für das neue Windows 11 eingestuft wird. Ein legaler Experten-Trick ermöglicht das Upgrade jedoch auch ohne teure Neukäufe – eine Schritt-für-Schritt-Anleitung dazu ist jetzt kostenlos verfügbar. So installieren Sie Windows 11 auf inkompatiblen PCs
Der Preis der Bequemlichkeit: KI-Abos als Gegenpol
Während unabhängige Software-Bundles den Ausweg aus der Abo-Falle bieten, setzen die großen Tech-Konzerne weiter auf teure Monatsmodelle. Google hat kürzlich eine Beta von Gemini Spark für macOS gestartet – ein KI-Tool, das Dateien automatisch sortiert, PDFs ablegt und Rechnungen extrahiert. Der Dienst kostet 99 Euro monatlich im Rahmen des AI-Ultra-Abos. Ein deutlicher Hinweis darauf, dass die Schere zwischen günstigen Einmallizenzen und teuren KI-Ökosystemen immer weiter auseinandergeht.

