Die renommierte südkoreanische Sogang University ist Ziel eines schwerwiegenden Cyberangriffs geworden. Wie die Bildungseinrichtung am 14. August 2026 mitteilte, kam es bereits am 11. August 2026 zu einem unbefugten Zugriff auf interne Systeme, bei dem insgesamt 180.000 persönliche Datensätze offengelegt wurden. Die betroffenen Informationen umfassen Daten von Studenten, Alumni sowie Lehrkräften und weiteren Mitarbeitern der Universität.
Nach Angaben der Universität beinhalten die kompromittierten Datensätze Identifikationsnummern (IDs), Namen, Abteilungszugehörigkeiten, E-Mail-Adressen und Telefonnummern. Zudem seien verschlüsselte Passwörter entwendet worden. Die Hochschule entdeckte den Vorfall und konnte den Angriff am 14. August 2026 blockieren. Unmittelbar nach der Entdeckung wurden die zuständigen Behörden über den Vorfall informiert.
Brute-Force-Angriff als Ursache
Ersten Berichten zufolge erfolgte der Zugriff über einen sogenannten Brute-Force-Angriff, bei dem Angreifer durch systematisches Ausprobieren von Kombinationen versuchten, Zugangsdaten zu knacken. Besonders brisant ist der Vorfall aufgrund der Prominenz einiger Betroffener: Es wird berichtet, dass auch Daten der ehemaligen südkoreanischen Präsidentin Park Geun-hye unter den offengelegten Informationen sein könnten.
Die Sicherheitsverletzung an der Sogang University reiht sich in eine Serie zunehmender Cyberattacken in Südkorea ein. Marktforscher beobachteten bereits für das Jahr 2025 einen deutlichen Anstieg der Gefahrenlage. In jenem Jahr wurden landesweit 447 Datenlecks gemeldet, was einer Steigerung von 45,6 % im Vergleich zum Vorjahr entsprach.
Immer mehr Institutionen werden Opfer von Cyberangriffen – diese Checkliste hilft Ihnen dabei, solche Vorfälle proaktiv zu verhindern. Experten erklären im kostenlosen E-Book, wie Sie Sicherheitslücken schließen und Ihr Unternehmen wirksam absichern. Gratis Cyber-Security-Checkliste herunterladen
Internationale Vorfälle bei TCS und französischen Behörden
Neben der südkoreanischen Universität meldeten auch andere internationale Akteure IT-Sicherheitsvorfälle. Der IT-Dienstleister Tata Consultancy Services (TCS) untersucht derzeit Berichte über eine mögliche Offenlegung von Mitarbeiterdaten.
Parallel dazu bestätigte die französische Steuerbehörde DGFiP eine Datenpanne, die bereits Ende Juni 2026 ihren Lauf nahm. Die Behörde unterbrach den unbefugten Zugriff und informierte die Datenschutzbehörde CNIL. Ein Hacker, der unter dem Pseudonym „ZeroBytes“ auftritt, behauptet, 678.438 Datensätze von Steuerzahlern gestohlen zu haben. Diese sollen Namen, Adressen, Steuer-IDs sowie Einkommens- und Grundstücksdaten enthalten.
Wer sich mit dem Schutz sensibler Informationen befasst, muss heute auch neue Bedrohungen durch KI und veränderte Gesetze im Blick behalten. Dieser kostenlose Report klärt auf, welche rechtlichen Pflichten und Cyberrisiken Unternehmer jetzt kennen müssen, um langfristig geschützt zu bleiben. Kostenlosen Cyber-Security-Report jetzt anfordern
Besonders kritisch werden unbestätigte Behauptungen des Angreifers bewertet, wonach gezielt Daten von Hochverdienern erbeutet wurden. Laut den Angaben des Hackers befänden sich darunter Informationen zu 26.805 Personen mit einem Einkommen von mindestens 116.000 US-Dollar sowie zu kleineren Gruppen mit Einkommen von über 1,16 Millionen US-Dollar beziehungsweise 11,6 Millionen US-Dollar.
Experten warnen, dass solche Informationen für gezielte Erpressungsversuche gegen Besitzer von Kryptowährungen genutzt werden könnten. Die DGFiP kündigte an, alle betroffenen Personen förmlich zu benachrichtigen.
Weitere Sicherheitsrisiken in Frankreich
In einem weiteren Fall in Frankreich warnte die Datenschutzbehörde DGCCRF zur Vorsicht im Zusammenhang mit einem Vorfall beim Dienst Bloctel. Vor dessen Schließung am 11. August wurden dort 3 Millionen Telefonnummern abgerufen. Von diesen waren 600.000 aktiv bei dem Dienst registriert, der Verbraucher vor unerwünschten Werbeanrufen schützen soll.
Die aktuellen Ereignisse verdeutlichen die anhaltend hohe Bedrohungslage für öffentliche und private Institutionen durch organisierte Cyberkriminalität und die Notwendigkeit robuster Sicherheitsarchitekturen.

