Diebe und Betrüger nutzen die Urlaubszeit für ihre Angriffe.
Physische Diebstähle: Smartphones im Visier
Das National Cyber Security Centre (NCSC) warnt aktuell vor Smartphone-Diebstählen während der Ferienzeit. Die Geräte sind wegen ihrer gespeicherten Daten ein begehrtes Ziel.
Experten raten zu einfachen Schutzmaßnahmen: PIN-Codes aktivieren, regelmäßige Backups durchführen und wichtige Notrufnummern griffbereit halten.
Das Auswärtige Amt bestätigt die Gefahr. Für Spanien weist es auf eine erhöhte Taschendiebstahl-Rate in Tourismusgebieten hin. Auch Reisende in China sollten in Ballungsräumen aufpassen.
Besonders hinterhältig: Auf der Autobahn A7 täuschen Kriminelle Pannen vor. Sie lenken Autofahrer ab und stehlen Wertsachen aus den Fahrzeugen. Das R+V Infocenter berichtet von ähnlichen Maschen an Rastplätzen. Täter beschädigen gezielt Reifen, geben sich später als Helfer aus – und klauen dann.
Digitale Gefahren: KI-Betrug auf dem Vormarsch
Die digitale Bedrohung wird immer raffinierter. Ein neuer Trend heißt „AI Poisoning“. Kriminelle manipulieren ChatGPT-Suchergebnisse, um Nutzer auf Fakeshops zu locken.
Sie imitieren Marken wie Russell & Bromley oder Dunelm. Wer per Vorkasse zahlt, erhält keine Ware. OpenAI hat bereits reagiert und die betroffenen Seiten entfernt.
Noch perfider: Manipulierte Webseiten nutzen „Prompt Injection“, um KI-Agenten zu unautorisierten Kryptozahlungen zu verleiten. Mehrere Sprachmodelle zeigten sich in Tests anfällig.
Öffentliche WLANs: Die unsichtbare Falle
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Am Urlaubsort lauert die nächste Gefahr. Öffentliche WLAN-Netze sind ein Paradies für Hacker. Gefälschte Hotspots und Man-in-the-Middle-Angriffe gehören zum Standardrepertoire.
Passwörter und Login-Daten lassen sich so leicht abfangen. Die Lösung: Immer auf HTTPS-Verbindungen achten, VPN-Dienste nutzen und automatische Verbindungsfunktionen deaktivieren.
Phishing-Attacken: Selbst zu Hause nicht sicher
Auch während der Abwesenheit bleiben Urlauber im Visier. Das Bundeskriminalamt (BKA) warnt vor einer neuen Phishing-Welle. Die E-Mails tragen gefälschte Briefköpfe und drohen mit Haftstrafen. Ziel: Die Empfänger zur Preisgabe von Passkopien bewegen.
Ein Fall aus Soltau zeigt die perfide Masche. Dort erlitt ein Opfer einen fünfstelligen Vermögensschaden. Die Täter kombinierten täuschend echte E-Mails mit manipulierten Telefonanrufen. Sie gaben sich als Bankmitarbeiter aus und brachten das Opfer dazu, Überweisungen in der Banking-App freizugeben.
Operation „FortiBleed“: Angriff auf die Infrastruktur
Auf institutioneller Ebene schlugen russische Hacker zu. Bei der Operation „FortiBleed“ nutzten sie Schwachstellen in Firewalls aus. Sie erbeuteten Zugangsdaten von Regierungsmitarbeitern und Personal kritischer Infrastrukturen – unter anderem im Gesundheits- und Energiesektor. Die gestohlenen Daten landeten in einschlägigen Foren zum Verkauf.
So schützen Sie sich vor Einbrüchen
Die neue KI-Betrugsmasche „AI Poisoning“ lockt Urlauber auf Fakeshops – dieser Leitfaden zeigt, wie Sie manipulierte Suchergebnisse erkennen und sich vor Datenverlust schützen. KI-Betrugs-Risikocheck jetzt sichern
Die Urlaubszeit ist auch Hochsaison für Einbrecher. Die ARAG empfiehlt klare Absprachen mit Nachbarn und den Einsatz von Zeitschaltuhren, um bewohnte Gebäude zu simulieren.
Wichtig: Keine Urlaubsankündigungen in sozialen Medien posten. Im Ernstfall sofort die Polizei verständigen, den Tatort unverändert lassen und den Vorfall der Versicherung melden.

