Sonos Ace Ultra: Neue Kopfhörer mit 10 Mikrofonen und stärkerem ANC

Der neue Sonos-Kopfhörer bietet WLAN-Audio und stärkere Geräuschunterdrückung; Fachmedien bewerten Klang und ANC unterschiedlich.

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Sonos hat seine neue Premium-Kopfhörer-Serie Ace Ultra weltweit auf den Markt gebracht. Die Over-Ear-Kopfhörer bringen gegenüber dem Vorgängermodell überarbeitete Hardware mit: verbesserte Klangtreue, verstärkte aktive Geräuschunterdrückung sowie WLAN-Audio-Streaming. Vorbestellungen liefen ab dem 1. September 2026, seither ist das Modell zusammen mit der Soundbar Beam Ultra im Handel verfügbar.

Technische Ausstattung und Preis

Der Ace Ultra ist mit eigenen 40-mm-Treibern, Adaptive EQ und einem Adaptive-ANC-System mit 10 Mikrofonen ausgestattet. Sonos gibt an, dass die Geräuschunterdrückung bis zu doppelt so stark ausfällt wie beim ursprünglichen Ace-Modell. Die Akkulaufzeit liegt bei bis zu 35 Stunden mit eingeschaltetem ANC, wobei bereits drei Minuten Ladezeit für bis zu drei Stunden Wiedergabe reichen sollen.

In den USA kostet der Kopfhörer 449 US-Dollar und ist unter anderem bei Best Buy in den Farben Schwarz, Soft White und Agave erhältlich, während die Farbe Sand exklusiv über Sonos vorbestellbar ist. Die begleitende Soundbar Beam Ultra kommt auf 699 US-Dollar und bringt neun Treiber sowie Dolby Atmos 7.1.2 mit.

In Malaysia startete der Ace Ultra für 2.299 Ringgit, die Beam Ultra für 4.199 Ringgit. In Polen liegen die Preise bei 2.079 Złoty für den Kopfhörer und 3.149 Złoty für die Soundbar. In Indonesien war ein offizieller Preis zum Marktstart laut Berichten noch nicht bekannt.

Für Japan kündigte Sonos den Ace Ultra bereits Anfang September zusammen mit dem neuen System Sonos 27 an; dort startet die Vorbestellung am 16. Oktober 2026 zu einem Preis von 69.800 Yen inklusive Steuer, der Verkaufsstart ist für den 30. Oktober 2026 geplant.

Audioübergabe per Tastendruck – noch im Early Access

Kernstück der Neuerungen ist die sogenannte Headphone Engine 2, die im Early Access die direkte Verbindung zum Sonos-System ermöglicht. Nutzer können per gedrücktem Lautstärkeknopf den Ton einer kompatiblen Soundbar oder von TV-Lautsprechern auf die Kopfhörer übernehmen und per erneutem Tastendruck zurückschalten – ganz ohne Smartphone in der Nähe.

Die Übertragung läuft über WLAN statt über Bluetooth, da Bluetooth allein laut Berichten nicht ausreichte, um Verzögerungs- und Verbindungsprobleme zu lösen. Voraussetzung ist, dass Fernseher, Soundbar, Kopfhörer und Telefon im selben WLAN-Netz eingebunden sind.

Tests zeigten allerdings, dass der Wechsel nicht immer zuverlässig funktionierte und teils mehrere Tastendrücke erforderte. Sonos selbst kennzeichnet die Funktion als optionalen Early Access, der sich noch ändern kann. Auch die WLAN-Übertragung ist derzeit verlustbehaftet.

Für verlustfreies Audio setzt der Ace Ultra stattdessen auf eine Verbindung über USB-C oder auf Bluetooth mit aptX Lossless bei kompatiblen Geräten, kabelgebunden begrenzt auf 16 Bit/48 kHz. Der Kopfhörer unterstützt zudem Bluetooth 6.0 mit den Codecs SBC, AAC und aptX Adaptive Lossless. Ein Aware-Modus lässt bei Bedarf Umgebungsgeräusche hörbar bleiben.

Testurteile fallen gemischt aus

Mehrere Fachmedien haben den Ace Ultra bereits geprüft. The Verge bemängelte, dass ANC und Klangqualität hinter Konkurrenzmodellen wie Sony XM6, Bose QuietComfort Ultra und AirPods Max 2 zurückblieben, und wies darauf hin, dass sich die Kopfhörer nicht mit Sonos-Lautsprechern gruppieren lassen. Zudem kostet das Vorgängermodell Ace inzwischen nur noch 349 US-Dollar.

Rolling Stone attestierte dem Ace Ultra Komfort und solide Klang- sowie ANC-Leistung, kritisierte aber, dass die Geräuschunterdrückung noch Umgebungsgeräusche durchlasse und der Klang weniger detailreich ausfalle als bei reinen Hi-Fi-Kopfhörern.

Mashable vergab nach einwöchigem Test eine Wertung von 4,0 von 5 Punkten für Leistung und Preis-Leistungs-Verhältnis und bezeichnete den Ace Ultra als gute Wahl für bestehende Sonos-Nutzer, wies aber darauf hin, dass es für den Preis andernorts besseren Klang gebe.

Positiv fiel im Test das Zusammenspiel von Dolby Atmos und dynamischem Headtracking bei der TV-Wiedergabe auf, während App und Audioübergabe gelegentliche Aussetzer zeigten – ein Umstand, der angesichts des Early-Access-Status der Funktion nicht überrascht.