Soulog Sense: Magnetischer KI-Rekorder ist nur 3,15 Millimeter dünn

Soulog kombiniert Sprachaufzeichnung mit persönlichem KI-Kontext, während Heidi Health klinische Abläufe durch Desktop-Agenten erweitert.

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Zwei Unternehmen haben neue KI-gestützte Produkte für die persönliche und berufliche Produktivität vorgestellt. Soulog Inc. mit Sitz in Dover, Delaware, launcht mit Soulog Sense einen ultraflachen magnetischen Sprachrekorder, während Heidi Health seine Plattform für klinische Workflows um eine Desktop-Anwendung mit KI-Agenten namens Heidi II erweitert.

Soulog Sense: Dünner Rekorder mit persönlichem KI-Gedächmung

Soulog Sense misst nach Angaben des Unternehmens nur 0,124 Zoll beziehungsweise 3,15 Millimeter in der Dicke und wird per USB-C geladen. Das Gerät verfügt über duale KI-Rauschunterdrückungsmikrofone und soll laut Soulog mehr als 50 Stunden Aufnahmezeit pro Ladung ermöglichen, ohne dabei auf den Akku eines Smartphones zurückzugreifen.

Eine Live-Rewind-Funktion mit 30-minütiger Rückspulmöglichkeit ist standardmäßig deaktiviert und lässt sich bei Bedarf in der zugehörigen App aktivieren.

Die Transkription unterstützt nach Unternehmensangaben mehr als 120 Sprachen und umfasst Funktionen zur Sprechererkennung sowie ein Vokabular-Management. Während unbegrenzte Transkription auch im kostenlosen Plan enthalten ist, sind Premium-Funktionen wie die 30-minütige Live-Rewind-Funktion und die Sprechererkennung über einen siebentägigen Pro-Testzeitraum zugänglich.

Kernstück des Produkts ist laut Soulog das sogenannte Personal Context System, das Audio, Bilder, Text und Dateien in der Soulog-App bündelt. Über eine MCP-Anbindung sollen KI-Agenten auf diesen persönlichen Kontext zugreifen können.

Beim Datenschutz betont das Unternehmen, dass Aufnahmen sowohl auf dem Gerät als auch während der Übertragung und im Speicher verschlüsselt würden. Die Daten würden weder für KI-Training genutzt noch verkauft, und der Cloud-Sync sei standardmäßig deaktiviert. Informationen zur Verfügbarkeit und Launch-Benachrichtigungen stellt Soulog auf seiner Website bereit.

Heidi Health erweitert Plattform um KI-Agenten

Parallel dazu hat Heidi Health mit Heidi II eine Desktop-Anwendung vorgestellt, die über die reine Dokumentation von Arztbesuchen hinausgeht und administrative Folgearbeiten wie Überweisungen, Formulare und Follow-ups einbezieht. Neue Funktionen umfassen Agents, ein Memory-System sowie den Zugriff auf peer-reviewte Forschung.

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Die Agenten können laut Heidi Health Patienten vor Terminen vorab dokumentieren, Überweisungen bearbeiten sowie Recalls und sogenannte Panel-Sweeps durchführen. Sie lassen sich als Routinen planen und in einem manuellen oder automatischen Modus betreiben, wobei das Verschreiben von Medikamenten, das Löschen von Daten oder das Einreichen von Ansprüchen ausgeschlossen bleibt.

Nutzer können entweder eine vorgefertigte Routine wählen oder eine Aufgabe in Alltagssprache beschreiben; das System plant und führt die Aufgabe dann aus und eskaliert nur jene Entscheidungen, die ein medizinisches Urteil erfordern. Die Ergebnisse gehen anschließend zur Prüfung an das klinische Personal.

Die Agenten arbeiten dabei innerhalb bestehender klinischer Systeme wie elektronischer Patientenakten, Kalender, Postfächer und Patientenportale, ohne diese zu ersetzen. Zudem ermöglicht die Plattform eine agentische Volltextsuche in medizinischer Fachliteratur, darunter Publikationen von NEJM, Wiley, Cochrane und der BMJ Group.

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Nach Unternehmensangaben unterstützt die Heidi-Health-Plattform weltweit 2,8 Millionen Patientenkontakte pro Woche und rund 10 Millionen Follow-up-Aufgaben pro Woche. Die Scribe-Funktion hat demnach bislang mehr als 175 Millionen Arztbesuche und 67 Millionen klinische Stunden begleitet, während die Evidence-Funktion seit ihrem Start über 10 Millionen Abfragen verzeichnete.

Seit Februar 2024 seien mehr als 400 Millionen Folgeaufgaben abgewickelt worden. Als Begründung für den Bedarf an solchen Werkzeugen verweist Heidi Health auf eigene Zahlen, wonach der durchschnittliche Arzt 8,7 Stunden pro Woche beziehungsweise 16,6 Prozent seiner Arbeitszeit mit administrativen Aufgaben über vier bis sechs verschiedene Systeme verbringt.

Der Rollout von Heidi II erfolgt zunächst in Englisch und Französisch, jedoch nicht in Großbritannien oder der EU. Insgesamt unterstützt die Plattform nach eigenen Angaben 110 Sprachen in 190 Ländern.

Erst wenige Tage zuvor hatte Heidi Health eine Finanzierungsrunde über 340 Millionen US-Dollar abgeschlossen, bestehend aus 100 Millionen US-Dollar Series-C-Kapital von Investoren wie Blackbird, Phoenix Court, Point72 und Headline sowie 240 Millionen US-Dollar Wachstumskapital aus dem Customer Value Fund von General Catalyst.

Die Bewertung des Unternehmens liegt damit bei 900 Millionen US-Dollar, nachdem der jährlich wiederkehrende Umsatz binnen zwei Jahren von 1 Million auf 50 Millionen US-Dollar gestiegen war.

Insgesamt hat Heidi Health nach eigenen Angaben 436,6 Millionen US-Dollar von Investoren wie Blackbird, General Catalyst, LocalGlobe, Point72 und Headline eingesammelt und verfügt über Zertifizierungen nach ISO 27001, SOC 2 Type II, Cyber Essentials Plus und ISO 42001.