Der digitale Tresor der Sparkassen, S-Trust, wird endgültig abgeschaltet. Alle Nutzerverträge sind ab sofort gekündigt, wie die Sparkassen-Finanzgruppe heute mitteilte. Bis zum 31. März 2026 haben Kunden noch Zeit, ihre Passwörter und Dokumente zu retten. Danach werden alle Daten auf den Servern unwiderruflich gelöscht.
Frist läuft: Das müssen betroffene Kunden jetzt tun
Die Uhr tickt für Tausende Nutzer. Seit dem 1. Dezember 2025 waren die Kündigungen angekündigt, heute, am 30. Januar 2026, sind alle Verträge offiziell beendet. Doch es gibt eine Gnadenfrist: Bis Ende März können Kunden kostenlos auf ihre Konten zugreifen, um Daten zu exportieren oder zu migrieren.
Ab dem 1. April ist Schluss. Dann werden die Server abgeschaltet und alle verbliebenen Daten gelöscht – eine Wiederherstellung ist nicht möglich. Die Sparkasse appelliert an ihre Kunden, diesen zweimonatigen Übergangszeitraum zu nutzen. Wer sensible Finanzdokumente, Passwörter oder persönliche Aufzeichnungen im Dienst gespeichert hat, muss jetzt handeln.
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Warum der Sparkassen-Tresor scheiterte
Hinter der Abschaltung steckt eine strategische Kehrtwende. Laut Angaben der Sparkassen-Finanzgruppe konnte sich S-Trust im hart umkämpften Markt für Passwort-Manager und Cloud-Speicher nicht durchsetzen. Der vor etwa sechs Jahren gestartete Dienst erwies sich langfristig als nicht wirtschaftlich tragfähig.
Es ist bereits das zweite Aus für einen Sparkassen-Clouddienst binnen weniger Jahre. S-Trust selbst war der Nachfolger des „eSafe“, der bereits Mitte 2023 eingestellt wurde. Das Scheitern zeigt die Schwierigkeiten von Banken, gegen spezialisierte Tech-Konzerne zu bestehen. Trotz der starken Marke Sparkasse gelang es nicht, die notwendige Nutzerzahl zu erreichen.
Empfohlener Wechsel zu SecureSafe
Als naheliegende Alternative empfiehlt die Sparkasse den Wechsel zu SecureSafe des Schweizer Anbieters DSwiss AG. Der Grund: Die S-Trust-Plattform basierte von Beginn an auf der Technologie von SecureSafe. Das erlaubt einen direkten und technisch unterstützten Datentransfer in einen neuen SecureSafe-Account – ohne umständliche manuelle Exporte.
Als Anreiz winken ehemaligen S-Trust-Kunden Sonderrabatte für das erste Jahr bei SecureSafe. Wer einen anderen Anbieter bevorzugt, kann alle Passwörter als CSV-Datei exportieren, die mit den meisten Passwort-Managern kompatibel ist. Gespeicherte Dokumente müssen hingegen manuell heruntergeladen werden.
Letzte Chance für die Datenrettung
Die Verantwortung liegt nun vollständig bei den Nutzern. Bis Ende März bleibt Zeit, den digitalen Hausstand zu sichten und zu sichern. Branchenbeobachter sehen in der Einstellung ein Warnsignal: Institutionenspezifische Digitaldienste unterliegen stets den strategischen Prioritäten des Mutterkonzerns – und können schnell wegfallen.
Nutzer sollten priorisieren: Zuerst Master-Passwörter, Finanzunterlagen und amtliche Dokumente sichern. Die Gelegenheit kann auch für einen digitalen Frühjahrsputz genutzt werden – alte Passwörter aussortieren und nur aktive Zugänge in einen neuen, sicheren Manager überführen. Die Konsequenz bei Untätigkeit ist klar: Nach dem Stichtag sind alle Daten für immer verloren. Der Countdown läuft.
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