Kunden der Sparkassen-Finanzgruppe stehen vor technischen Änderungen beim digitalen Bezahlen und der Autorisierung von Transaktionen. Die bisherige Sicherheitsanwendung S-ID-Check wird schrittweise abgelöst und durch das Verfahren S-pushTAN ersetzt.
Parallel dazu bereitet das Institut über die Unternehmenstochter S-Payment die Einführung des Bezahlverfahrens Click to Pay vor, das voraussichtlich ab dem 22. November 2026 bei ersten Onlinehändlern zur Verfügung stehen soll.
Umstieg auf S-pushTAN wird schrittweise Pflicht
Hintergrund der technischen Umstellung ist die EU-Zahlungsdiensterichtlinie PSD2, die eine Zwei-Faktor-Authentifizierung für elektronische Zahlungsvorgänge vorschreibt. Das sogenannte 3-D-Secure-Verfahren bleibt damit für die Sparkassen-Card im Debitbereich sowie für Kreditkarten und die Kreditkarte Basis verpflichtend.
Die bisher für Kartenzahlungen genutzte Anwendung S-ID-Check steht vor dem Aus. Nach Angaben des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands gegenüber der Nachrichtenagentur dpa ist die endgültige Abschaltung für Ende Januar 2027 vorgesehen. Die Sparkasse Hannover nannte als konkreten Stichtag den 31. Januar 2027, während Sparkassen und Verbraucherportale vielerorts auch das Jahresende 2026 als Orientierungsmarke angeben.
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Der Wechsel zu S-pushTAN umfasst künftig sowohl Überweisungen als auch Kartenzahlungen im Netz. Wer den Umstieg bis zum jeweiligen Fristende versäumt, riskiert, dass Online-Einkäufe mit der Zahlungskarte fehlschlagen.
Bankkunden, die das pushTAN-Verfahren bereits für ihr Online-Banking verwenden, können die Freigabefunktion für Karten direkt in der Banking-App aktivieren, wobei ein integrierter digitaler Assistent die Einrichtung unterstützt.
Alternativ lässt sich die Freischaltung über ein chipTAN-Verfahren oder über die reguläre 3-D-Secure-Seite der Institute anstoßen; in diesen Fällen erfolgt die Autorisierung mittels eines separaten Freischaltbriefs per Post.
Zugleich wird vor betrügerischen Phishing-Mails und gefälschten Kurznachrichten gewarnt, die den Umstellungsprozess als Vorwand für den Diebstahl sensibler Zugangsdaten nutzen.
Click to Pay startet im Onlinehandel
Flankierend zur Vereinheitlichung der Autorisierungs-Apps führt die S-Payment GmbH das Verfahren Click to Pay für Kunden der Sparkassen ein. Ab dem 22. November 2026 soll die Lösung bei ersten teilnehmenden Einzelhändlern einsatzbereit sein. Zu den Partnern zählen unter anderem MediaMarkt, Saturn, Marktkauf, Netto, Christ, Lidl und Kaufland.
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Das Verfahren ermöglicht das Bezahlen im Webshop ohne die manuelle Eingabe von Kartennummern. Statt der tatsächlichen Kartendaten werden digitale Token übermittelt.
Die Freigabe erfolgt über einen Einmalcode, der an die hinterlegte E-Mail-Adresse gesendet wird, oder bei Bedarf direkt über die App S-pushTAN. Die Verwaltung der Bezahlprofile, Registrierungen und Sicherheitsfreigaben verbleibt dabei innerhalb der digitalen Infrastruktur der Sparkassen.
Für die Nutzung sind Sparkassen-Kreditkarten sowie Sparkassen-Cards geeignet, die über ein Co-Badge von Debit Mastercard oder Visa Debit verfügen. Eine Pflicht zur Registrierung besteht für Karteninhaber nicht. Die Erstellung des Nutzerprofils sowie die Abwicklung der Bezahlvorgänge sind laut Angaben von Mastercard kostenfrei, wobei reguläre Kontoführungs- und Kartengebühren der jeweiligen Sparkasse unberührt bleiben.

