Die Fälle reichen von gestohlenen Friedhofsskulpturen über einen Millionenraub bis hin zu Diebstählen im Nahverkehr.
Haftstrafen für Diebe von Bronzeskulpturen
Das Landgericht Berlin verurteilte am Donnerstag ein Ehepaar zu mehrjährigen Haftstrafen. Die 63 und 68 Jahre alten Angeklagten hatten in 28 Fällen Bronzeplastiken, Skulpturen und Reliefs von Friedhöfen gestohlen. Die schwersten Stücke wogen bis zu 150 Kilogramm, der Wert einzelner Objekte lag bei bis zu 60.000 Euro.
Der Ehemann erhielt vier Jahre und vier Monate, seine Frau vier Jahre und zwei Monate. Ein dritter Angeklagter kam wegen Hehlerei mit zwei Jahren auf Bewährung davon.
Neues Gutachten nach Millionenraub in Gelsenkirchen
Im Prozess um den Einbruch in eine Sparkasse in Gelsenkirchen ordnete das Landgericht Essen am Donnerstag ein neues Gutachten an. Es soll die Sicherheit des Tresorraums prüfen. Bei dem Überfall Ende vergangenen Jahres hatten Täter rund 3.200 Schließfächer aufgehebelt. Der Gesamtschaden liegt bei etwa 100 Millionen Euro. Betroffene Kunden fordern höhere Entschädigungen.
Die Staatsanwaltschaft Kiel erhob am Freitag Anklage nach einem Raubüberfall auf einen Juwelier im Stadtteil Gaarden. In Hodenhagen läuft ein Verfahren wegen eines Einbruchs in ein Einfamilienhaus, bei dem zwischen Samstag und Donnerstag ein Tresor gestohlen wurde. Und in Altdorf fahndet die Polizei nach Tätern, die Anfang Juli eine Bronzefigur von einem Friedhof entwendeten.
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Diebstähle von Elektronik und Fahrrädern
Ein Schwerpunkt der aktuellen Kriminalität liegt auf hochwertigen Gebrauchsgegenständen. In einem Regionalzug am Bahnhof Obergries erwischte die Polizei am Mittwochabend einen 35-Jährigen auf frischer Tat. Er hatte einem Mitreisenden einen Tablet-Computer aus dem Rucksack gestohlen.
In Mainz eskalierte am Donnerstagnachmittag ein Ladendiebstahl: Ein Detektiv verfolgte zwei Jugendliche, die Kopfhörer gestohlen hatten, und setzte dabei Pfefferspray ein. Die Bundespolizei ermittelt nun wegen räuberischen Diebstahls gegen die flüchtigen Jugendlichen und wegen gefährlicher Körperverletzung gegen den Sicherheitsmitarbeiter. Nur Stunden später nahm die Polizei in der Mainzer Altstadt drei weitere Verdächtige fest, die Parfums aus einem Kaufhaus gestohlen hatten.
Auch Fahrräder bleiben im Visier: Vor der Universität Mannheim entwendeten Unbekannte am Dienstag ein Pedelec – trotz Schloss. In Hamburg führte ein sogenannter Super-Recognizer der Bundespolizei zur Identifizierung eines 20-Jährigen, der im Mai einen Raubüberfall mit Pfefferspray auf St. Pauli begangen haben soll.
Trickbetrug: Falscher Polizist erbeutet Schmuck
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Die Polizei warnt vor neuen Betrugsmaschen. In Hagen wurden am Mittwoch ein 89-Jähriger und seine 85-jährige Frau Opfer eines falschen Polizeibeamten. Der Täter erschlich sich durch einen Anruf und persönliches Erscheinen wertvollen Schmuck. Die Ermittler suchen nach einem etwa 30 bis 40 Jahre alten, stämmigen Mann mit langem Bart.
Zur Prävention hatte die Polizei in Hagen bereits im Juni eine Kontrollaktion am Hauptbahnhof durchgeführt. Innerhalb von vier Wochen kontrollierten die Beamten über 450 Personen, erstatteten zahlreiche Strafanzeigen und stellten mehrere Waffen sicher.

