PC- und Tablet-Absatz in China sinken deutlich
Die Marktforscher von Omdia meldeten am 17. August 2026 einen Rückgang der PC-Auslieferungen in Festland-China für das erste Quartal 2026 um 2 Prozent auf 8,9 Millionen Einheiten. Der Tablet-Markt schrumpfte im selben Zeitraum um 5 Prozent auf 8,3 Millionen Stück. Als Ursachen nennt Omdia gestiegene Bauteilkosten sowie eine nachlassende Wirkung staatlicher Subventionsprogramme.
Innerhalb des PC-Segments zeigt sich eine deutliche Verschiebung: Die Notebook-Auslieferungen brachen laut Omdia um 19 Prozent auf 5,3 Millionen Einheiten ein, während Desktop-Rechner um 41 Prozent auf 3,6 Millionen Stück zulegten. Bei den Herstellern führten im ersten Quartal Lenovo, Huawei und Apple die Rangliste an.
Für das Gesamtjahr 2026 rechnet Omdia mit einem noch deutlicheren Einbruch: Die PC-Auslieferungen in Festland-China sollen um 14 Prozent auf 36 Millionen Einheiten sinken, der Tablet-Absatz um 11 Prozent auf 32 Millionen Stück.
IDC bestätigt Rückgang beim Tablet-Markt
Auch IDC verzeichnete für das erste Quartal 2026 einen Rückgang der chinesischen Tablet-Auslieferungen – auf 8,11 Millionen Einheiten, ein Minus von 4,8 Prozent. Der Konsumentenbereich sank dabei um 5,6 Prozent, während gewerbliche Tablets um 7,4 Prozent zulegten.
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IDC führt die Entwicklung auf gestiegene Speicherpreise sowie eine restriktivere Handhabung staatlicher Subventionen zurück. Bei den Herstellern lagen laut IDC Huawei, Apple und Xiaomi vorn.
IDC beobachtete zudem eine Verschiebung der Marktstruktur: Der Anteil von Tablets unterhalb von 200 US-Dollar sank, während sich der Markt zunehmend in Richtung mittlerer und höherer Preissegmente verlagerte.
Preiserhöhungen bei PC-Herstellern
Seit März haben mehrere PC-Marken laut Branchenberichten wiederholt die Preise angehoben, bei Gaming-Notebooks um bis zu knapp 20 Prozent. Apple erhöhte im Juni die Preise über die gesamte Mac- und iPad-Palette; das MacBook Air kostet demnach nun 9999 Yuan.
Hintergrund ist ein drastischer Anstieg der Speicherpreise: DRAM- und NAND-Spotpreise legten laut Branchenberichten um mehr als 300 Prozent zu, der Durchschnittspreis für 8-GB-DDR4-Speicher erreichte mit rund 20 US-Dollar ein Zehnjahreshoch. Händler rechnen demnach damit, dass auch 2027 keine Preissenkungen bei Computern zu erwarten sind.
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Tom’s Hardware bezifferte den Preisanstieg bei Arbeitsspeicher über die vergangenen zwölf Monate auf 500 Prozent; ein 128-GB-DDR5-Modul koste aktuell 3399 US-Dollar – das Zehnfache des historischen Tiefstpreises.
Globaler Tablet-Markt ebenfalls unter Druck
Die Auswirkungen der Speicherpreise beschränken sich nicht auf China: IDC verzeichnete für das zweite Quartal 2026 einen weltweiten Rückgang der Tablet-Auslieferungen um 12,3 Prozent auf 33,6 Millionen Einheiten, wobei der Konsumentenbereich um 13,5 Prozent und das gewerbliche Segment um 5,9 Prozent zurückgingen. Als Grund nennt IDC ebenfalls die gestiegenen Speicherkosten, die die Verkaufspreise nach oben trieben.
Besonders stark fiel der Rückgang in den USA aus, wo die Auslieferungen laut IDC um 31,6 Prozent einbrachen. Gegen den Trend wuchsen einzelne Hersteller: Lenovo legte um 26,2 Prozent zu, Huawei um 9,1 Prozent und Oppo um 10,5 Prozent. Die fünf größten Anbieter vereinten laut IDC einen Marktanteil von 79,8 Prozent auf sich.
Die Daten von Omdia und IDC zeichnen damit ein übereinstimmendes Bild: Sowohl in China als auch global belasten steigende Speicherkosten und schwindende Subventionswirkung den Absatz von PCs und Tablets, während sich die Nachfrage zunehmend in höhere Preissegmente verschiebt.

