Spot-Roboter starten Vollbetrieb in Sellafield

Speziell angepasste Spot-Roboter übernehmen gefährliche Dekontaminationsarbeiten in Sellafield. Die Fernsteuerung erhöht die Arbeitssicherheit und beschleunigt die Stilllegung des Atomstandorts.

Roboterhunde übernehmen gefährliche Einsätze – Im britischen Atomkraftwerk Sellafield beginnt die Ära der robotischen Kollegen: Die vierbeinigen Spot-Roboter von Boston Dynamics gehen nach erfolgreichen Tests in den Routinebetrieb über. Sie sollen die Stilllegung des hochkomplexen Standorts beschleunigen, indem sie Arbeiten in für Menschen zu gefährlichen Bereichen übernehmen.

Revolution für Sicherheit und Effizienz

Der Schritt vom Versuch zum Alltagseinsatz markiert einen Meilenstein für die Dekontaminationsbranche. Die agilen Roboterhunde navigieren seit über zwei Jahren durch unwegsames Gelände und sammeln radiologische Daten. Ein Durchbruch gelang 2025: Erstmals steuerte ein Operator einen Spot von außerhalb der Sicherheitszone – eine Premiere für die britische Nuklearindustrie.

Diese Fernsteuerung minimiert das Risiko für Menschen erheblich. Die Roboter können länger in verstrahlten Zonen arbeiten und reduzieren den Bedarf an teurer Schutzkleidung. Für Sellafield, dessen Sanierung bis ins nächste Jahrhundert dauern soll, ist diese Effizienzsteigerung entscheidend.

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Spezialanfertigungen für extreme Bedingungen

Bei den eingesetzten Robotern handelt es sich nicht um Standardmodelle. Das britische Unternehmen Createc rüstete sie mit speziellen Sensoren und strahlungsresistenten Systemen aus. Die Hightech-Hunde verfügen über 360-Grad-Kameras, 3D-LiDAR-Scanner und Messgeräte für Alpha- und Gammastrahlung.

Mit einem Roboterarm können sie sogar Objekte greifen und bewegen. Diese Anpassungen sind das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit zwischen Sellafield, Boston Dynamics und Forschungseinrichtungen wie der UK Atomic Energy Authority.

Blaupause für die globale Nuklearsanierung

Die Integration der Spot-Robotern ist nur der Anfang. Sellafield plant, den Einsatz auf weitere Hochrisikobereiche auszuweiten und die gesammelten Daten besser mit 3D-Visualisierungen zu verknüpfen. Neue Werkzeuge für komplexere Aufgaben sind bereits in Entwicklung.

Die Erfahrungen in Sellafield sollen als Roadmap für andere Stilllegungsprojekte dienen. In einer Branche, die weltweit vor der Jahrhundertaufgabe der Altlastensanierung steht, zeigt der britische Vorreiter einen Weg auf: Autonome Systeme übernehmen die gefährliche Arbeit – für die Sicherheit künftiger Generationen.