STACKIT bei ZenDiS: Erster souveräner Cloud-Anbieter für openDesk

STACKIT erhält den ersten Partnerstatus bei ZenDiS; openDesk ist über einen Behördenmarktplatz verfügbar und zählt rund 100.000 Arbeitsplätze.

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Der Cloud-Provider STACKIT, Teil der IT-Sparte Schwarz Digits, ist als erster sogenannter Approved Sovereign Service Provider in das Partnerprogramm des Zentrums für Digitale Souveränität der Öffentlichen Verwaltung (ZenDiS) aufgenommen worden.

Das Partnerprogramm für den souveränen Arbeitsplatz openDesk war im September 2026 gestartet. Voraussetzung für die Aufnahme in das Programm ist unter anderem ein BSI-C5-Testat des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik.

ZenDiS-Geschäftsführerin Pamela Krosta-Hartl sowie Bernie Wagner, Chief Revenue Officer von Schwarz Digits, äußerten sich zur Aufnahme des Anbieters in das Programm. STACKIT ordnet sich zugleich in den Deutschland-Stack der Bundesregierung ein, der bis zum Jahr 2028 eine einheitliche technologische Basis für Bund, Länder und Kommunen schaffen soll.

Überdies kooperiert STACKIT mit dem Softwareanbieter d.velop und stellt Rechenzentrumsleistungen für die Fachanwendung d.velop postbox zur digitalen Dokumentenzustellung an Bürger bereit, wozu sich Philipp Perplies, COO Public Sector bei d.velop, äußerte.

Bereitstellung über den Marktplatz Deutschland Digital

Die Aufnahme in das Programm fällt zusammen mit dem Ausbau der Vertriebswege für die Open-Source-Suite. Wie ZenDiS und die Genossenschaft govdigital bekanntgaben, ist openDesk als erstes flächendeckendes Software-as-a-Service-Angebot für Behörden über den Marktplatz Deutschland Digital beziehbar.

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Ein entsprechendes Pilotangebot startete am 13. Oktober 2026 im Rahmen der Smart Country Convention in Berlin, während die reguläre Produktivlösung ab Januar 2027 gebucht werden kann.

Die erforderlichen Cloud-Dienste stammen dabei zunächst exklusiv von STACKIT über den Rahmenvertrag gd.Cloud-Broker. Ein Betrieb durch öffentliche IT-Dienstleister in eigener Infrastruktur ist für spätere Phasen vorgesehen. Bereits seit 2024 sind für openDesk On-Premises-Enterprise-Subskriptionen über govdigital erhältlich.

Ziel der Föderalen Modernisierungsagenda ist es, Ländern und Kommunen bis zum 31. März 2027 verlässlichen Zugang zu einer souveränen Arbeitsplatzumgebung zu eröffnen. Zu dieser Kooperation äußerten sich Pamela Krosta-Hartl und Martin Schallbruch, CEO von govdigital.

Ausbau der Arbeitsplatzsuite und neue Betriebsmodelle

openDesk bündelt Fachanwendungen für E-Mail, Kalender, Dokumentenbearbeitung, Chat, Videokonferenzen sowie Projektmanagement. Laut Angaben des ZenDiS sind gegenwärtig bereits rund 100.000 Verwaltungsarbeitsplätze mit openDesk ausgestattet oder migriert.

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In nahezu allen Bundesländern laufen derzeit Test- und Pilotprojekte, in einzelnen Ländern hat der reguläre Rollout begonnen. Die Suite soll künftig durch eine Betreiber-Community aus öffentlichen IT-Dienstleistern, Cloud-Providern und Systemintegratoren gestützt werden.

Auf der Smart Country Convention stellte das ZenDiS zudem technische Erweiterungen für openDesk vor. Dazu zählt ein integrierter agentischer KI-Assistent, der über das Model Context Protocol angebunden wird und zusammen mit Partnern wie Open-Xchange und OpenProject entwickelt wird. Dieser soll übergreifend Aufgaben wie das Erstellen von Tagesbriefings aus Kalendern, E-Mails und Notizen übernehmen, ohne behördliche Daten zu kompromittieren.

Für Behörden mit besonders hohen Sicherheitsanforderungen wurde zudem ein isolierter Air-Gap-Betrieb konzipiert, der die Arbeits- und Kommunikationsfunktionen auch bei vollständiger Trennung vom Internet aufrechterhält. Ergänzend präsentierte das ZenDiS einen Kriterienkatalog für digitale Souveränität sowie den Entwicklungsstand der Open-Source-Plattform openCode, die über 13.000 Nutzer und mehr als 5.700 Projekte zählt.