Steam Deck-Desaster: Verkäufe um 82% nach Preiserhöhung

Nintendo Switch 2 wird teurer, Steam Deck verliert massiv an Verkäufen. Händler locken mit hohen Nachlässen bei Fertig-PCs und SSDs.

Der Markt für Gaming-Hardware erlebt derzeit turbulente Zeiten. Während Hersteller auf steigende Kosten reagieren, räumen Händler mit aggressiven Rabatten ihre Lager. Besonders Handheld-Konsolen und Fertig-PCs stehen im Fokus.

Nintendo Switch 2: Preissprung zum September angekündigt

Nintendo bereitet eine deutliche Preiserhöhung für seine Switch 2 vor. Aktuell bietet der Händler Woot das Gerät Neukunden noch für umgerechnet rund 370 Euro an – ein Sonderangebot mit Aktionscode, gültig bis zum 25. Juli oder solange der Vorrat reicht. Der reguläre Preis von knapp 470 Euro tritt planmäßig am 1. September in Kraft.

Branchenbeobachter führen den bevorstehenden Preissprung auf internationale Zölle und anhaltende Engpässe bei Speicherbausteinen zurück. Ein Problem, das die gesamte Branche betrifft.

Steam Deck: Einbruch nach Preiserhöhung

Ganz anders die Lage bei Valves Steam Deck. Nachdem die Preise für die OLED-Modelle mit 512 GB und 1 TB Speicher Ende Mai um über 40 Prozent gestiegen waren, brachen die Verkaufszahlen dramatisch ein. Schätzungen zufolge gingen die wöchentlichen Verkäufe von 11.000 bis 18.000 Einheiten auf nur noch 1.400 bis 3.000 Stück zurück – ein Minus von bis zu 82 Prozent.

Die Folge: Das Steam Deck fiel in den regionalen Steam-Verkaufscharts aus den Top Fünf in die unteren Ränge. Ob Valve gegensteuern wird, bleibt abzuwarten.

Luxus-Segment: AYANEO Next 2 wird teurer

Auch im High-End-Bereich machen sich die Speicherchip-Engpässe bemerkbar. Der chinesische Hersteller AYANEO hat den Preis für sein Next 2 mit Strix-Halo-Chip und 128 GB RAM auf rund 4.980 Euro angehoben – ein Aufschlag von knapp 940 Euro gegenüber dem vorherigen Preis.

Große Rabattschlacht bei Fertig-PCs

Während die Preise bei Konsolen steigen, locken Händler bei Gaming-Fertig-PCs mit satten Nachlässen. Costco räumte kürzlich iBUYPOWER-Systeme mit Ryzen 7 9800X3D und RTX 5070 für umgerechnet rund 1.070 Euro ab – der ursprüngliche Preis lag bei fast 1.780 Euro.

Auch Online-Händler ziehen nach:

  • Newegg senkte den Skytech Rampage (RTX 5070, Ryzen 7 7700X) auf rund 1.780 Euro – der günstigste Preis seit 30 Tagen.
  • Walmart bietet den Skytech King 95 (RTX 5060 Ti, Ryzen 7 7800X3D) für umgerechnet 1.310 Euro, ein Rabatt von rund 560 Euro.
  • Amazon listet einen Corsair Vengeance a7500 (Ryzen 5 9600X, RTX 5060) für etwa 1.500 Euro. Ein separater Coupon für ein Skytech-Crystal-System ist noch bis heute gültig.

SSDs und Zubehör: Tiefpreise zum Sommer

Im Komponentenbereich sorgt Samsung für Aufsehen. Die 990 EVO Plus mit 4 TB Speicher, die sowohl PCIe 4.0 als auch 5.0 unterstützt, wurde bei Amazon für rund 560 Euro gesichtet – ein Preissturz von 43 Prozent gegenüber dem ursprünglichen Preis von knapp 985 Euro.

Best Buy veranstaltet zudem eine „Black Friday im Juli“-Aktion mit Rabatten auf Controller wie den Victrix Pro BFG und den DualSense Wireless-Controller.

Neue PC-Gehäuse: Mehr Glas, mehr Lüfter, mehr Style

Der Markt für PC-Gehäuse bleibt in Bewegung. Phanteks hat seine XT-Serie vorgestellt, darunter die Modelle XT M5 und XT V5. Die Gehäuse kosten zwischen 75 und 103 Euro und bieten Platz für bis zu zehn Lüfter sowie 360-mm-Radiator. Das Topmodell V5-LCD verfügt über ein integriertes 7-Zoll-Display.

Jonsbo brachte am 22. Juli das X400CG ATX-Gehäuse für rund 97 Euro auf den Markt. Das Design besticht durch 270-Grad-Panoramaglas und unterstützt Back-Plug-Mainboards. Ebenfalls neu: XERON steigt mit den Modellen NEX C53 und C33 in den Panoramaglas-Markt ein. Die Gehäuse nehmen Grafikkarten bis zu 425 mm Länge auf und kommen mit vorinstallierten ARGB-Lüftern – ein klares Signal, dass Optik beim PC-Bau eine immer größere Rolle spielt.