Die virtuelle Realität erlebt einen neuen Schub: Valve und Meta treiben die Entwicklung leistungsstarker Headsets für den Sommer 2026 voran. Während Valve mit dem Steam Frame kurz vor der Markteinführung steht, arbeitet Meta an gleich mehreren Nachfolgern des Quest 3.
Valve setzt auf Standalone-Kraftpaket
Konkrete Hinweise auf Valves neuen Vorstoß in die VR-Welt mehren sich. Logistikdaten und Aktualisierungen im Steam-Store deuten auf einen unmittelbaren Launch hin. Bereits Mitte der Woche gingen 15 Lieferungen mit VR-Hardware ein, die als „Steam Frame“ identifiziert wurden. Parallel dazu ist im Steam-Shop eine neue Kategorie „Great On Frame“ aufgetaucht – mit vier Starttiteln: Portal 2, Into Black, Aperture Hand Lab und The Lab.
Das Steam Frame ist als eigenständiges Headset konzipiert, das kabelloses PC-Streaming sowie Flatscreen- und VR-Spiele gleichermaßen unterstützt. Technisch setzt Valve auf einen Qualcomm Snapdragon 8 Gen 3-Chip, kombiniert mit 16 Gigabyte LPDDR5X-Arbeitsspeicher. Für flüssige Übertragung sorgt eine Foveated-Streaming-Technologie. Der Preis dürfte bei rund 1.050 Euro liegen – eine Größenordnung, die an Valves aktuelle Steam Machine erinnert.
Zum Vergleich: Die 1.000 Euro teure Steam Machine meistert selbst anspruchsvolle Titel wie The Last of Us Part II flüssig. Cyberpunk 2077 läuft mit 60 Bildern pro Sekunde in 1080p (hochskaliert auf 4K) – wenn auch teils mit manuellen Anpassungen.
Meta plant mehrgleisige Strategie
Trotz anhaltender Herausforderungen im VR-Markt gibt sich Meta angriffslustig. Andrew Bosworth, Chief Technology Officer des Konzerns, bestätigte am Donnerstag und Freitag, dass mehrere Next-Generation-Headsets in Entwicklung sind. Konkrete Details sollen auf der Meta Connect Ende September fallen.
Branchenkreisen zufolge verfolgt Meta einen Dreiklang:
Aktuelle VR-Headsets haben oft zu wenig Arbeitsspeicher – das Steam Frame von Valve soll mit 16 GB LPDDR5X und Foveated Streaming für flüssige, kabellose PC-VR sorgen. Erfahren Sie im Report, ob sich der Kauf lohnt und welche Alternativen es gibt. Jetzt kostenlosen VR-Report anfordern
- „Phoenix“: Ein Gaming-Headset als deutliches Upgrade zum Quest 3 – mit höherem Preispunkt.
- Ultralight-MR-Headset: Eine besonders leichte Brille mit externer Recheneinheit, die das Gewicht auf dem Kopf minimiert. Erscheinungstermin: erste Jahreshälfte 2027.
- Quest 4: Der direkte Nachfolger des aktuellen Modells wird für Ende 2027 erwartet.
Allerdings bereiten steigende Speicherpreise der Branche Kopfzerbrechen. Analysten warnen, dass die finale Ausstattung der Geräte unter dem Kostendruck leiden könnte.
Der Markt für Sim-Racer und Enthusiasten
Für anspruchsvolle Anwendungen wie iRacing bietet der Markt 2026 eine breite Palette. Die Pimax Crystal Light liefert 2880×2880 Pixel pro Auge bei bis zu 120 Hertz über DisplayPort – für umgerechnet rund 850 Euro. Mit 950 Gramm ist sie kein Leichtgewicht, gilt aber als Geheimtipp für Simulationsfahrer.
Die Bigscreen Beyond 2 geht den entgegengesetzten Weg: Nur 107 Gramm schwer, 2560×2560 Pixel und 90 Hertz. Dafür kostet das Headset rund 1.300 Euro – plus 165 Euro für die nötige Basisstation.
Kabelloses PC-Streaming ist oft ruckelig oder kompliziert – Valves Foveated-Streaming-Technologie verspricht Abhilfe. Der Report zeigt, wie das Steam Frame im Vergleich zu Quest 3 und Pimax abschneidet. VR-Vergleichsreport jetzt sichern
Das Meta Quest 3 bleibt mit etwa 650 Euro die günstigste Einstiegsoption: 2064×2208 Pixel, kabellos per Air Link, aber nur 8 Gigabyte Arbeitsspeicher – halb so viel wie das kommende Steam Frame.
Die entscheidende Frage: Wer setzt sich durch – Valves technikaffiner Ansatz oder Metas massentaugliche Strategie? Der Markt wird es im Herbst zeigen.

