Steam Machine: Valves neue Konsole schlägt PlayStation 5 bei Single-Core

Valves neue Konsole übertrifft PS5 im Single-Core, doch der Preis könnte über 1.000 Dollar liegen.

Die Gaming-Welt blickt gespannt auf Valve: Der Hersteller schickt sich an, mit einer neuen Steam Machine den Konsolenmarkt aufzumischen. Erste Tester haben bereits ihre Geräte erhalten.

Der offizielle Embargo-Termin für Testberichte ist der 23. Juni 2026 um 18 Uhr MEZ – nur einen Tag nachdem die ersten Exemplare an Journalisten ausgeliefert wurden. Es ist Valves erster komplett selbst produzierter Heimkonsolen-Vorstoß seit dem erfolgreichen Steam Deck. Zum Lieferumfang gehören neben der Konsole selbst ein neuer Steam Controller, austauschbare Frontplatten und Halterungen zur Montage.

Leistungsdaten: AMD-Technik unter der Haube

Bereits Mitte Juni tauchten unter dem Codenamen „Fremont“ erste Benchmark-Ergebnisse auf der Plattform Geekbench 6 auf. Demnach setzt Valve auf einen semi-individuellen AMD Zen 4 Prozessor mit sechs Kernen und zwölf Threads, der mit bis zu 4,86 Gigahertz taktet. Die Grafikarbeit übernimmt eine RDNA 3 GPU mit 28 Compute Units und acht Gigabyte VRAM.

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Die Zahlen können sich sehen lassen: Im SteamOS erreichte die Hardware 2.334 Punkte im Single-Core-Test und 7.392 im Multi-Core-Ranking. Unter Windows lagen die Werte mit 2.412 beziehungsweise 7.451 Punkten sogar noch etwas höher. Branchenkenner sehen darin eine klare Ansage: Die Single-Core-Leistung übertrifft die der PlayStation 5, und auch bei Raytracing soll die neue Steam Machine die aktuellen Konsolenstandards hinter sich lassen.

Betrieben wird das Gerät mit der aktuellen stabilen Version von SteamOS. Das kürzlich veröffentlichte Update 3.8.3 brachte eine neue Arch-Linux-Basis, den Linux-Kernel 6.16 sowie die Desktop-Umgebung KDE Plasma mit Wayland-Unterstützung.

Reservierungsstart und Preis-Sorgen

Valve plant, die Reservierungen für die Steam Machine noch Ende Juni zu öffnen – Gerüchten zufolge bereits am 30. Juni. Um Scalper in Schach zu halten, soll die Stückzahl zunächst auf 20.000 Einheiten begrenzt sein, maximal ein Gerät pro Kunde. Wer zugreifen möchte, braucht zudem einen Steam-Account, der vor dem 27. April 2026 angelegt wurde.

Der Preis bleibt der große Unsicherheitsfaktor. Frühere Schätzungen gingen von 600 bis 800 US-Dollar aus. Aktuelle Leaks deuten jedoch darauf hin, dass die High-End-Konfigurationen die 1.000-Dollar-Marke knacken könnten. In Foren wie Reddit sorgt das für Unmut: Viele Fans befürchten, dass ein Preis oberhalb von 1.000 Dollar die Massenmarkttauglichkeit der Konsole massiv einschränkt – vor allem im Vergleich zur PlayStation 5 oder der erwarteten Nintendo Switch 2, die für rund 449 Dollar in den Handel kommen soll.

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Lieferengpässe und Verzögerungen

Valves Weg zur Markteinführung war steinig. Eigentlich sollte die Konsole bereits im ersten Quartal 2026 erscheinen, doch die globale Knappheit bei Speicherchips – befeuert durch den KI-Boom – machte einen Strich durch die Rechnung. Die Folgen sind bereits sichtbar: Das Steam Deck OLED ist seit Februar ausverkauft.

Die Dimension des Projekts wird anhand von Zoll-Daten deutlich: Im Mai 2026 wurden rund 50 Tonnen Spielkonsolen an Valves US-Verteilzentren geliefert. Am 10. Juni folgten 13 Tonnen VR-Headsets – offenbar Teil eines neuen Peripheriegeräts namens Steam Frame.

Auch der neue Steam Controller steht unter Druck. Zwar wird er zusammen mit der Konsole ausgeliefert, doch einige Vorbesteller sollen bereits Liefertermine im Jahr 2027 erhalten haben. Die Kommunikation des Unternehmens zu diesen Engpässen sorgt bei Fans für Kritik. Valve will nun den anstehenden Steam Summer Sale (25. Juni bis 9. Juli 2026) nutzen, um die Aufmerksamkeit auf das neue Hardware-Ökosystem zu lenken.